Das Krankenhaus von morgen wird immer sichtbarer
Landrat Roland Bernhard besichtigt die Flugfeldklinik-Baustelle mit Oberbürgermeistern, Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern

Das Flugfeldklinikum (FFK) ist die aktuell größte Baustelle des Landkreises Böblingen und eins der größten Krankenhausprojekte in Baden-Württemberg. Auf Einladung von Landrat Roland Bernhard machten sich zahlreiche Bürgermeisterinnen und Bürgermeister sowie Oberbürgermeister aus dem Landkreis Böblingen ein Bild von den Arbeiten auf der Baustelle des Flugfeldklinikums. Gemeinsam mit FFK-Projektgeschäftsführer Harald Schäfer ging es zwei Stunden lang durch verschiedene Bereiche des künftigen Krankenhauses und zum Abschluss auf den Hubschrauberlandeplatz.
„Vom Flugfeldklinikum profitieren die Menschen im gesamten Landkreis Böblingen bw. im Gebiet des Klinikverbund Südwest; ein Maximalversorger wie man ihn sich nur wünschen kann für eine Region“, betont Landrat Bernhard. „Gesundheitsversorgung ist ein zentraler Baustein der Daseinsvorsorge und als kommunaler Träger nehmen wir unsere Verantwortung wahr und bauen dieses hochmoderne Krankenhaus.“
Zahlreiche Oberbürgermeister und Bürgermeister folgten der Einladung und zeigten sich sehr interessiert. Stellvertretend für seine Kolleginnen und Kollegen äußert sich der Kreisverbandsvorsitzende des Gemeindetags und Bondorfer Bürgermeister Bernd Dürr: „Das Flugfeldklinikum ist für die Städte und Gemeinden sowie den Landkreis Böblingen eine große finanzielle Herausforderung, aber auch ein Glücksfall. Denn direkt an die Autobahn angebunden und damit schnell für alle erreichbar sichern wir eine qualitativ hohe und toppmoderne medizinische Versorgung. Und das rund um die Uhr, mit einer Vielzahl an spezialisierten Fachabteilungen, und mit dem Hubschrauberlandeplatz auch für schwerste Notfälle.“
Harald Schäfer hat dazu interessante Zahlen parat. Begonnen haben die Erdarbeiten für das FFK im Sommer 2020, ein Jahr später – im Sommer 2021 starteten dann die Bauarbeiten. Die Gebäudemaße sind eindrucksvoll mit einer Länge von 220 Metern und einer Breite von 140 Metern. Rd. 1.800 Fenster sind hier verbaut und an der höchsten Stelle ist das Gebäude ca. 26 Meter hoch, - „so hoch wie das Brandenburger Tor“, so Schäfer.
Am 14. Juli 2023 konnte man im Zeitplan das Richtfest feiern und am 4. Juli 2024 den benachbarten Hochpunkt, das Verwaltungsgebäude des Klinikverbund Südwest (KVSW), einweihen. Leider gab es dann im Herbst 2024 durch die Insolvenz eines der beteiligten Planungsbüros innerhalb der Arbeitsgemeinschaft für die Technische Gewerkeausführung einen Rückschlag. In der Folge hat sich der Fertigstellungstermin in das Jahr 2028 verschoben. „Im vierten Quartal 2028 wollen wir das Flugfeldklinikum in Betrieb nehmen“, so Bernhard. Rund 800 Millionen Euro kostet der Neubau. Im Flugfeldklinikum wird es 700 Betten auf 22 Stationen und 13 OP-Säle geben.
Aktuell sind ca. 300 Menschen auf der Baustelle beschäftigt. Von außen ist das Klinikum bereits gut zu erahnen – die Fassade ist nahezu fertig, die Dachbegrünungen und der Hubschrauberlandeplatz auch. Im Inneren ist an vielen Stellen der Estrich verlegt und der Innenausbau mit Trockenbau und Haustechnik (Sanitär, Lüftung, Heizung, Elektrik) schreitet voran. In den nächsten Wochen werden die ersten Lüftungsgeräte angeliefert und in den Hallen auf dem Dach positioniert. Auch in diesem Jahr werden Interessierte im Rahmen eines Tags der Offenen Baustelle wieder die Möglichkeit haben, das künftige Flugfeldklinikum zu besichtigen; der Termin wird im Herbst sein und wird noch bekanntgegeben.




