Neubau Straßenmeisterei Magstadt

Spatenstich am 22. Juni

v.l.n.r.: Andreas Lier (Leiter Straßenmeisterei Leonberg), Jörg Aichele (technischer Betriebsleiter des Eigenbetriebs Gebäudemanagement), Landrat Roland Bernhard, Bürgermeister Florian Glock, Thomas Bucher (Referatsleiter im Ministerium für Verkehr BW), Frederik Wirth (Architektenbüro) und Michael Jäger (Projektleiter Generalunternehmer Firma Georg Reisch GmbH & Co. KG).

Mit einem gemeinsamen Spatenstich des Landkreises, des Ministeriums für Verkehr Baden-Württemberg und der Gemeinde Magstadt haben am Mittwoch (22. Juni) die Bauarbeiten zum Neubau der Straßenmeisterei Magstadt begonnen. Der Landkreis Böblingen investiert 17,5 Millionen Euro in den Neubau, der voraussichtlich bis Anfang des Jahres 2024 fertiggestellt werden soll. „Was lange währt, wird endlich gut. Mit dem Neubau der Straßenmeisterei Magstadt an zentralem Ort erfolgt ein wichtiger Schritt für einen effizienteren Straßenunterhalt des Landkreises Böblingen. Es ist ein zukunftsweisendes Konzept gegenüber den bisher betriebenen Standorten Leonberg und Weil der Stadt. Verkehrssicherheit und –qualität wird dadurch bestmöglich gewährleistet. Mobilität ist ein zentraler Standortfaktor des Landkreises Böblingen“  betonte Landrat Roland Bernhard und führte weiter aus: „Ich danke der Gemeinde Magstadt für die Begleitung und Unterstützung bei der Schaffung des Baurechts und  im Baugenehmigungsverfahren“.

Der Bürgermeister von Magstadt Florian Glock erklärt: „Die neue Straßenmeisterei liegt verkehrsgünstig am Kreuzungsbereich der B464 und L1189 in der Mitte des Landkreises Böblingen. Die Kombination von Straßenmeisterei und Rettungswache auf dem Gelände verbessert die notfallmedizinische Versorgung im Umkreis und in Magstadt. In zahlreichen Abstimmungsrunden wurde u.a. die Gestaltung der einzelnen Gebäudeteile sorgfältig ausgewählt, sodass sich die Gebäudelagen, -höhen und -hüllen bestmöglich in das Landschaftsbild einfügen. Magstadt hat das Bebauungsplanverfahren gerne federführend durchgeführt. Wir vor Ort bedanken uns bei allen Beteiligten für die stets gute Zusammenarbeit.“

Um die Straßenmeisterei Magstadt möglichst nachhaltig auszugestalten, hat der Kreistag beschlossen, das Gebäude als KFW 55 Standard zu errichten. Ferner soll eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach errichtet werden. Zur Nachhaltigkeit trägt auch die Ausgestaltung der Fahrzeughalle als Holzfassade bei. Außerdem werden Teile der Maßnahmen der Kritischen Infrastruktur (Kritis) des Bevölkerungs- und Katastrophenschutzes abgebildet. Im Ernstfall kann die Straßenmeisterei autark versorgt und die Arbeit des Bevölkerungs- und Katastrophenschutzes von dort aus sichergestellt werden. Ferner kann und soll die neu errichtete Straßenmeisterei im Rahmen der Tierseuchenbekämpfung als Einsatz- und Logistikzentrum dienen.

Der Neubau der Straßenmeisterei Magstadt wurde 2010 vom Kreistag nach einer Organisationsuntersuchung durch den Straßenbetriebsdienst beschlossen. Eine vertiefte Machbarkeitsstudie bestätigte 2010 die Auswahl des Standorts. 2013 bis 2016 ruhten die Planungen aufgrund einer Untersuchung des Landes zur Organisation des Straßenbetriebsdienstes. 2016 kam als zusätzliche Randbedingung der Bau einer Rettungswache mit Notarztbesetzung hinzu. Im Jahr 2020 konnte sich das Bauunternehmen Georg Reisch GmbH & Co. KG  mit der Architektenpartnerschaft arabzadeh.schneider.wirth in einem Wettbewerbsverfahren „Planen & Bauen“ als Generalunternehmer für den Neubau erfolgreich durchsetzen.

Die zukünftige Straßenmeisterei Magstadt betreut 289 km Straßennetz im nördlichen Teil des Landkreises Böblingen. Täglich sind die 28 Beschäftigten für den Landkreis Böblingen unterwegs. Die jährliche Fahrleistung aller Fahrzeuge der Straßenmeisterei beträgt rund 250.000 km. Es werden jährlich circa 3.600 Stunden Winterdienst geleistet. Außerdem werden 45 Regenrückhaltebecken betreut und Amphibienschutzanlagen mit rund 24 Kilometer Länge. Die Straßenmeisterei betreut zusätzlich drei Straßentunnel, die Radschnellverbindung Böblingen-Stuttgart sowie rund 150 Bauwerke wie beispielsweise Brücken, Stützwände und Durchlässe an Bundes-, Landes- und Kreisstraßen.

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