Sicherheitstechnik verzögert Start der Schönbuchbahn

Inbetriebnahme für den 14. Dezember geplant

Bestellung von drei weiteren leichten Elektrotriebwagen

Drei Monate später als zuletzt geplant soll die Schönbuchbahn wieder auf der Strecke zwischen Böblingen und Holzgerlingen fahren. Auf Samstag, den 14. Dezember 2019, hat der Zweckverband Schönbuchbahn den Termin für die Inbetriebnahme der Gesamtstrecke verschoben, nachdem die Teilstrecke zwischen Holzgerlingen nach Dettenhausen bereits seit Februar in Betrieb ist. Darüber informierte der Verbandsvorsitzende und Landrat Roland Bernhard Bernhard und die Geschäftsführung des Zweckverbandes in der jüngsten Verbandsversammlung (16. Juli) die Verbandsmitglieder.

„Wir haben viel geschafft, die meisten Gewerke sind fertig oder werden demnächst abgenommen. Jedoch haben wir leider bei der Leit- und Sicherheitstechnik einen Verzug, den wir nicht mehr bis zum angestrebten Eröffnungstermin am Schuljahresbeginn aufholen können“, so der Geschäftsführer des Zweckverbandes, Dr. Walter Gerstner. „Wir brauchen mehr Zeit, um das komplexe elektronische Stellwerk mit der gesamten Signaltechnik herzustellen und die notwendigen Abnahme- und Prüfprozesse einschließlich der erforderlichen Probefahrten durchzuführen.“

Intern habe es Untersuchungen zu verschiedenen Alternativen mit eingeschränktem Betrieb gegeben, jedoch seien diese wegen massiven verkehrlichen und betrieblichen Nachteilen für die Fahrgäste nicht weiter verfolgt worden. „Ich gehe nun fest davon aus, dass wir am 14. Dezember unser großes und bedeutsames Projekt zum Ausbau und zur Elektrifizierung der Schönbuchbahn erfolgreich abschließen werden“, betont Landrat Bernhard. Damit habe der Zweckverband sein Ziel zwar verfehlt, dieses sei angesichts der Komplexität des Vorhabens sehr ambitioniert gewesen. „Mit dem 14. Dezember können wir deshalb gerade noch zufrieden sein.“

Ebenfalls auf der Tagesordnung stand der Bericht über die Herstellung der neun neuen Elektrotriebwägen, die planmäßig bis Juli 2021 geliefert werden sollen. Der erste Wagen für Testzwecke ist durch die spanische Herstellerfirma CAF fertiggestellt. Die Verbandsmitglieder haben nun, vorbehaltlich der Förderung durch das Land Baden-Württemberg, beschlossen, drei weitere Wagen zu bestellen, damit der 15-Minuten-Takt zwischen Böblingen und Holzgerlingen mit je zwei Elektrotriebwagen gefahren werden kann. Aufgrund der jüngsten Fahrgastprognose des Verkehrswissenschaftlichen Instituts Stuttgart, reicht jeweils ein Triebwagen nicht aus, um die zu erwartenden Fahrgäste zu befördern. Ein drittes Fahrzeug wird als Betriebsreserve gebraucht, um den Fahrbetrieb auch bei längeren Ausfällen z. B. durch Unfälle oder bei technischen Hauptuntersuchungen sicherstellen zu können. „Wir sind mit dem Verkehrsministerium in guten Gesprächen und gehen daher fest von einer 30-prozentigen Förderung der Wagen aus“, so Landrat Bernhard.

Auch für weitere Fahrleistungen für Verkehrsverbesserungen ist eine zusätzliche Reserve erforderlich. Zurzeit werden verschiedene Verkehrsverbesserungen untersucht, die von der Verbandsversammlung im März vorgeschlagen wurden. Der Verbandsvorsitzende, Herr Landrat Bernhard hat zusätzlich vorgeschlagen zu untersuchen, wie, ob und wann die Schönbuchbahn an den ab Dezember 2019 verbesserten S-Bahn-Takt angebunden werden kann. Zukünftig weiten nämlich alle S-Bahn-Linien ihren Fahrplan aus. Die S1 und S60 sollen dann zunächst nachmittags den Böblinger Bahnhof alle 15 Minuten bedienen. Die Verbandsmitglieder haben dem zugestimmt.

(Erstellt am 10. August 2019)

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