Wechsel an der Spitze des Kreisverbindungskommando Böblingen
Auf Oberstleutnant Stefan Kiss folgt Oberstleutnant Udo Labudde

Zum 31. März 2026 scheidet Oberstleutnant Stefan Kiss aus als Leiter des Kreisverbindungskommando Böblingen (KVK BB). Landrat Roland Bernhard und Martin Wuttke, stellvertretender Landrat und Leiter des Bereichs für Katastrophen- bzw. Bevölkerungsschutz, begrüßten den Nachfolger, Oberstleutnant Udo Labudde, und dankten gleichzeitig dem scheidenden Kiss für seine Arbeit.
Stefan Kiss war seit September 2018 Leiter des KVK. Als während der Corona-Pandemie in zahlreichen Bereichen Soldatinnen und Soldaten unterstützt haben, lief die Koordination über ihn. „Im Namen des Landkreis Böblingen danke ich Herrn Kiss sehr herzlich für sein Engagement als Leiter des KVK Böblingen“, so Landrat Bernhard. „Egal, ob wir gemeinsam an Übungen teilgenommen haben oder es in den Corona-Jahren ernst wurde mit notwendiger Unterstützung, die Zusammenarbeit war immer von gegenseitigem Vertrauen und einem schnellen Verständnis für die jeweilge Lage geprägt. Ich bin sicher, auch mit Herrn Labudde wird es genauso weitergehen.“
Sein Nachfolger, Udo Labudde, war 1995 als Leiter der Operationszentrale in der Benjamin-Franklin-Village in Mannheim eingesetzt, wo mit 50 Soldaten das DRK bei der Betreuung von rd. 6.500 Flüchtlingen unterstützt hat. Sei 2007 ist er im Bereich der Zivil-Militärischen-Zusammenarbeit tätig und zuletzt Verbindungsstabsoffizier unter Stefan Kiss im KVK Böblingen. „Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit“, betonte auch Martin Wuttke. „Herr Labudde kennt unseren Landkreis bereits aus dieser Zeit und ist insofern schon jetzt gut informiert und vernetzt. Das ist ein Vorteil, wenn es im Ernstfall schnell gehen muss.“
Die KVKs sind eine Einheit der Bundeswehr und bilden die Schnittstelle zwischen der Bundeswehr und der zivilen Seite – primär zur unteren Katastrophenschutzbehörde, i.d.R. den Landratsämtern. Mitglieder sind häufig Reservisten, die am Ort wohnen, ergänzt durch aktive Soldaten. Die KVKs unterstützen, wenn ein Personal- und Materialeinsatz der Bundeswehr erforderlich wird, beispielsweise bei Großschadenslagen wie Naturkatastrophen. Ein Beispiel der letzten Jahre ist die oben schon erwähnte Unterstützung der Bundeswehr im Rahmen der Corona-Pandemie, als rd. 300 Soldatinnen und Soldaten aus Stetten am kalten Markt und Donaueschingen bei der Kontaktnachverfolgung, in den Test- und später Impfzentren bzw. in Altenheimen und/oder Krankenhäusern unterstützt haben.
Das KVK berät den Landkreis in der Einschätzung von Krisenlagen und meldet bei Bedarf das Lagebild und die jeweiligen Bedürfnisse an das übergeordnete Landeskommando weiter; umgekehrt gehen über diesen Weg auch die Informationen der Bundeswehr. Sollte Amtshilfe nötig sein (wie in der Pandemie) erfolgt hier die Koordination, welche Bundeswehr-Kräfte mit welchem Materialbedarf wo und wann zur Unterstützung eingesetzt werden können. Eine weitere zentrale Aufgabe ist die Netzwerkpflege zu den anderen lokalen Partnern, der Kreisverwaltung bzw. der gesamten „Blaulichtfamilie“.




