„Portal für nachhaltige Kommunen“ geht an den Start
Landkreis Böblingen wirkt als Modellkommune an Weiterentwicklung der deutschlandweiten Plattform mit
Mit dem neuen „Portal für nachhaltige Kommunen“ steht Städten, Gemeinden und Landkreisen ab sofort eine zentrale digitale Plattform zur Verfügung, um nachhaltige Entwicklung gezielt zu planen, zu steuern und messbar umzusetzen. Es bündelt Daten, Werkzeuge und Handlungshilfen und unterstützt Kommunen dabei, ihre Nachhaltigkeitsziele strategisch zu verankern. Ziel ist, Kommunen bei der wirksamen Gestaltung einer zukunftsfähigen Entwicklung zu stärken und nachhaltiges Handeln einfacher, effizienter sowie transparenter zu machen.
Als eine von 25 Modellkommunen hat der Landkreis Böblingen an der Erstellung der Plattform mitgewirkt. Seit 2020 gibt es in der Landkreisverwaltung ein zentrales Nachhaltigkeitsmanagement. „Als bedeutender Wirtschaftsstandort nehmen wir das Thema Nachhaltigkeit sehr ernst“, betont Landrat Roland Bernhard. „Wir haben 2023 unsere Nachhaltigkeitsstrategie verabschiedet und uns damit selbst Leitplanken gegeben für einen verantwortungsvollen Umgang mit den Ressourcen und vorbildhaftem Verhalten im Sinne der SDGs.“
Kommunen spielen eine zentrale Rolle bei der Umsetzung der 17 globalen Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals, SDGs) der Agenda 2030 der Vereinten Nationen. Ob Klimaschutz und Energie, Mobilitätskonzepte, Wohnen, Bildung oder Infrastruktur, nachhaltige Entwicklung entscheidet sich vor Ort. Um die Kommunen bei den vielfältigen und herausfordernden Aufgaben zu unterstützen, gab es schon bisher ein SDG-Portal, das hauptsächlich Daten zu den Nachhaltigkeits-zielen abbildete. Das weiterentwickelte „Portal für nachhaltige Kommunen“ der Bertelsmann Stiftung und vielen weiteren Partnern wie dem Deutschen Institut für Urbanistik bietet nun mehr Möglichkeiten.
Es stellt standardisierte Kommunalprofile mit Nachhaltigkeitsindikatoren für alle Kommunen mit mindestens 5.000 Einwohner zur Verfügung. Darüber hinaus können individuelle Profile mit eigenen Zielen, Indikatoren und Maßnahmen angelegt werden. Es gibt einen umfangreichen Wissensbereich, Anwendungstipps und Praxisbeispiele, und Kommunen können sich untereinander vernetzen, um voneinander zu lernen. Das Portal ist für alle Städte, Gemeinden und Landkreise kostenfrei, unabhängig von ihrer Größe, dem Stand ihres Nachhaltigkeitsmanagements oder ihren Ressourcen. Auch das individualisierte Profil des Landkreises Böblingen kann dort aufgerufen werden; es wird immer weiter ausgebaut und aktualisiert und demnächst in den Webauftritt der Landkreisverwaltung eingebettet.
Mehr Infos zum Portal unter www.nachhaltigekommunen.de
Das Portal wird getragen von den 12 Mitgliedern der Arbeitsgruppe „Nachhaltige Kommunen“: Bertelsmann Stiftung, Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung, Deutscher Landkreistag, Deutscher Städtetag, Deutscher Städte- und Gemeindebund, Deutsches Institut für Urbanistik, Engagement Global mit ihrer Servicestelle Kommunen in der Einen Welt, ICLEI European Secretariat, Kommunale Gemeinschaftsstelle für Verwaltungsmanagement, Landesarbeitsgemeinschaft Agenda 21 NRW, Rat der Gemeinden und Regionen Europas/ Deutsche Sektion, Rat für Nachhaltige Entwicklung.
An der Entwicklung und Erprobung der Plattform waren 25 Kommunen beteiligt: die Städte Arnsberg, Augsburg, Detmold, Dortmund, Freiburg, Fürth, Lemgo, Hamburg, Gießen, Greifswald, Hamm, Kiel, Köln, Luckenwalde, Mannheim, Oldenburg, Pattensen und Stuttgart sowie die Landkreise Alb-Donau-Kreis, Anhalt-Bitterfeld, Böblingen, Lahn-Dill-Kreis, Heinsberg, Mettmann und Wolfenbüttel.




