Bundesweiter Warntag am 10. September 2026
Landkreis Böblingen hat Rahmenvertrag zum Sirenennetz unterzeichnet
Landrat Roland Bernhard: „Der Aufbau eines kreisweiten Sirenennetzes ist ein Meilenstein für die Sicherheit der Bevölkerung im Landkreis Böblingen

Traditionell findet am zweiten Donnerstag im September, dieses Jahr also am 10. September, der Bundesweite Warntag als gemeinsamer Aktionstag von Bund, Ländern und Kommunen statt. An diesem Tag wird gegen 11 Uhr eine Warnung versendet; gegen 11.45 Uhr folgt die Entwarnung. Es handelt sich um eine Übung; deshalb bitte keine Meldungen an Behörden oder an die Integrierte Leitstelle weitergeben. Für Notrufe steht die 112 zur Verfügung.
Die Warnung erfolgt über Handy-Warn-Apps wie beispielsweise NINA, über Radio und Fernsehen, aber auch via „Cell Broadcast“. Das bedeutet, dass Handys die Warnungen automatisch über ihre Funkzelle erhalten, auch wenn keine Warn-App installiert ist. So können alle Handys erreicht werden.
Auch Sirenen kommt eine wichtige Bedeutung zu, um auch bei Mobilfunkausfall. z.B. infolge eines Stromausfalls, sicher warnen zu können. Im Landkreis Böblingen haben sich zahlreiche Städte und Gemeinden sowie der Landkreis zusammengetan, um gemeinsam ein Netz aufzubauen. Hierzu wurde jetzt der Rahmenvertrag vergeben, der die Grundlage für den Aufbau eines Sirenennetzes in den kommenden Jahren bietet. Der Zuschlag ging an das bayerische Unternehmen Hörmann Warnsysteme GmbH, die das überzeugendste Gesamtkonzept geliefert hatten und der wirtschaftlichste Bieter waren. „Der Aufbau eines kreisweiten Sirenennetzes ist ein Meilenstein für die Sicherheit der Bevölkerung im Landkreis Böblingen“, betont Landrat Roland Bernhard. „In Krisen- und Katastrophenfällen kommt der Warnung der Bevölkerung eine zentrale Rolle zu. Nur wer informiert ist, kann sich entsprechend verhalten.“
Insgesamt werden nun 262 Sirenenanlagen installiert; dabei richten 15 Kommunen Sirenen mit Sprachdurchsagen ein, in 7 weiteren Kommunen werden solche ohne Sprachdurchsagen errichtet. „Die Sirenen sind ein netzunabhängiges Warnmittel und damit eine sinnvolle Ergänzung der bisherigen Warnstruktur“, betont auch der stellvertretende Landrat Martin Wuttke, dem der Bereich des Katastrophen- und Bevölkerungsschutz zugeordnet ist. Die Umsetzung startet in den kommenden Monaten. Für die Kosten muss jede Kommune selbst aufkommen, was die eigenen Sirenenanlagen angeht, der Landkreis übernimmt die fachplanerische Begleitung und koordiniert die Maßnahme.
„Dank der kreisweiten Ausschreibung und den entsprechend hohen Stückzahlen haben wir ein Angebot erhalten, dass deutlich unter dem ursprünglich geschätzten Kostenrahmen liegt. Das ist angesichts der knappen öffentlichen Kassen äußerst erfreulich“, so Martin Wuttke. „Nun liegt es an Bund und Land, die Sirenenförderprogramme zu verstetigen und angemessen auszustatten, um die Finanzierung durch die Kommunen weiter zu sichern. Zuletzt waren die bereitgestellten Mittel viel zu schnell aufgebraucht. Wir brauchen einen angemesseneren Rahmen, wenn wir keinen Flickenteppich bei der Warninfrastruktur haben wollen. Ein Schadensereignis fragt nicht nach kommunalen Grenzen.“
Dennoch ist man im Landkreis Böblingen froh über die Unterzeichnung und Vergabe. „Wir sind froh, dass wir jetzt in die Umsetzung gehen können“, so der Landrat. „Das ist ein wichtiger Schritt für dieses gemeinsame Projekt des Landkreises mit den Kommunen. Allen, die mitmachen, gilt ein herzliches Dankeschön für die gute Zusammenarbeit bis hierher.“
Infos zum bundesweiten Warntag können auf der Webseite des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe abgerufen werden.



