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Schülerbeförderung

Schüler, die den Schulweg nicht zu Fuß oder mit dem Rad zurücklegen, nutzen in der Regel das gut ausgebaute Beförderungsangebot des ÖPNV (= öffentlicher Personennahverkehr) im Landkreis Böblingen.

Hierzu können sie am VVS-Abbuchungsverfahren „Scool“ teilnehmen.
 
Das Schülerabo wird per Bestellschein über die Schule beim zuständigen Abo-Center beantragt und als elektronische Chipkarte ausgegeben.

In der Regel können Schüler des Landkreises Böblingen das bezuschusste VVS-Scool-Abo nutzen.

Das bezuschusste VVS-Scool-Abo

bietet folgende Vorteile:

  • Bequeme monatliche Abbuchung der Kosten-/ Eigenanteile. Der Landkreis zahlt einen Zuschuss an das zuständige Abo Center.
  • Die Schüler erhalten das Scool-Abo als Chipkarte mit elektronischem Fahrschein. Sie berechtigt rund um die Uhr zur Fahrt im gesamten VVS-Gebiet.
  • Und beinhaltet bei mindestens 5 Abbuchungsmonate im Schuljahr einen kostenlosen Ferienmonat August
  • Bei Verlust/Zerstörung wird eine Ersatz-Chipkarte gegen ein Bearbeitungsentgelt i.H. von 15 € vom Abo Center ausgestellt.
  • Unterbrechungen des Abos sind möglich, schriftliche oder elektronische Benachrichtigung des Abo-Centers bis zum 15. des Vormonats.
  • Das Abo kann mit einer Frist von einem Monat zum Ende des Kalendermonats schriftlich gekündigt werden. Die Chipkarte wird dann elektronisch gesperrt.
  • Weitere Infos hierzu unter www.vvs.de.

Schüler, die nicht am bezuschussten VVS-Scool-Abo teilnehmen

können ihre Schülermonatskarte - allerdings ohne netzweite Gültigkeit - an den jeweiligen Verkaufsstellen erwerben und die Beförderungskosten über die Schule und den Schulträger beim Landratsamt geltend machen. Da diese Schülermonatskarten keine VVS-netzweite Gültigkeit haben, kann gegebenenfalls eine Zusatzwertmarke für das VVS-Netz bei den Verkaufsstellen erworben werden. Diese wird vom Landkreis jedoch nicht erstattet. Der Landkreis gewährt einen Zuschuss von, in der Regel 40 %, zu den notwendigen Schülerbeförderungskosten. Der monatliche Eigenanteil beträgt jedoch mindestens 42,35€ (wie der Kostenanteil im Abbuchungsverfahren ,,Scool''). Bei der Abrechnung von Einzelanträgen mit niedrigeren Zuschussbeträgen gilt zudem eine Mindestbetragsregelung, nach der ein Zuschuss erst ab einem Zuschussbetrag von 30,00 € pro Einzelantrag gewährt wird. Mit dem Einzelantrag sind die Originalfahrkarten einzureichen, er ist beim Schulsekretariat erhältlich und dort auch abzugeben. Er kann aber auch hier heruntergeladen und ausgedruckt werden. Formular Einzelantrag. (35,4 KiB)

Darüber hinaus gibt es weitere Abo-Verfahren, beispielsweise für Schülerbeförderungen aus dem Enzkreis und den Landkreisen Calw und Tübingen. Die Bestellscheine für diese Abo-Verfahren erhalten Sie bei den Schulsekretariaten oder Verkehrsunternehmen.

Sonderbeförderungen

Eckpunkte für die Erstattung bzw. Bezuschussung der notwendigen Beförderungskosten (=Rechtslage)

Es gelten diese Eckpunkte

  • Zu den notwendigen Beförderungskosten ist grundsätzlich ein Kosten-/ Eigenanteil zu entrichten. Eine Übersicht über die Kosten-/ Eigenanteile der verschiedenen Schülergruppen bei Teilnahme am VVS-Scool-Abo und bei Sonderbeförderungen finden Sie hier: Kostenanteilsübersicht ab 01.01.2017 (112,1 KiB).
    In aller Kürze zusammengefasst: Die Schüler bzw. Eltern haben im VVS-Scool-Abo einen Kostenanteil zu tragen, der in der Regel 42,35€ pro Monat beträgt (Stand 01.01.2017). Abweichend davon gilt für Schüler mit einem Schulweg ab 3 km bis zur nächstgelegenen öffentlichen Grundschule ein reduzierter Kostenanteil von 31,25€. Für Schüler an den Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren mit Förderschwerpunkt Lernen, emotionale und soziale Entwicklung und Sprache jeweils in den Klassen 1 - 4 gilt ein reduzierter Kostenanteil in Höhe von 26,80€.
  • Der Landkreis bezuschusst und erstattet notwendige Beförderungskosten der Schüler, die Schulen im Landkreis Böblingen besuchen. Das Gleiche gilt für Grundschulförderklassen im Landkreis.
  • Keine Zuschüsse und Erstattungen erhalten Schüler, die eine Förderung (ausgenommen Darlehen) nach dem Ausbildungsförderungsgesetz (BAföG) oder dem Sozialgesetzbuch III (SGB III) erhalten. Ebenfalls ausgeschlossen sind Teilzeitschüler der beruflichen Schulen mit einem Schulweg unter 50 km. Das Gleiche gilt für Schüler, die mit einem Schwerbehindertenausweis "grün/orange" öffentliche Verkehrsmittel unentgeltlich nutzen können. 
  • Beförderungskosten werden grundsätzlich nur erstattet, wenn öffentliche Verkehrsmittel benutzt werden (§ 8 SBKS). Die durch die Benutzung privater Kraftfahrzeuge entstehenden Kosten werden nur erstattet, wenn das Landratsamt die PKW-Nutzung im Vorfeld des PKW-Einsatzes genehmigt hat (§ 13 SBKS). Der Antrag erfolgt mit dem Vordruck "Antrag auf Genehmigung zum Einsatz eines privaten Kraftfahrzeugs" über den Schulträger. Antrag zur Benutzung eines Privat-PKWs (29,4 KiB) (Bitte Fristen beachten!).
  • Die Benutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln und Schülerfahrzeugen ist zumutbar, wenn die Ankunft oder Abfahrt am Schulort in der Regel innerhalb von 45 Minuten vor Beginn oder nach Ende des Unterrichts erfolgt (§ 10 SBKS). Im Einzefall ist nach näherer Ausführung in der Satzung auch eine längere Wartezeit zumutbar.
  • Befreiung und Erlass vom Kosten-/ Eigenanteil

Befreiung und Erlass vom Kosten-/ Eigenanteil

Befreiung

Vom Kosten-/ Eigenanteil sind ohne Nachweis und Antrag nur Schüler der Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren mit Förderschwerpunkt geistige und körperliche und motorische Entwicklung, sowie Kinder von Schulkindergärten freigestellt.

Erlass

Schematische Darstellung Erlässe (275 KiB)

Ein Erlass ist, nach allen der nachfolgend dargestellten Regelungen, grundsätzlich erst bei einem Schulweg ab mindestens 3 km möglich. Bei Grundschulförderklassen sind es 1,5 km. Der Antrag auf Erlass des Eigenanteils ist über das Schulsekretariat beim zuständigen Schulträger einzureichen.

Keinen Erlass des Kosten-/ Eigenanteils, für alle nachfolgend dargestellten Regelungen, erhalten Anspruchsberechtigte auf Leistungen für Schülerbeförderungskosten nach SGBII (Arbeitslosen- oder Sozialgeld), SGB XII (Sozialhilfe), BKGG (Bundeskindergeldgesetz), Wohngeld oder Asylbewerberleistungsgesetz. Diese können im Rahmen des Bildungs- und Teilhabepaketes bei ihren Sozialleistungsträgern unter bestimmten Voraussetzungen Leistungen für die Schülerbeförderung erhalten.

Dritt-Kind-Regelung

Kosten-/ Eigenanteile sind grundsätzlich nur für höchstens 2 Kinder einer Familie zu tragen, und zwar für die beiden Kinder mit dem höchsten Kosten-/ Eigenanteil. Der Erlassantrag nach der Dritt-Kind-Regelung ist bei den Schulsekretariaten erhältlich. Er kann außerdem hier heruntergeladen und ausgedruckt werden. Auch hier gilt grundsätzlich, dass alle drei Kinder einen Schulweg von mindestens 3 km haben. "3. Kind Antrag" (363,3 KiB)

Zwei-Kind-Regelung für Kinder im Grundschulalter​

Besuchen 2 Kinder einer Familie die Klassen 1 - 4 oder eine Grundschulförderklasse, so ist bei Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel und Besuch der nächstgelegenen öffentlichen Schule für das 2. Kind kein Kosten-/ Eigenanteil zu tragen. Diese Regelung gilt sowohl für Kinder in Grundschulen also auch in Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren mit Förderschwerpunkt Lernen sowie emotionale und soziale Entwicklung, Erziehungshilfeschulen und Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren mit Förderschwerpunkt Sprache im Grundschulalter in den Klassen 1 - 4 sowie in den Grundschulförderklassen.

Sie gilt auch, wenn 1 Kind die Grundschule und das 2. Kind Klasse 1 - 4 einer anderen Schule oder eine Grundschulförderklasse besucht. Die Erlassregelung gilt nur beim Besuch öffentlicher Schulen und nicht beim Besuch von Privatschulen wie der Waldorfschule und der Freien Evangelischen Schule in Böblingen.

Der Erlassantrag nach der Zweit-Kind-Regelung für Kinder im Grundschulalter ist bei den Schulsekretariaten erhältlich. Er kann außerdem hier heruntergeladen und ausgedruckt werden. "2. Kind Antrag" (346,4 KiB)

Härtefallregelung​

Wenn die Kostenbeteiligung auf Grund der wirtschaftlichen Verhältnisse der Eltern und des Schülers eine unbillige Härte darstellen würde, kann der Schulträger auf Antrag den Kosten-/ Eigenanteil ganz oder teilweise erlassen. Entsprechende Anfragen oder Anträge sind an das Schulsekretariat zu stellen.

- Diese Regelung greift auch bei Bezug von Jugendhilfe bei fremdplatzierten jungen Menschen im Fall der Heimunterbringung oder bei betreutem Wohnen.