Integration
"Integration bedeutet, wenn es keine Rolle mehr spielt, woher und warum du gekommen bist, sondern nur zählt, wer Du bist und was Du kannst." (Zitat von einem Geflüchteten aus dem Landkreis Böblingen)
Integrationsbeauftragte
Frau Monfort Montero ist Integrationsbeauftragte des Landkreises Böblingen und als Sachgebietsleiterin Integration im Amt für Migration und Flüchtlinge aktiv. Zu ihrem Aufgabengebiet gehören die Interkulturelle Öffnung und Prozessentwicklung des Amtes, wo sie Ansprechpartnerin für die Begleitung und Auswertung der Prozesse ist. Sie ist zuständig für die Bündelung von gelungenen Integrationsvorhaben und ihre Weiterleitung im Landkreis, sowie für die Netzwerkarbeit mit Ansprechpersonen verschiedener Integrationsbereiche und -schwerpunkte (Sprache, Bildung, Arbeitsmarkt etc.). Ihre Verantwortung umfasst ebenfalls die Identifikation von weiteren Handlungsfeldern, die Organisation und Umsetzung von Informationsforen und Fachveranstaltungen, die Erarbeitung von Fachpublikationen und die Entwicklung von Maßnahmen und Projektvorhaben. Das Team Integration ist für Sie da!
Weitere Informationen
- Arbeitsmarktzugang geflüchteter Menschen (PDF,298 KB)
- Beschäftigung von Geflüchteten - Regularien Schritt für Schritt (PDF,251 KB)
- Neues Modell zur Integration von Akademikern mit Flüchtlingshintergrund in Unternehmen (PDF,28 KB)
- Bewerberbörse mit akademischen Flüchtlingen (PDF,109 KB)
- Beispiel gelingender Integration (PDF,37 KB)
Projekte und Angebote
Antidiskriminierungsberatungsstelle
Antidiskriminierungsberatungsstelle für den Landkreis Böblingen eingerichtet
Die Beratungsstelle für von Diskriminierung Betroffene hat seine Arbeit aufgenommen. Die Stelle befindet sich im Röhrer Weg 8 in 71032 Böblingen und ist erreichbar unter 07031 / 714 90 10 oder beratung@lkbb-ads.de. Trägerverein für die Stelle ist der Verein „Landkreis Böblingen bleibt bunt e.V.“ www.lkbb-bb.de.
Mehr Informationen zur Antidiskriminierungsstelle gibt es auf der Homepage www.lkbb-ads.de.
Die Themen Diskriminierung, Rassismus, gruppenbezogene Ausgrenzung und Menschenfeindlichkeit haben nichts an aktueller Relevanz, Schärfe und Härte verloren. Im Gegenteil: Laut der Antidiskriminierungsbeauftragten des Bundes, Frau Ferda Ataman, sind die gemeldeten Zahlen von Diskriminierungs-fällen alarmierend. Dabei handelt es sich um überwiegend rassistische Diskriminierungen gefolgt von Diskriminierung gegenüber Menschen mit Handicap, Frauen, religiösen Einstellungen und Weltanschauungen.
Rassismus und menschenfeindliche Ausgrenzung sind kein temporäres Phänomen, sondern in unserer Gesellschaft (auch in staatlichen Institutionen) tief verwurzelt.
Der aktuelle Rassismus Bericht vom Januar 2023 der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, Frau Alabali-Radovan, untermauert die notwendige, „gesamtgesellschaftliche Kraftanstrengung“ gegen Rassismus anzugehen. Über 90% der Bevölkerung erkennt an, dass es Rassismus in Deutschland gibt, 61% vertreten die Meinung, dass Rassismus den Alltag prägt und mehr als 22% der Gesamtbevölkerung haben ihn selbst erfahren. Der „Jahresbericht 2022“ der Unabhängigen Bundesbeauftragten für Antidiskriminierung zeigt einen deutlichen Anstieg der Anfragen an die Antidiskriminierungsberatungsstellen mit dem angegeben Grund „ethnische Herkunft“ als am meisten genannten
Grund für Diskriminierung der Betroffenen. Die Einrichtung der landkreisansässigen Anlaufstelle für von Diskriminierung betroffene Personen ermöglicht den Aufbau von Monitoringstrukturen, um eine engmaschigere Datenlage zu erhalten und davon abgeleitet, präventive (auch akute) Interventionsmaßnahmen adressengenau anbieten zu können. Weiterhin kann durch die Beratungseinrichtung eine landkreisbezogene Datenlage über Anzahl von Diskriminierungsvorfällen sowie gruppenbezogener, individueller und / oder institutioneller Art erhoben werden.
Durch die Einbindung an die Landesantidiskriminierungsstelle Baden-Württemberg in Stuttgart sowie an den Antidiskriminierungsverband Deutschland werden nicht nur standardisierte und erprobte Beratungs- und Lösungswege abgefragt und erfasst, sondern professionell aufbereitet.
Die Förderung erfolgt durch das Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration Baden-Württemberg, den Landkreis Böblingen und Eigenmitteln des Vereins Landkreis Böblingen bleibt bunt e.V.
Weiterführende Studien, Analysen und Berichte unter:
- Antidiskriminierungsstelle - Startseite
- Antidiskriminierungsstelle des Landes Baden-Württemberg: Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration Baden-Württemberg
- Rassismus|Desintegration|Zahlen und Fakten| MEDIENDIENST INTEGRATION
- NaDiRa | Publikationen
- Rassismus in Deutschland
- #_MS-2023_Titel-Mitte.indb
- baustein-14-WEB.pdf
- Reaktionsmöglichkeiten bei Rassismus. Die Bedeutung von Kontextfaktoren für Handlungsstrategien bei rassistischer Diskriminierung
- OECD-Studie: Was ausländische Fachkräfte über Diskriminierung in Deutschland berichten
- Fachkräfteeinwanderung: Deutschland ist nicht das Paradies
- Antidiskriminierungsstelle verzeichnet so viele Anfragen wie nie
Good-Practice im Landkreis Böblingen
Broschüre stellt Beispiele gelingender Integration vor
Das Sachgebiet Integration des Amtes für Migration und Flüchtlinge gibt eine Broschüre mit 33 landkreisweiten Beispielen heraus, die unterstützende Ansätze bei der Integration von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte im Bildungs-, Gesellschafts- und Arbeitsmarktbereich beschreiben. Mit dem Titel „Good-Practice im Landkreis Böblingen – Beispiele für gelingende Integration von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte im sozialen und beruflichen Kontext“ (PDF,3,1 MB) soll die Broschüre insbesondere Integrationsakteuren, Engagierten und Interessierten als Inspiration und Vorlage dienen, um Integrationsprozesse weiterzuentwickeln und fortzuführen. Dabei stellen die Beispiele nicht den Anspruch einer vollständigen und ganzheitlichen Übersicht des Landkreises mit seinen Angeboten und Handlungssträngen dar, sondern bilden eine Auswahl von Good-Practice-Beispielen ab, die erprobt, sich bewährt haben oder einfach zu übertragen sind. Der Anspruch liegt darin zu erfahren, welche Konzepte und Herangehensweisen funktionieren können.
In 7 Themenfeldern werden Beispiele aus den Bereichen „Bildung und Kinder“, „Zwischen Schule und Beruf“, „Mentale Gesundheit“, „Gesellschaftliche Teilhabe“, „Lernen und Empowern“, „Begegnungen und Netzwerken“ und „Arbeitswelt“ vorgestellt. Dabei werden die Herangehensweise, Zusammenarbeit mit Netzwerkpartnern, der Mehrwert und Besonderheiten beschrieben, die zum Gelingen der Initiativen und Projekte führen können. Das langfristige Ziel soll sein, über die Ausprobierphase hinaus die Lösungsansätze in vorhandene Strukturen oder Netzwerke einmünden zu lassen, damit die gewonnenen Erfahrungen und Erkenntnisse eine Nachhaltigkeit entfalten können.
Integrationsfond - Förderung von integrativen Ideen
Übersicht über die geförderten Projekte
- Lernwerkstatt im Inseltreff (PDF,377 KB)
- Happy Integrations Kids (PDF,300 KB)
- Projekt Denkwerkstätte in Gäufelden (PDF,200 KB) (Zeitungsartikel) (PDF,548 KB)
- Zahra-Mädchen erzählen Geschichten (PDF,496 KB)
- In der Küche duftet es schwäbisch-orientalisch (PDF,263 KB)
- Freie Bühne Stuttgart - in einem boot (PDF,801 KB)
- Spielende Integration (PDF,581 KB)
- "Film Workshop" - Stadtjugendreferat Waldenbuch (DOCX,15 KB) (Video)
- Graffiti Workshop in Jettingen (PDF,627 KB)
- Abschlussbericht MOs Sindelfingen (PDF,200 KB)
- Unser deutsches System kennenlernen (PDF,862 KB)
- "Splitted Home/Riven" - ein Jugendfilmprojekt (PDF,722 KB)
- "Gemeinsam stark" - Verein "Wir sind da!" Gärtringen (PDF,1,4 MB)
- "Komm mit durch den Jobdschungel" - Gemeinde Weissach (PDF,548 KB)
- Interkulturelle Tanzgruppe "1,2, Step" - Gemeinde Jettingen (PDF,220 KB)
- Ausstellungen Migranten = Talente (PDF,600 KB)
- "Meine neue Heimat Böblingen" - Sozialdienst muslimischer Frauen (PDF,320 KB)
- Raum für taten und Talente - Stadt Böblingen (PDF,256 KB)
- Holzgerlinger Sportevent (PDF,384 KB)
- „Antidiskriminierung und Diversität" - Stadt Leonberg und Internationaler Rat (PDF,713 KB)
- „Giuseppinas Geschichte, Ehefrau, Mutter, Gastarbeiterin: Auf der Suche nach Anerkennung“ - Verein Migration & Integration in der Bundesrepublik Deutschland e.V. (PDF,496 KB)
- "Power2u - Jugendliche stärken und Begegnung schaffen" - FödeM Bildungsinitiative (PDF,628 KB)
Landkreis Böblingen bleibt bunt
Sprachbrücke Hoffnungsträger
Sprachmittlung für den Landkreis Böblingen
Wie freuen uns sehr, Ihnen mitteilen zu können, dass die Koordinationsstelle für Sprachmittler-Aufträge (ehemals Sprachvermittlerpool) ab dem 1. Juli 2024 wieder Anfragen bearbeitet.Das Projekt startet mit dem neuen Namen HOFFNUNGSTRÄGER SPRACHBRÜCKE und wird für 3 Jahre von der Europäischen Union finanziell gefördert. Aufträge können über das Online-Formular, unter folgendem Link, an Hoffnungsträger geschickt werden: hoffnungstraeger.de/sprachbruecke
Bei Rückfragen oder Bedarf einer telefonischen Beratung können Sie das KONTAKTFORMULAR nutzen, welches Sie ebenfalls unter dem genannten Link finden. Der Stundensatz der Sprachmittler beträgt weiterhin 28,00 € zzgl. anfallender Fahrkosten mit dem PKW von 0,35 € pro km oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln (laut Kostennachweis).
Die ausführlichen Geschäftsbedingungen finden Sie ebenfalls auf der Seite des Online-Formulars.
Welcome Center
Mind-Spring
Abgeschlossene Projekte
MiQnet - Migranten in Unternehmen - Qualifizierungsnetzwerk
Das Projekt „MiQnet- Migrant*innen in Unternehmen / Qualifizierungsnetzwerk“ wurde vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2022 durch das IQ-Förderprogramm des Bundes „Integration durch Qualifizierung“ gefördert. Angesiedelt im Sachgebiet Integration, wurde ein landkreisweites und branchenübergreifendes Unternehmernetzwerk von kleinen und mittelständischen Unternehmen aufgebaut. Eingebunden waren ebenfalls die lokalen Arbeitsmarkakteure und Kooperationspartner, um nachhaltige Strukturen zu entwickeln. Insgesamt wurden bis Projektende 111 kleine und mittlere Unternehmen aus verschiedenen Branchen im Landkreis für das Netzwerk akquiriert. Vorrangiges Ziel war es, durch Qualifizierungsangebote zur interkulturellen Sensibilisierung und Kompetenzentwicklung, bedarfsgerechte Ansätze für Unternehmen vorzuhalten und mit der Vorstellung von innerbetrieblichen Good-Practice-Beispielen Migrant*innen für berufliche Weiterqualifizierungen zu gewinnen. Durch die branchenübergreifende Vernetzung und Bündelung der landkreisweiten Unternehmen wurden relevante Themen diagnostiziert und aufbereitet. Mit den Arbeitsmarktakteuren und IQ-Stellen sowie Projekten (z.B. klever-iq, Anerkennungsberatungsstellen etc.) konnten Themen wie Fachkräfterekrutierung, die nachhaltige Bindung von Fachkräften, das Fachkräfteeinwanderungsgesetz, Qualifizierungsmaßnahmen, rechtliche Fragen (Aufenthaltstitel, Arbeitserlaubnisse etc.) durch die Ausländerbehörden sowie Sprachförderangebote der Clearingstelle Sprachförderung des Landratsamtes bearbeitet werden.
Evaluation
Das Format Chancenforum 2023 war für alle Beteiligten ein Erfolg und sollte wiederholt werden. So lauten unisono mehrheitlich die Rückmeldungen von Teilnehmenden, Ausstellenden, Unternehmen und Veranstaltenden.
Konzept Praxisprogramm für landkreisansässige Unternehmen
In Kooperation mit der Fachstelle Interkulturelle Kompetenz des Sachgebietes Integration wurden innerbetriebliche Bausteine zur Vermittlung „Interkultureller Schulungsbausteine für soziale Einrichtungen“ angeboten und durchgeführt.
Podcasts
- Alle Podcasts zum Thema finden Sie bei Spotify
Unternehmerpreis
Wertevermittlung
Das Amt für Migration und Flüchtlinge hat von Juli 2016 bis Februar 2017 ein Konzept zur Wertevermittlung für Flüchtlinge angeboten. In den Gemeinschaftsunterkünften wurden in Kleingruppen, begleitet von der Sozialbetreuung vor Ort, zielgruppenabgestimmte Einheiten angeboten. Mit der Expertise von Kooperationspartnern aus der Region Stuttgart und Böblingen wurden niedrigschwellige Schulungsangebote vorgestellt und durchgeführt. Dabei wurden die Themen "Diversität in der deutschen Gesellschaft", "Rollenverständnis Frau und Mann", "Prävention vor Radikalisierung" und "Kinder und Bildung" behandelt. Nun hat das Sachgebiet Integration eine Handreichung herausgegeben, welche die methodischen Inhalte bündelt und die Handlungsansätze beschreibt. Diese soll als Leitfaden dienen, um Anleitern zu ermöglichen eine Wertevermittlung zu realisieren. Die Handreichung beinhaltet u.a. Handlungsempfehlungen, Anleitungen und Ergebnissicherungsmethoden.
Berufliches Empowerment für geflüchtete Frauen
Alena Babeyeva und Hanna Hiltner sind die Projektkoordinatorinnen für das IQ geförderte Projekt „Berufliches Empowerment für geflüchtete Frauen“. Dabei entwickeln sie in Einzelcoachings mit geflüchteten Frauen ohne formalen Bildungsabschluss berufliche Perspektiven und Handlungswege, um auf Perspektiven hinzuarbeiten. In niedrigschwelligen Gruppentreffen können sich die Frauen gegenseitig unterstützen, Erfahrungen v.a. hinsichtlich beruflicher Tätigkeit vernetzen und so voneinander lernen. Die Frauen sollen in Kooperation mit Arbeitsmarktpartnern die Vielfalt von beruflichen und qualifizierenden Angeboten kennenlernen. In der Broschüre „Geflüchtete Frauen – Potenziale erkennen“ (PDF,5,6 MB) sind die Projekterfahrungen und –erkenntnisse zusammengefasst
Weitere Informationen/Further information:
- Flyer zum beruflichen Empowerment für geflüchteter Frauen/Flyer on professional empowerment for refugee women (PDF,466 KB)
- Praxishilfe - Berufseinstieg geflüchteter Frauen/Practical assistance - Career entry for refugee women (PDF,5,3 MB)
- BAMF-Studie: Geflüchtete Frauen in Deutschland - Bildung, Sprache Arbeitsmarkt (deutsch)/BAMF study: Refugee women in Germany - Language, education and employment (German) (PDF,666 KB)
- BAMF-Studie: Geflüchtete Frauen in Deutschland - Bildung, Sprache, Arbeitsmarkt (englisch)/BAMF study: Refugee women in Germany - Language, education and employment (English) (PDF,569 KB)
Pilotberufssprachkurs Frühpädagogische Berufe in Böblingen
Zukünftige Fachkräfte für Kitas und Schulen
Erstmalig absolvieren 19 Teilnehmer*innen den Frühpädagogischen Berufssprachkurs bei der Deutschen Angestellten Akademie (DAA) in Böblingen. Der vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) finanzierte Kurs vermittelt sprachliche Kompetenzen, die für die Arbeit in einer Kita oder als Betreuungsfachkraft im schulischen Kontext notwendig sind. Das Ziel des Pilotsprachkurses ist es, mit dem Sprachniveau B2 abzuschließen und im frühpädagogischen Berufsfeld einzumünden.
Weiterführende Informationen sind unter C.Monfort-Montero@lrabb.de zu erhalten.

