Per Drohne Rehkitzen das Leben retten
Kontaktaufnahme zu den Kreisjägervereinigungen Böblingen und Leonberg ist einfach und unkompliziert

Bald beginnen Landwirte ihre Wiesen zu mähen. Jahr für Jahr stehen sie dabei vor dem Problem, dass frisch geborene Rehe im hohen Gras versteckt liegen und in die großen Mähmaschinen zu geraten drohen. Mit einer kleinen Vorarbeit lässt sich der grausame Tod für die Rehkitze vermeiden. Landwirte können kostenlos ehrenamtliche Helfer der Kreisjägervereinigungen herbeirufen, die per Drohne mit Wärmebildkamera die Wiese zuvor abfliegen. So werden versteckte Rehkitze entdeckt und können in Sicherheit gebracht werden. Nach dem Mähen werden die Jungen von ihren Muttertieren wieder gefunden und angenommen.
Anders als andere Tiere, wie Hasen und Füchse hindert der angeborene Duckreflex die Rehkitze daran, vor der nahenden Gefahr zu flüchten – sie kauern stattdessen flach auf dem Boden und rühren sich nicht. 2025 konnten Landwirte und Jäger gemeinsam 275 Kitze bei etwa ebenso vielen Einsätzen vor einem grausamen Tod retten. Und – es sind keine Kadaver in der Silage oder im Heu, die über die Fütterung bei den Kühen zu Botulismus-Vergiftungen führen könnten.
Das Angebot ist, wie erwähnt, komplett kostenfrei und denkbar unkompliziert. Die Landwirte können sich direkt an die ihnen bekannten Jagdpächter wenden oder auch an die Kreisjägervereinigungen. Dann können die Einsätze gemeinsam abgestimmt werden. Für die Kreisjägervereinigung Böblingen erfolgt die Kontaktaufnahme telefonisch an 07034 937085; außerdem ist auf der Homepage www.jaeger-boeblingen.de/kitzrettung auch ein Online-Formular eingestellt. Für die Kreisjägervereinigung Leonberg sind die „Kitzretter“ mobil unter Tel. 0157 38165842 zu erreichen. Auf der Homepage gibt es zudem einen Flyer zur Kitzrettung, www.jaeger-leonberg.de.




