In 28 Jahren ist der Landkreis-Apfelsaft immer Dauerbrenner

Stv. Landrat Martin Wuttke: „Eine win-win-Situation, wie man sie sich besser nicht vorstellen kann“

Ein Produkt in der reichhaltigen Palette der regionalen Produkte von HEIMAT – Nichts schmeckt näher

Apfelsaft

Die Apfelernte 2025 war im Landkreis Böblingen in Qualität und Preis eine gute Ernte. Und so kommt er wieder in die Verkaufsregale – der neue Jahrgang des Landkreis-Apfelsaft. Im Rahmen eines Pressetermins wurde er vom stellvertretenden Landrat Martin Wuttke und Streuobstprinzessin Nadine Haderer verkostet. Einmal mehr lag die Betonung auf dem Mehrwert, den der Genuss des Safts mit sich bringt: „Der Saft schmeckt nicht nur lecker. Er ist ein Produkt von hier, ohne lange Transportwege, und schützt viele wertvolle Streuobstwiesen in unserem Landkreis“, hob Martin Wuttke hervor. „Eine win-win-Situation, wie man sie sich besser nicht vorstellen kann. Wer regionale Produkte genießt, betreibt aktiven Naturschutz.“

Denn der unmittelbare Zweck, der Schutz der Streuobstwiesen, ziehe immer anderes nach sich – in dem Fall den Erhalt der Artenvielfalt, denn in den Wiesen finden viele Tiere und Pflanzen ihren Lebensraum. Und wo Bienen, Schmetterlinge und viele andere Kleinsttiere sind, sind auch viele Vogelarten, die sich von ihnen ernähren.

28 Jahre hat der Landkreis-Apfelsaft mittlerweile auf dem Buckel. Und immer noch ist er ein Dauerbrenner und eine der tragenden Säulen der Regionalmarke „HEIMAT – Nichts schmeckt näher“, die längst auch viele andere Produkte beinhaltet. „Alle regional erzeugt und produziert und mit einem echten Mehrwert für unsere Kulturlandschaft“, so Wuttke.

1998 ging die Apfelsaftinitiative Landkreis Böblingen mit 110 Hektar Streuobstwiesenfläche und ca. 4.700 Bäumen, die man unter Vertrag nahm, an den Start. Das Ziel: Über ein sogenanntes Aufpreismodell Obstabgabe, Apfelsaft und den Schutz der Wiesen zu verknüpfen. Die Erzeuger erhalten für das Obst einen höheren Preis als marktüblich, den der Verbraucher über den Verkaufspreis mitfinanziert. Im Gegenzug verpflichten sie sich, ihre Streuobstwiesen nachhaltig und ökologisch zu pflegen und damit langfristig zu erhalten.

Aktuell sind es 123 Hektar Streuobstwiesenfläche - rd. 800 Grundstücke mit knapp 6.000 Bäumen -, die auf diese Art und Weise unter Schutz stehen. Von den rd. 290 Obstbauern, die aktuell beim Landkreis unter Vertrag sind und deren Obst für den Kreisapfelsaft gepresst wird, kamen insgesamt rd. 170 Tonnen Obst zusammen. Das ergibt rd. 130.000 Liter Kreisapfelsaft.

Ein wichtiger Baustein ist der Vertrieb. Seit 2025 hat die Heimat.Regionalvermarktung GmbH, eine Tochtergesellschaft des Landkreises Böblingen und der Femos, die Vermarktung der Produkte der Apfelsaftinitiative übernommen. Die Heimat.Regionalvermarktung GmbH arbeitet eng mit der heimischen Landwirtschaft, Erzeugern, der Fachberatung im Landratsamt Böblingen sowie weiteren regionalen Akteuren und dem Einzelhandel zusammen. Grundsätzlich sind die Produkte in den CAP-Märkten Herrenberg, Nufringen, Holzgerlingen und Malmsheim, sowie bei Marktkauf, Rewe, Edeka, in Weltläden (hier meist nur der Apfel-Mango-Saft aufgrund des Fairtrade-Mangoanteils) sowie in (gut sortierten) Getränkefachmärkten erhältlich. Es gibt den Kreisapfelsaft in klar oder naturtrüb sowie Saftvarianten (als Schorle, auch bio-naturtrüb, oder in den Mischungen Apfel-Mango, Birne-Holunder und Apfel-Zwetschge).

(Erstellt am 06. Februar 2026)

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