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Veterinärdienst

Aktuelles

Stallpflicht für Geflügel im Landkreis Böblingen

Bisher sind keine Fälle von „Vogelgrippe“ im Landkreis Böblingen bekannt. Es sind auch keine Fälle bekannt, bei denen das Virus H5N8 auf den Menschen übertragen beziehungsweise eine Erkrankung ausgelöst wurde.
Das Virus ist für Vögel hochansteckend. Deshalb gilt seit dem 20.11.2016 für alle Geflügelbestände im Landkreis Böblingen, wie auch im gesamten Land Baden-Württemberg, eine kreisweite „Aufstallungspflicht“, sowohl für privat als auch für gewerblich gehaltenes Geflügel. Zudem müssen vorgeschriebene Hygienemaßnahmen zum Schutz der jeweiligen Tierbestände strikt eingehalten werden. Die entsprechende Allgemeinverfügung wurde in den Tageszeitungen und auf der Homepage des Landratsamtes öffentlich bekanntgegeben.

Hier gehts zur Allgemeinverfügung (31,2 KiB) zur Aufstallung von Geflügel und Einhaltung von Biosicherheitsmaßnahmen.

Demnach müssen alle in Gefangenschaft gehaltenen Geflügelarten (Hühner, Truthühner, Perlhühner, Rebhühner, Fasane, Laufvögel, Wachteln, Enten und Gänse) aufgestallt werden. Außenvolieren müssen aus einer überstehenden, nach oben und gegen Einträge gesicherten dichten Abdeckung bestehen. Auch zur Seite hin müssen die Stallungen so gesichert werden, dass Vögel in der freien Natur nicht in das Gehege eindringen können, z.B. mittels „Hasendrahtgitter“. So soll verhindert werden, dass die Tiere mit dem hochgradig krankheitserregenden H5N8-Virus infiziert werden. Des Weiteren gelten für alle Haltungen bestimmte präventive Sicherheitsmaßnahmen. Dazu gehört beispielsweise, dass die Eingänge zu den Geflügelhaltungen mit geeigneten Einrichtungen zur Schuhdesinfektion zu versehen sind und dass beim Betreten Schutzkleidung angelegt wird. Zudem gelten weitere Hygienevorschriften, etwa für die eingesetzten Arbeitsgeräte.
 
Darüber hinaus sind Geflügelbörsen und Märkte sowie Veranstaltungen anderer Art, bei denen Geflügel oder gehaltene Vögel anderer Arten als Geflügel verkauft oder zur Schau gestellt werden im Landkreis verboten.
Ausgenommen von diesem Verbot sind lokale Geflügel- oder Vogelausstellungen durch ortsansässige Kleintierzuchtorganisationen in geschlossenen Räumen innerhalb ihres Gemeindegebietes.

Übertragbarkeit auf Hunde und Katzen derzeit nicht bekannt

Erkrankungen von Hunden sind bislang nicht beschrieben. Ein Kontakt mit toten Wasservögeln sollte aber vorsorglich vermieden werden.

Maßnahmen beim Auffinden von toten Vögeln

Sollten Sie tote Vögel auffinden dürfen diese auf keinen Fall mit der bloßen Hand berührt werden. Bei Wassergeflügel, Greifvögel und Krähenvögel benachrichtigen Sie bitte zu den üblichen Geschäftszeiten das Landratsamt Böblingen – Veterinärdienst und Lebensmittelüberwachung
(Telefon: 07031 / 663 1468) und außerhalb der Geschäftszeiten die integrierte Leitstelle (07031 / 416900). Andere tote Vögel sind mittels Handschuh oder Plastiktüte über den Restmüll zu entsorgen.

Weitere Informationen zur Vogelgrippe stellt das Friedrich-Loeffler-Institut, Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit zur Verfügung:

Hauptaufgaben

  • Registrierung von Tierhaltungen
  • Überwachung von Tierhaltungen in tierseuchenrechtlicher Hinsicht (z.B. Kontrolle der Kennzeichnung von Rindern, Kontrolle von schweinehaltenden Betrieben)
  • Koordination und Überwachung von speziellen Programmen im Rahmen der vorbeugenden Tierseuchenbekämpfung
  • Überwachung des Tierverkehr und des Tierhandels sowie von Kleintierveranstaltungen
  • Spezielle Bekämpfungsmaßnahmen bei akuter Seuchengefahr
  • Ausstellung von amtstierärztlichen Zeugnissen für Tiere im Reiseverkehr 
  • Überwachung der Beseitigung von Tierkörpern und Schlachtabfällen

Tierseuchenbekämpfung

Die Tierseuchenbekämpfung zielt darauf ab, das Auftreten und die Verbreitung von Tierseuchen, gegen die sich der einzelne Tierhalter nicht ausreichend schützen kann oder die ihn in seiner Existenz bedrohen, zu verhindern. Außerdem dient sie dem Schutz vor Krankheiten, die vom Tier auf den Menschen übertragen werden können.

Informationen und Formulare

Tiere im Reiseverkehr

In einigen Ländern wird bei der Einreise von Haustieren ein amtstierärztliches Gesundheitszeugnis benötigt. Dieses wird vom Amtstierarzt im Amt für Veterinärdienst und Lebensmittelüberwachung nach vorheriger Terminabsprache (Telefon: 07031 / 6631468) ausgestellt. Bevor Sie zur Ausstellung des Gesundheitszeugnisses in das Amt kommen beachten Sie bitte folgende Punkte:

  • Sind im Impfpass des Tieres alle erforderlichen Impfungen eingetragen worden und entsprechen die Impftermine den Einreisebestimmungen?
  • Falls Impfungen fehlen, wenden Sie sich bitte an einen praktischen Tierarzt.
  • Bringen Sie zum Untersuchungstermin Ihren Hund bzw. Ihre Katze sowie den Impfausweis und eventuelle andere länderabhängige Bescheinigungen mit.

Einreisebestimmungen für Hunde und Katzen

Tierschutz

Im Bereich Tierschutz ist das Amt für Veterinärwesen und Verbraucherschutz u.a. zuständig für:

  • Erlaubniserteilung für:
    • Betrieb eines Tierheimes
    • Gewerbsmäßiges Züchten und Halten von Wirbeltieren
    • Gewerbsmäßiger Handel mit Wirbeltieren
    • Gewerbsmäßiger Reit- oder Fahrbetriebe
    • Gewerbsmäßige Zurschaustellung von Tieren
    • Gewerbsmäßige Bekämpfung von Wirbeltieren als Schädlinge
    • Einrichtung eines Zoologischen Gartens bzw. Streichelzoos
    • Ausbildung von Hunden für Schutzzwecke für Dritte
    • Durchführung von Tierbörsen
    • Gewerbliche Tiertransporte
    • Schlachten von Tieren
  • Überwachung dieser erlaubnispflichtigen Betriebe
  • Überwachung der landwirtschaftlichen Tierhaltungen
  • Tierschutz beim Tiertransport
  • Erteilung von Sachkundebescheinigungen beim Tiertransport
  • Tierschutz beim Schlachten
  • Stellungnahmen bei Stallbaugesuchen
  • Beratung bei Fragen zu tierschutzgerechter Tierhaltung

Informationen und Formulare