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Gesundheitskonferenz im Landkreis Böblingen

Gesundheit ist ein zentrales Anliegen aller Menschen und ein wichtiges, unübertragbares persönliches Gut. Für die Gesamtentwicklung des Gemeinwesens sind Gesundheit und die Lebensbedingungen vor Ort ebenfalls wichtige Faktoren.
 
Der Wandel des Krankheitsspektrums, die veränderte demografische Altersstruktur und die dadurch resultierenden gesundheitlichen Belastungen erfordern neue Strategien der Bewältigung. Mit einer "Kommunalen Gesundheitsstrategie"  verfolgt das Landratsamt das Ziel, die Gesundheit der Einwohnerinnen und Einwohner zu erhalten bzw. zu verbessern und dadurch die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken.
 
Die Lebenserwartung in Deutschland ist erfreulicherweise auf ein Rekordniveau gestiegen. Leider nehmen mit dem Alter auch die chronischen Erkrankungen deutlich zu. Die Gesundheitsstrategie setzt verstärkt auf Gesundheitsförderung und Prävention, aber auch auf stabile soziale Beziehungen und Netzwerke, die zu den sogenannten Schutzfaktoren zählen.
 
Vor diesem Hintergrund soll die trägerübergreifende Gesundheitskonferenz eine kreisweite, steuernde Funktion übernehmen, um den Menschen auf kommunaler Ebene Angebote vorzuhalten und Strukturen zu schaffen, die benötigt werden. Die erste Gesundheitskonferenz wurde von einer  Steuerungsgruppe aus zwölf relevanten Institutionen und Verbänden im Bereich der Gesundheit vorbereitet. 

Fünfte Gesundheitskonferenz

Am 5. April 2017 findet die 5. Gesundheitskonferenz im Landkreis Böblingen statt.

Einladung (608 KiB)
Programm (1,353 MiB)
Gesundheitsleitbild (1,612 MiB)

Dritter Fachnachmittag "Powerteenies"

Vierte Gesundheitskonferenz

Am 25. November 2015 fand die 4. Gesundheitskonferenz im Landkreis Böblingen mit ca. 40 Teilnehmern statt. Das Thema demografischer Wandel und der Impulsvortrag "Pflege kommunal gestalten" von Verena Reuter vom Institut für Gerontologie in Dortmund standen bei der Veranstaltung im Landratsamt im Mittelpunkt. Darüber hinaus stellten die Arbeitsgruppen den aktuellen Stand ihrer Arbeit vor: Einsamkeit im Alter, Gesundheitsförderung bei Jugendlichen und medizinische Versorgung im Kreis Böblingen.

Vortrag_Pflege_kommunal_gestalten (8,173 MiB)
Vortrag_Einsamkeit_im_Alter (8,418 MiB)
Vortrag_Gesundheitsförderung (5,061 MiB)

Zweiter Fachnachmittag "Power Teenies"

2. Fachnachmittag der
Gesundheitskonferenz im Landkreis Böblingen
AG 3: „Gesundheitsförderung und Prävention stärken“

am Montag, 22. Juni 2015
14.00 -18.00 Uhr

in der Gottlieb-Daimler-Schule 2,
Böblinger Str. 73, Aula, Sindelfingen

Die Vorträge der Fachtagung waren mit rund 100 Teilnehmer und Teilnehmerinnen gut besucht. Bei den fünf Workshops waren 80 Teilnehmern und Teilnehmerinnen anwesend. Zahlreich vertreten waren: Lehrer, Elternvertreter, Jugendleiter, Schulsozialarbeiter, Gemeindejugendreferenten. Genau diese Zielgruppen wurden besonders angesprochen. Die eingegangenen Rückmeldungen der Teilnehmer waren insgesamt positiv. Die Hauptvorträge wurden als sehr gelungen bezeichnet, ebenso wie das Verhältnis von Theorie und Praxis in den Workshops. Besonders positiv wurden Erfahrungsberichte und Praxisbeispiele der Workshop-Leiter, sowie das Arbeiten an Fallbeispielen bewertet.
Des Weiteren wurde die Gruppengröße der Workshops als angenehm empfunden. Ebenfalls gut besucht waren die Infostände. Das Thema Umgang mit Medien scheint auf jeden Fall ein wichtiges, aktuelles Thema für die Gesundheit von Jugendlichen zu sein, deshalb ist für 2016 ein weiterer Fachtag als Fortsetzung geplant.

  Ansprechpartner: Julius Krauss, j.krauss@lrabb.de, Tel. 07031 / 663 - 1758, Gesundheitsamt, Parkstr. 4, 71034 Böblingen

Flyer_power_teenies_Juni_2015 (347,8 KiB)
Dokumentation (3,357 MiB)
Vortrag_Internetsucht(Müller) (1,105 MiB)
Vortrag_psychische_Gesundheit_(Dr. Schulze) (6,306 MiB)
Vortrag_OnlineVerhalten_Jugendlicher (Frau Glück) (2,825 MiB)

Dritte Gesundheitskonferenz

Am 18. November 2014 fand die 3. Gesundheitskonferenz im Landkreis Böblingen mit ca. 80 Teilnehmern statt. Der Schwerpunkt lag weiterhin in der Sicherung der medizinischen Versorgung. Vor allem die ärztliche Versorgung auf dem Land wird in Zukunft nicht automatisch gesichert sein. Dazu bedarf es gemeinsamer Anstrengungen von Ärzteschaft, Politik und Verwaltung. Wo Bedarf ist und was wir beitragen können wurde an diesem Nachmittag diskutiert und Handlungsempfehlungen vorgestellt.
  
Vorträge und Handlungsempfehlungen der Gesundheitskonferenz 2014:

Fachnachmittag "Power-Teenies"

Resilienzförderung und Stressbewältigung im Jugendalter

Die Arbeitsgruppe 3 der Gesundheitskonferenz im Landkreis Böblingen hat sich dem Thema Gesundheitsförderung im Jugendalter zugewandt und hier besonders den Ansatz der Resilienzförderung und Stressbewältigung gewählt.
 
Die Ziele sind Handlungsempfehlungen für die Gesundheitskonferenz zu erarbeiten, Informationen weiterzugeben und Vernetzung fördern.
 
Best practice Projekten kennenlernen und daraus Maßnahmen und Projekte fördern, die auf den Landkreis zugeschnitten sind, ist ein möglicher Weg zur Umsetzung. Dabei spielt die Nachhaltigkeit eine wichtige Rolle.
 
Zielgruppen des Fachnachmittages waren:
Multiplikatoren (Fachkräfte, Lehrer, Jugendleiter, Elternvertreter, Gemeindejugendreferenten, Schulsozialarbeiter, …) und jugendliche Multiplikatoren (Jugendsprecher, Schulsprecher, …) und Interessierte

Beschreibung der Workshops (10,6 KiB)
Flyer "Power Teenies" (313 KiB)

Mit etwa 80 Teilnehmern war der Fachnachmittag gut besucht. Die Arbeitsgruppe 3 der Gesundheitskonferenz hat die Ergebnisse analysiert und traf sich Mitte Mai. Bei Interesse ist eine Mitarbeit möglich, bitte bei der Geschäftsstelle anfragen.
 
Die Dokumentation und die 3 Vorträge des Fachnachmittags:
Dokumentation PowerTeenies (1,798 MiB)
Präventionskonzept (1,579 MiB)
Kottmann Herzklopfen BB 2014 (990,3 KiB)
Froehich-Gildhoff-Resilenz-Böblingen 2014 (956,8 KiB)

Zweite Gesundheitskonferenz im Landratsamt Böblingen

Am 15. Mai 2013 fand im Landratsamt Böblingen die zweite Gesundheitskonferenz des Landkreises Böblingen statt. Etwa 60 Personen, darunter Ärzte, Bürgermeister, Kreisräte, Vertreter von Krankenkassen und anderen Institutionen, Stadt- und Kreisseniorenräte, sowie interessierte Bürgerinnen und Bürger haben teilgenommen.

  • TOP1: AG "gesund und aktiv älter werden"
    • Vortrag: "Einsamkeit ein Risiko für Lebensqualität und Gesundheit?“
      Referent: Prof. Gerhard Eschweiler, Tübingen
    • AG-Bericht: Manfred Koebler (Vorsitzender des Kreisseniorenrates)
  • TOP 2: AG „Prävention und Gesundheitsförderung stärken“
    • AG-Bericht: Julius Krauss (Gesundheitsamt)
  • TOP 3: AG „Ärztliche Versorgung im Kreis Böblingen“
    • AG-Bericht: Dr. Heidi Kalmbach-Heinz (Leiterin des Gesundheitsamtes)
    • Vortrag
       „Klinikverbund Südwest: Versorgungskonzept und Perspektiven“
      Dr. Elke Frank (Geschäftsführerin, Klinikverbund Südwest)
    • Erklärung zur Zukunft der Klinikversorgung im Landkreis Böblingen
      Landrat Roland Bernhard
  • Die Vorträge und Dokumente der zweiten Gesundheitskonferenz am 15. Mai 2013:

Erste Gesundheitskonferenz

Am 18. April 2012 fand die erste Gesundheitskonferenz im Kreis Böblingen statt. Rund 100 Ärzte, Bürgermeister, Kreisräte, Vertreter von Krankenkassen, Selbsthilfegruppen, Kreisseniorenrat, Behörden und interessierte Bürger aus unterschiedlichen Bereichen kamen, um über Prävention und Versorgung im Landkreis zu beraten.

Landrat Roland Bernhard eröffnete als Vorsitzender die Konferenz. „Wir wollen ein Netzwerk aller relevanten Akteure vor Ort aufbauen, das über regionale Stärken und Schwächen berät und bei Bedarf nach Lösungen sucht“, so der Landrat. „Neben Bildung und Mobilität ist Gesundheit eines der wichtigen Themen, die wir im Landkreis haben.“ Die Gesundheitskonferenz ist die Umsetzung der Gesundheitsstrategie des Landes Baden-Württemberg auf kommunaler Ebene. Ein Steuerungsgremium aus elf Mitgliedern von DRK, Ärzten, Landratsamt, Kliniken, Kreisseniorenrat und anderen Trägern hatte die Konferenz vorbereitet. Dabei wurden drei Themen ausgewählt, die bei der Gesundheitskonferenz diskutiert wurden.
 
Die Sicherstellung der ärztlichen Versorgung für die Bürgerinnen und Bürger war eines der Schwerpunktthemen der Konferenz. In fünf bis zehn Jahren könnte es auch im Kreis Böblingen Defizite bei der ärztlichen Versorgung geben. Der drohende Mangel an Hausärzten habe viele Ursachen. Dr. Michael Jaumann von der kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg und Dr. Hans-Joachim Rühle, Vorsitzender der Kreisärzteschaft Böblingen, gaben Einblick in die aktuelle und künftige Situation im Landkreis und in Baden-Württemberg. So gehe die Anzahl der niedergelassenen Hausärzte in Baden-Württemberg bis 2020 um rund 15 Prozent zurück. Auch bei den Kliniken im Land könnten zahlreiche Stellen schon heute nicht mehr besetzt werden. Der Klinikverbund Südwest habe deshalb mit der Ärztekammer ein Ausbildungsprogramm in den Kreiskliniken geschaffen, um Nachfolger für ältere Ärzte zu gewinnen, berichtete Elke Frank, Geschäftsführerin des Klinikverbunds Südwest. 
 
Ein weiteres Thema bei der Gesundheitskonferenz war die demografische Entwicklung und die Frage nach aktivem und gesundem Leben im Alter. Der Vorsitzende des Kreisseniorenrats Manfred Koebler stellte verschiedene Untersuchungen vor, die sich mit Prävention im Alter beschäftigen. Zu diesem Thema hat sich eine Arbeitsgruppe unter Leitung des Kreisseniorenrates gebildet, an der interessierte Bürger noch teilnehmen können. 
 
„Gesundheitsförderung und Prävention stärken" war der dritte Schwerpunkt der Konferenz.
Dabei soll die Vernetzung und Öffentlichkeitsarbeit gefördert werden. Bekannte Programme gibt es bereits im ganzen Kreis Böblingen: Dazu gehört das Landesprogramm Bewusste Kinderernährung (BeKi) vom Forum Ernährung und Hauswirtschaft im Landratsamt. „Klasse 2000“ ist ein bundesweites Projekt zur Suchtprävention und „ body and more“ ist ein Projekt der Arbeitsgruppe Gesundheit im Kreis Böblingen zur Prävention von Essstörungen.
 
Zielgruppen für Projekte sollen zunehmend sozial Benachteiligte sein, wie Menschen mit Migrationshintergrund, Alleinerziehende, Arbeitslose. Die neu zu bildende Arbeitsgruppe hat den Auftrag Vorschläge zur Verbesserung der Information und Kommunikation sowie Verbesserung der Zielgruppenorientierung herauszuarbeiten. Hier werden ebenfalls noch Kooperationspartner für die AG gesucht.
 
Bis zur nächsten Gesundheitskonferenz, in etwa einem Jahr, sollen die Arbeitsgruppen Handlungsempfehlungen ausarbeiten. Durch die Teilnahme an einer Arbeitsgruppe können sich Institutionen und Personen an der Verbesserung der Gesundheitsförderung und Vorsorge im Landkreis Böblingen beteiligen. Die Geschäftsführung der Gesundheitskonferenz liegt beim Gesundheitsamt.

Dokumente zur kommunalen Verantwortung in der regionalen Gesundheitsversorgung:

Vorträge und Dokumente der Gesundheitskonferenz vom 18.04.2012