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Umwelthygiene und Trinkwasser

Mitarbeiter des Gesundheitsamts führen in Krankenhäusern und Gemeinschaftseinrichtungen Kontrollen durch und beraten, wie die Ausbreitung von Krankheitserregern vermieden werden kann. (Persönliche Hygiene, bauliche Voraussetzungen, Vorbeugung und gezielte Bekämpfung von Schimmelpilzen). Die Umwelthygiene befasst sich mit den Schadstoffbelastungen in Wasser, Boden und Luft (z.B. Nitrat im Trinkwasser, Altlasten in Deponien und PCB-Belastungen in Innenräumen). Wir beraten über Messstrategien, die Bewertung der Ergebnisse und geben Hinweise zu Sanierungsmöglichkeiten und -notwendigkeiten auf Anfragen oder im Auftrag von Behörden. Messungen werden jedoch nicht vorgenommen.

Wasserkontrolle

Trinkwasser

Trinkwasser ist das wichtigste und bestuntersuchte Lebensmittel. Die Anforderungen an das Trinkwasser sind außerordentlich hoch. Dadurch wird garantiert, dass die Bevölkerung vor möglichen Verunreinigungen durch Krankheitserreger oder chemische Substanzen geschützt wird. Das Gesundheitsamt kontrolliert regelmäßig die öffentlichen und privaten Trinkwasserversorgungen im Landkreis nach der Trinkwasserverordnung (TrinkwV 2001). In den Kreisgemeinden wird teilweise ausschließlich Eigenwasser genutzt. In anderen Kreisgemeinden wird Bodenseewasser oder Mischwasser aus beiden eingespeist.

http://www.dvgw.de/wasser/trinkwasser-installation/twin/ Informationen des DVGW (Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches e.V.)

Trinkwasserverordnung

Hier finden Sie die:
Trinkwasserverordnung
Anzeige für eine Trinkwasserinstallation (260,1 KiB), soweit daraus Wasser für die Öffentlichkeit bereitgestellt wird. § 13 (2) Nr. 5
Anzeige für die Nutzung einer Anlage für Wasser ohne Trinkwasserqualität (291,8 KiB) (Brauchwasser, Regenwasser). § 13 (4)
Anzeige einer mobilen Trinkwasserversorgunsanlage. § 13 (2) Nr. 4 (201,2 KiB)
Anzeige einer zeitweisen Wasserverteilung. § 13 (2) Nr. 6 (182 KiB)
Anzeige einer Grenzwertüberschreitung gemäß § 16 (1) (9 KiB)
Empfehlungen für ergänzende Angaben in Maßnahmeplänen nach § 16 (5) (546,3 KiB)

Aufbereitung und Chlorung

Wenn Trinkwasser  nicht die Grenzwerte der Trinkwasserverordnung einhält, muss es aufbereitet werden, d.h. organische und chemische Verunreinigungen müssen entfernt und das Wasser muss desinfiziert  werden. Zur Vermeidung von bakteriellen Verunreinigungen (Transportsicherheit) wird im öffentlichen Leitungsnetz meist gechlort. In den privaten Trinkwasserversorgungen kommen häufig UV-Entkeimungsanlagen zum Einsatz. Die neue Trinkwasserverordnung des Jahres 2001 hält in manchen dieser Fälle zusätzliche Aufbereitungsmaßnahmen für erforderlich.

Wasserverbesserung

Angeblich erhöhte Schadstoffwerte veranlassen viele Verbraucher einen Wasserfilter zu kaufen. Tatsache ist, dass diese weder notwendig noch sinnvoll sind. Die Gefahr der Verunreinigung mit Bakterien und der Abgabe chemischer Substanzen aus den Filtermaterialien ist groß. Auch kann es je nach Filterart zu einer Entfernung wichtiger Mineralien wie zum Beispiel Magnesium kommen.

Relativ neu auf dem Markt sind die Sodawasserbereiter, die mit Hilfe einer Kohlensäurepatrone aus Leitungswasser Sprudel herstellen. Grundsätzlich ist gegen diese Art der Wasserzubereitung nichts einzuwenden. Auf kühle Lagerung und regelmäßige Reinigung muss aber geachtet werden.

Im Haushalt kann es ratsam sein, die ersten Liter Wasser, welche am Morgen aus der Leitung kommen, nicht für die Nahrungszubereitung zu verwenden. Hier handelt es sich um sogenanntes Stagnationswasser welches über Nacht chemische Substanzen aus der Hausleitung lösen konnte. Auch die Gefahr einer möglichen Verkeimung ist hier größer als bei Wasser, das direkt aus dem Ortsnetz kommt. Sollten noch Fragen zum Trinkwasser in Ihrem Wohnort bestehen, so wenden Sie sich bitte an das örtliche Wasserversorgungsunternehmen!

Legionellen

Legionellen sind Bakterien, die zwei verschiedene Krankheitsbilder hervorrufen können:

  1. Die sogenannte Legionärskrankheit, die vor allem als schwere Lungenentzündung verläuft.
  2. Das sogenannte Pontiac-Fieber, das ähnlich wie eine Grippeerkrankung mit Fieber und Kopf- und Gliederschmerzen verläuft.

Im Trinkwasser, das als solches benutzt wird, sind die Legionellen keine Gefahr für den Menschen. Erst durch Einatmen der Erreger mit feinem Wassernebel (Aerosol), wie er beispielsweise beim Duschen, in der Nähe von Luftbefeuchtern, Springbrunnen, Whirlpools oder beim Zahnarzt entsteht, kann es zu einer Erkrankung kommen. An Legionellose erkranken vor allem Menschen mit chronischen Erkrankungen und allgemeiner Abwehrschwäche. Risikofaktoren sind außerdem höheres Alter, Rauchen und Alkoholmissbrauch.

Legionellenbefall in Hausinstallatonen (33,2 KiB)

Sind Hausinstallationen von z.B. Altenpflegeheimen oder Krankenhäusern, Kindergärten oder Hotels usw. mit Legionellen kontaminiert, ist es unbedingt notwendig, dass die Legionellen bekämpft werden. Eine erste Maßnahme kann eine thermische Desinfektion des Systems sein. Diese Sofortmaßnahme muss unbedingt durch weitergehende verfahrenstechnische und/oder bautechnische Sanierungsmaßnahmen ergänzt werden. Das Gesundheitsamt hat hierzu ein Merkblatt (33,2 KiB) erstellt und steht bei weitergehenden Fragen gerne zur Verfügung.

Weitere Informationen zu Legionellen

Bäder

Im Landkreis Böblingen laden verschiedene Frei- und Hallenbäder zum Baden ein. Alle werden regelmäßig vom Gesundheitsamt auf ihre Wasserqualität hin untersucht.

Betriebs- und Dachablaufwasser

Immer häufiger wird Regenwasser als natürliche Ressource in Haushalten genutzt. Hierzu werden oft Regenwassernutzungsanlagen (Betriebs- und Dachablaufwassernutzungsanlagen) verwendet, die zusätzlich zu den Trinkwasserleitungen im Haushalt installiert werden. Alle Eigentümer und Betreiber von Betriebs- und Dachablaufwassernutzungsanlagen sind gesetzlich verpflichtet, diese dem Gesundheitsamt anzuzeigen. Dies soll unter Nutzung des entsprechenden Formblattes (289,8 KiB) geschehen. Alle bestehenden und neuen Anlagen, die zusätzlich im Haushalt installiert wurden oder noch werden, sind anzuzeigen. Weiterhin alle Wiederinbetriebnahmen und Stilllegungen. Ziel der Überwachung ist, dass die Anlagen darauf geprüft werden sollen, ob sie strikt von der Trinkwasserinstallation getrennt sind und eine Verunreinigung des Trinkwassers durch das Brauchwasser nicht stattfinden kann. Hierzu können unter Umständen auch Wasseruntersuchungen notwendig sein. Die häufig verwendeten einfachen Regentonnen zur Gartenbewässerung sind von dieser Regelung nicht betroffen.

Öffentliche Trinkwasserversorgungen

Im Landkreis Böblingen gibt es folgende öffentliche Trinkwasserversorgungen

Aidlingen
0 70 34 / 63 80 5  
Altdorf
0 70 31 / 74 74 0  
Böblingen
0 70 31 / 72 63 14  www.stadtwerke-
boeblingen.de

www.asg-gruppe.de
Bondorf
0 74 57 / 93 93 16  www.zv-gaeuwasser.de
Deckenpfronn
0 70 56 / 92 79 0  
Ehningen
0 70 34 / 12 11 18
oder 19
 
Gärtringen
0 70 34 / 92 3 0  
Gäufelden
0 70 32 / 78 02 32  
Grafenau
0 70 33 / 30 50 83 7  
Herrenberg
0 70 32 / 94 81 0  
Hildrizhausen
0 70 34 / 93 87 0  
Holzgerlingen
0 70 31 / 68 08 47
oder 74 24 00
www.asg-gruppe.de
Jettingen
0 74 52 / 74 4 0  
Leonberg
0 71 52 / 99 0 36 20  
Magstadt
0 71 59 / 94 58 65  www.zvbwv.de
Mötzingen
0 74 52 / 88 81 14  www.zv-gaeuwasser.de
Nufringen
0 70 32 / 96 80 32  
Renningen
0 71 59 / 92 40  
Rutesheim
0 71 52 / 50 02 0  
Schönaich
0 70 31 / 74 24 00 www.asg-gruppe.de
Sindelfingen
0 70 31 / 61 16 0  
Steinenbronn
0 71 57 / 12 91 0  
Waldenbuch
0 71 57 / 12 93 60  www.asg-gruppe.de
Weil der Stadt
0 70 33 / 52 11 www.zvbwv.de
Weil im Schönbuch
0 71 57 / 12 90 0 www.asg-gruppe.de
Weissach
0 70 44 / 93 63 0 www.weissach-flacht.de

Private Trinkwasserversorgungen

Ungefähr 90 private Trinkwasserversorgungen werden vom Gesundheitsamt betreut. Darunter sind auch mehrere Gaststätten, die eine private Trinkwasserversorgung haben.