Der arme Igel und der Mähroboter
Info zum Einsatz der Maschinen und dem Schutz kleiner Gartenbewohner

Wo Mähroboter ihre Runden drehen, ziehen kleine Gartenbewohner wie Igel oder andere kleine Wildtiere den Kürzeren. Dabei ist mit kleinen Anpassungen beides möglich – der ordentliche Rasen und der Schutz der Lebewesen. Igel sind häufig in der Dämmerung oder nachts unterwegs. Sie erkennen die Gefahr durch einen Mähroboter oft nicht rechtzeitig, sondern rollen sich ein, um sich mit ihren Stacheln zu schützen. Dabei ziehen sie leider meist den Kürzeren und es kommt zu schweren oder tödlichen Verletzungen.
Mähroboter sollten nicht in den Abendstunden, während der Nacht oder in der Morgendämmerung eingesetzt werden, sondern idealerweise zwischen 9 und 17 Uhr. Dadurch werden dämmerungs- und nachtaktive Tiere wie der Igel, aber beispielsweise auch Amphibien, geschützt. Idealerweise sollte auch tagsüber darauf geachtet werden, ob am Rand des Rasens, an Heckensäumen oder Strauchrändern Tiere ruhen.
In unseren Zeiten des Artenrückgangs ist der Schutz heimischer Wildtiere wichtig. Igel stehen unter besonderem Schutz und sind auf strukturreiche, naturnahe Gärten angewiesen. Wer seinen Mähroboter mit Bedacht einsetzt, leistet einen aktiven Beitrag zum Artenschutz. Fragen beantwortet die Untere Naturschutzbehörde telefonisch unter 07031 663-2330 oder per E-Mail an landwirtschaft-naturschutz@lrabb.de. Wer einen verletzten Igel findet, sollte sich an einen Tierarzt wenden. Infos, was man im Garten für diese geschützten Tiere tun kann, finden sich auch unter www.pro-igel.de.




