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Heißausbildung

Mobile Übungseinrichtung zur Brandbekämpfung

Um auf den Ernstfall vorbereitet zu sein, muss man realitätsnah üben. Leider gestaltet es sich schwierig, Übungen mit echtem Feuer durchzuführen, um die Flammen gezielt bekämpfen zu können. Um diesem Missstand entgegen wirken zu können, hat der Landkreis Böblingen für seine  Feuerwehren jedes Jahr die Möglichkeit geschaffen, in sogenannten mobilen Übungsanlagen zur Brandbekämpfung (MÜB) eine Heißausbildung absolvieren zu können.

Bei der MÜB handelt es sich um einen umgebauten, gasbefeuerten LKW-Auflieger, der mit modernster Technik Feuer, Rauch, Stichflammen und Flash Over-Situationen simulieren kann und dessen Ziel es ist, auf engstem Raum verschiedene Brandbekämpfungstaktiken erlernen, trainieren und anwenden zu können.

So liegen die Schwerpunkte hierbei unter anderem bei dem richtigen Verhalten bei einem Flash-Over (Rauchgasdurchzündung) oder dem Ablöschen verschiedener Brandstellen, aber auch das Abkühlen von Rauchgasen und die Rückwegssicherung sind elementare Heißausbildungsinhalte.

Bei dieser Heißausbildung kann nahezu einsatzidentisch geübt werden. Hier ist es möglich ein  realistisches Gefühl der Enge, der Dunkelheit, der Hitze von bis zu 450 Grad im Inneren und einer Geräuschkulisse, wie man sie nur bei einem Echteinsatz erlebt, zu erzeugen. Insbesondere der bereits erwähnte Flash-Over stellt eine der gefährlichsten Situationen dar, in die ein Trupp geraten kann. In  Sekundenbruchteilen muss dann reagiert werden, damit sich die Feuerwehrleute selbst vor der Flammenwand schützen können. Im Innenangriff ist es für die Einsatzkräfte überlebenswichtig, das Strahlrohr sicher zu führen, die Durchflussmenge und das Sprühbild korrekt einstellen zu können und Techniken zur Brandbekämpfung und zum Eigenschutz verinnerlicht zu haben. Nur so können Durchzündungen verhindert und Wasserschäden begrenzt werden. Um dies auch im Einsatzstress zu gewährleisten, wird dies immer wieder, und gerade auch im Brandcontainer, geübt.

Mit diesem Trainingsangebot, das vereinbarungsgemäß mindestens alle 3 Jahre von jedem Atemschutzgeräteträger abgeleistet werden muss, bietet der Landkreis als verantwortliche Koordinierungsstelle für die Feuerwehrkreisausbildung einen konkreten Beitrag zur Optimierung der Ausbildung der Freiwilligen Feuerwehren und deren Sicherheit.

Die Ausbilder hierfür stellt der Landkreis Böblingen.