Helfer ermöglichen Wanderung der Amphibien

Zu ihrem Schutz unbedingt Geschwindigkeitsbegrenzungen beachten!

Die nächtlichen Temperaturen sind milder und feucht. Zeit für viele engagierte Tierschützerinnen und Tierschützer, sich in den frühen Morgen- und Abendstunden auf den Weg zu machen und bei der Amphibienwanderung mitzuwirken. An vielen Stellen im Landkreis Böblingen sind sie aktiv, sammeln Frösche, Kröten, Molche und Salamander entlang der besonders gefährdenden Straßenabschnitte und tragen sie über die Straße und hin zu ihren Laichplätzen.

„Damit das gelingt, greifen jedes Jahr viele Rädchen ineinander“, lobt Landrat Roland Bernhard. Angefangen bei mehr als 250 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern und den jeweiligen Ansprechpartnern vor Ort über die engagierten Mitarbeiter in den Straßenmeistereien, die Amphibienzäune aufbauen und Durchlässe reinigen, bis hin zu den Ansprechpartnern bei der Unteren Naturschutzbehörde und dem Straßenverkehrsamt im Landratsamt Böblingen. „Nur unter großem Einsatz all dieser Beteiligten kann die Amphibienwanderung möglichst reibungslos über die Bühne gehen.“

Ganz besonders appelliert der Landrat in diesem Zusammenhang an die gegenseitige Rücksichtnahme. „Es ist unbedingt wichtig, dass die Geschwindigkeitsbegrenzungen von den Autofahrern eingehalten werden“, so Bernhard. Diese sind zum Schutz der Helfer, die mit ihren Eimern entlang der Straßenränder unterwegs sind bzw. die Straßen queren. 

Ob Grasfrosch, Erdkröte, Bergmolch oder Feuersalamander – alle Amphibien sind nach dem Bundesnaturschutzgesetz geschützt. Im Frühjahr sind die Lurche unterwegs zu ihren angestammten Laichgewässern. Die Flachwasserzonen bzw. die Vegetation am Rand der Gewässer bieten den Tieren Laichplätze und Versteckmöglichkeiten. Jede Art hat ihren speziellen Lebensraum und ist Teil vielfältiger ökologischer Beziehungen. Deshalb muss der Schutz aller Arten gewährleistet werden. Neben der Schaffung von weiteren festen Leiteinrichtungen und Durchlässen an Fahrbahnen sowie Ersatzlaichgewässern abseits von Straßen ist die Arbeit aller Mitwirkenden unersetzbar. „Allen Helfern gebührt große Anerkennung und Dank“, so Landrat Bernhard. „Alle leisten eine tolle Arbeit und diese Hilfe ist auch in Zukunft unerlässlich.“

(Erstellt am 14. März 2019)

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