Neuer Vorsitzender der Leonberger Kreisärzteschaft

Landrat Roland Bernhard und Dr. Timo Hurst treffen sich zu Auftaktgespräch

„Machen uns gemeinsam für Gesundheitsversorgung im Raum Leonberg stark“

Am Mittwoch (8. Mai) trafen sich im Böblinger Landratsamt Landrat Roland Bernhard und der im Februar neu gewählte Vorsitzende des Vorstands der Leonberger Kreisärzteschaft Dr. Timo Hurst. Er vertritt die Interessen der Ärzteschaft aus dem Raum Leonberg. Inhalt des Arbeitsgesprächs war unter anderem die Entwicklung der Gesundheitsversorgung im Raum Leonberg und damit verbunden das Leonberger Krankenhaus.

Landrat Roland Bernhard betonte: „Ich freue mich, dass die bisher gute Zusammenarbeit mit der Kreisärzteschaft in Leonberg unter der Führung von Dr. Hurst weiter intensiviert wird. Wir setzen uns gemeinsam für eine starke Gesundheitsversorgung im Raum Leonberg ein“. Dr. Timo Hurst ergänzt: „Ich werte es als positives Signal, dass der Landkreis Böblingen 72 Millionen Euro in das Krankenhaus in Leonberg investiert“.

Beide waren sich einig, dass durch weitere medizinische Angebote um das Leonberger Krankenhaus eine nachhaltige Entwicklung des Standorts gelingen wird. Dabei sollen die Bedürfnisse der Patientinnen und Patienten, aber auch der niedergelassenen Ärzteschaft berücksichtigt werden. Eine Kombination aus Prävention, Behandlung und Reha in direkter räumlicher Umgebung zum Krankenhaus sehen beide als Chance für die Entwicklung des Areals. Auch die psychiatrische Versorgung in Verbindung mit dem Neubau des Zentrums für Psychiatrie könne zur Stärkung einer flächendeckenden Gesundheitsversorgung beitragen.

Im Gespräch erläuterte der Landrat dem neu gewählten Vorstand das Medizinkonzept des Landkreises. „Herzstück ist dabei die standortübergreifende Zusammenarbeit der Fachgebiete der Kliniken im Klinikverbund Südwest“, erklärt Landrat Bernhard. Künftig würden nicht mehr alle Leistungen an allen Standorten angeboten. Dies sei wegen steigender Qualitäts- und Mengenanforderungen auch gar nicht mehr möglich. Um dennoch ausreichend Patientinnen und Patienten für die Behandlung beim Klinikverbund zu gewinnen, spiele die Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Ärzten eine wichtige Rolle. „Deshalb ist es uns wichtig, dass die Ärzteschaft unser Medizinkonzept kennt und unsere Bemühungen für eine wohnortnahe Versorgung der Menschen unterstützt“, ergänzt Bernhard.

Gemeinsam mit Landkreisverwaltung und den Kliniken sollen künftig Strategien zum Erhalt und der Weiterentwicklung der ärztlichen Versorgung in den Gemeinden und Städten gefunden werden.  Bei der Organisation des ärztlichen Not- und Bereitschaftsdiensts außerhalb der Sprechstundenzeiten sowie der Einrichtung von Not- bzw. Bereitschaftsdienstpraxen an den Krankenhäusern ist die Kreisärzteschaft ebenfalls eng eingebunden.

Die Leonberger Kreisärzteschaft vertritt die beruflichen Interessen ihrer Mitglieder auch gegenüber der Politik und Verwaltung. Sie fördert die Zusammenarbeit und Koordination zwischen niedergelassenen Ärzten und Krankenhäusern sowie weiteren Gesundheitseinrichtungen. Die Ärzteschaft organisiert Vorträge und zertifizierte Veranstaltungen der ärztlichen Fortbildung und ist zuständig für Kontrolle der Berufspflichten der Mitglieder.

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