Kita-Testungen bis Ende Juni im Landkreis Böblingen

Die Bilanz ist positiv

Landrat Roland Bernhard: „Die Öffnung der Kitas mit regelmäßigen Tests zu verbinden, schafft Sicherheit in der Pandemie“

Die Allgemeinverfügung für eine Pflicht zur Testung vor dem Besuch von Kindertageseinrichtungen gilt im Landkreis Böblingen seit Ende April und bis Ende Juni. Trotz sinkender Zahlen hatte man sich entschieden, die Testpflicht (zwei Mal in der Woche) aufrecht zu erhalten. Eine erste Bilanz zeigt für die rd. drei Wochen bis zum 21. Mai knapp 60.000 Testungen, in denen 33 Mal der Test positiv ausfiel. In einem Fall wurde seitens des Trägers später eine negative PCR-Nachtestung an das Landratsamt gemeldet; vermutlich liegt die Zahl der falsch-positiven Ergebnisse jedoch höher.

„Wir ziehen bisher auf jeden Fall eine positive Bilanz unserer Teststrategie in den Kitas“, betont Landrat Roland Bernhard. „Die Tests werden weit überwiegend von Eltern und Kindern gut und gerne angenommen. Immerhin in rund 30 Fällen haben wir mit dem Corona-Virus infizierte Kinder finden und so zur Vermeidung weiterer Infektionsketten mit möglichen schweren Krankheitsverläufen beitragen können.“ Die Öffnung der Kitas mit regelmäßigen Tests zu verbinden, das schaffe Sicherheit in der Pandemie, so der Landrat.

Nach der noch bis 30. Juni 2021 gültigen Allgemeinverfügung des Gesundheitsamtes, in der die Testpflicht geregelt ist, können Kinder entweder in der Kita durch geschultes Personal und eingebettet ins Gruppengeschehen oder vor der Kita durch die Eltern unter Anleitung des Fachpersonals getestet werden. Für die unter 3Jährigen stehen dafür kostenfrei Lutschtests und für die über 3Jährigen Nasaltests bereit. Kinder können nach der Allgemeinverfügung auch mit jedem anderen zugelassenen Test, z.B. Spucktests, getestet werden, sofern die Eltern diese selbst beschaffen. Als dritte Alternative können Eltern ihr Kind auch in einem der vielen Schnelltestzentren im Kreis testen lassen und die Bescheinigung darüber in der Einrichtung vorlegen.

„In den Einrichtungen werden nur vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte zugelassene und gesundheitlich unbedenkliche Testkits verwendet“, so Dr. Anna Leher, Chefin des Gesundheitsamtes. „ Eltern müssen sich wirklich keine Sorgen machen.“ Wenn ein Kind aus medizinischen Gründen nicht mit den zur Verfügung gestellten Nasal- oder Lutschtests getestet werden darf, dann sieht die Allgemeinverfügung hierfür auch Ausnahmen vor.

„Freilich erhalten wir auch kritische Rückmeldungen von einzelnen Eltern“, so Jugendamtsleiter Wolfgang Trede. Besonders häufig würden Eltern monieren, dass die Testkits im Landkreis Böblingen nicht mit nach Hause gegeben würden. „Aber wir haben uns nach langer Diskussion dagegen entschieden, weil die überwachten und von geschultem Personal durchgeführten Tests einfach zuverlässiger sind und auch weniger falsche Ergebnisse mit allen damit verbundenen Aufregungen erzeugen“, so Trede weiter.

Die Träger von Kitas und die Tagespflegepersonen melden dem Landratsamt zurück, dass sie neben Kritik auch sehr viele positive Rückmeldungen von Eltern bekommen, die wegen der Tests ihr Kind mit einem ruhigeren Gefühl in die Kita oder zur Tagesmutter bringen. „Wir sind uns bewusst“, so Landrat Bernhard, „dass wir mit unserer Allgemeinverfügung, die im engen Schulterschluss mit den Kommunen entstanden ist, einen strengen Weg gehen“. Aber man müsse sehen, dass Kinder auf absehbare Zeit noch nicht geimpft werden können und den ganzen Tag dicht an dicht und ohne Maske miteinander spielen. „Das sollen sie auch unbedingt“, betont Bernhard. „Deswegen benötigen wir in diesen Pandemiezeiten durch regelmäßige Schnelltests einen gewissen Schutz.“

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