Ehrenamtliche sind für das Rebhuhn unterwegs
Erhalt der Artenvielfalt
Das Rebhuhnmonitoring im Oberen Gäu ist abgeschlossen – Hunde sollten im Sinne dieser seltenen Bodenbrüter an der Leine geführt werden

In den vergangenen Wochen stand das alljährliche Monitoring im Oberen Gäu für das stark gefährdete Rebhuhn statt. In Bondorf, Mötzingen, Jettingen und Gäufelden wurde an jeweils zwei Abenden gezählt. Rund 50 Ehrenamtliche begaben sich dazu abends mit Klangattrappen und Kartiermatieral auf die vorgegebenen Routen. Dabei wird der Ruf eines Rebhahns während der Balzzeit simuliert; andere Rebhähne sollen sich veranlasst fühlen, zurückzurufen, um dem vermeintlichen Konkurrent Paroli zu bieten. Dieses Monitoring fand im sechsten Jahr in Folge statt und ist für die Erhebungen rund um das Vorkommen der seltenen Feldvögel bwz. der Artenvielfalt in der Agrarlandschaft sehr wichtig.
Auch wenn die Rufe in diesem Jahr verhalten waren, bleiben die Rebhuhnschützer optimistisch. „Die Ökosysteme und Arten funktionieren vielschichtig, und es ist für das Projekt wichtig, den Trend langfristig zu beobachten“, so Vera Lorenz vom Landschaftserhaltungsverband Landkreis Böblingen. „Neben dem Rebhuhn geht es auch um viele andere Tiere, die sich in diesem Lebensraum wohlfühlen.“ Denn die für das Rebhuhn geschaffenen Lebensräume wie Blühbrachen oder Niederhecken bieten auch vielen Insektenarten, Fledermäusen und Kleinsäugern einen Rückzugsort und Nahrung. Damit diese sicher sind, wird darum gebeten, Hunde beim Spazierengehen im Oberen Gäu an der Leine zu führen.
Ein herzliches Dankeschön geht an die engagierten Helferinnen und Helfer, die auch in diesem Jahr wieder mitgewirkt haben. Veranstaltet wird das Monitoring vom Landschaftserhaltungsverband Böblingen, der im Rebhuhnschutz eng mit der Wildforschungsstelle und den Landwirten, Jägern und Naturschützern vor Ort zusammenarbeitet.




