Grünes Licht für Pfaffensteigtunnel
Schnelle Verbindung für die Gäubahn und den Wirtschaftsstandort nach langem Kampf gesichert
Landrat Bernhard begrüßt Genehmigung für Tunnelbau
Der Landkreis Böblingen begrüßt die erfolgte Genehmigung für den Bau des Pfaffensteigtunnels durch das Eisenbahnbundesamt. Landrat Roland Bernhard bezeichnet die Entscheidung als entscheidenden Meilenstein und als Lohn für einen langen Kampf für die Interessen der Region. Mit dem Tunnel wird die direkte Anbindung der Gäubahn an den Flughafen und den neuen Stuttgarter Tiefbahnhof Realität.
„Die heutige Nachricht ist ein guter Tag für den Landkreis Böblingen, denn der Tunnel sichert langfristig eine schnelle und attraktive Verbindung für diese wichtige Magistrale im Südwesten“, erklärt Landrat Roland Bernhard. „Die Beharrlichkeit hat sich ausgezahlt. Noch im vergangenen Jahr musste um die wasserdichte Finanzierungszusage im Rahmen der schwierigen Haushaltsberatungen des Bundes gerungen werden. Immerhin geht es um Investitionen von fast zwei Milliarden Euro. Ich danke herzlich den Bundestagsabgeordneten, die sich erfolgreich für unsere Raumschaft eingesetzt haben.“
Besonders unterstreicht der Landrat, dass mit der nun genehmigten Planung auch der Fernverkehrshalt in Böblingen langfristig gesichert ist. Ursprüngliche Pläne sahen dessen Streichung vor. „Der Erhalt des IC-Halts in Böblingen war für uns niemals verhandelbar. Dagegen haben wir uns erfolgreich gewehrt, was bereits beim ‚Gäubahn-Gipfel‘ 2022 im Landratsamt Böblingen besiegelt wurde. Angesichts der überregionalen Bedeutung des Wirtschaftsraums Böblingen/Sindelfingen ist eine direkte Anbindung an den Fernverkehr schlichtweg unabdingbar. Mit dem Pfaffensteigtunnel und dem gesicherten Halt wird nun die beste Lösung für unseren Landkreis Realität.“
Ausdrückliches Lob richtet der Landrat an die Deutsche Bahn für die zügige Planung. Auch die beabsichtigte Bauweise mit modernen Tunnelvortriebsmaschinen, die einen schnellen Baufortschritt verspricht, wird positiv bewertet.
Bei aller Freude über den Meilenstein blickt der Landrat jedoch bereits auf die nächste Herausforderung: die unvermeidbare, bauzeitliche Kappung der Gäubahn in Stuttgart-Vaihingen. „Bei aller Freude über diesen Erfolg gilt weiterhin mein Grundsatz: Die Unterbrechung der Gäubahn so spät wie möglich, der Bau des Pfaffensteigtunnels so früh und rasch wie möglich“, so Bernhard. „Da sich die Inbetriebnahme von Stuttgart 21 verzögert, erwarte ich zwingend, dass auch die Kappung der Gäubahn entsprechend verschoben wird. Zudem soll darauf geachtet werden, dass die Unterbrechung auf maximal fünf Jahre begrenzt wird.“





