Impfgeschehen liegt in der Verantwortung der Ärzteschaft

Das Kreisimpfzentrum ist Geschichte

Landrat Roland Bernhard: „Positive Bilanz der gemeinsamen Anstrengungen rund um die Corona-Schutzimpfung.“

Am 12.10.2021 fand der dritte kommunale Impfgipfel im Landkreis Böblingen statt, der initiiert und durchgeführt wurde mit dem Ziel eines abgestimmten Übergangs ab 1. Oktober. Mit der Schließung des Kreisimpfzentrums in Sindelfingen zum 30. September ist das Impfgeschehen in die Hauptverantwortung der Ärzteschaft übergegangen. „Wofür sich anfangs viele ausgesprochen haben, greift jetzt – die Corona-Schutzimpfung ist zuvorderst eine Angelegenheit der Ärzteschaft. Rückblickend können wir aber sagen, dass die Bilanz unserer gemeinsamen Anstrengungen überaus positiv ausfällt“, betonte Landrat Roland Bernhard.

Das Ziel einer Quote von Vollimmunisierten über 60% bis zur Jahresmitte hatte man zwar erst im September erreicht, dennoch könne man bisher eine positive Bilanz ziehen. „Wir haben im Schulterschluss mit vielen Beteiligten in unserem Kreisimpfzentrum eine hervorragende Arbeit geleistet; dafür bedanke ich mich bei Allen sehr herzlich, die dazu beigetragen haben“, betonte Bernhard. Auch mit der gemeinsamen Kampagne in den letzten Wochen des Kreisimpfzentrums und den vielen Aktionen auch andernorts konnten noch zahlreiche Menschen erreicht werden. Am Ende waren es 145.000 Impfungen, die im Kreisimpfzentrum verabreicht wurden (davon 49% Erst- und Zweitimpfungen, 2% Drittimpfungen). Die Mobilen Impfteams des Kreisimpfzentrums sind dabei inbegriffen.

Mehr noch als im Kreisimpfzentrum, nämlich fast 180.000 Mal, wurde bislang in den Arztpraxen geimpft. Dr. Annette Theewen, Pandemiebeauftragte des Landkreises Böblingen, sprach für die Ärzteschaft. „Wir werden mit dem Covid 19-Virus lernen müssen zu leben, so wie wir das auch mit anderen Infektionskrankheiten gewohnt sind, gegen die wir schon seit langem impfen“, so Theewen. „Um wieder ein gesellschaftliches Leben zu führen, wie wir es vor der Pandemie kannten, braucht es entsprechend auch den Schutz einer Impfung.“ Insgesamt zieht auch Dr. Theewen bislang eine positive Bilanz. Viele Menschen habe man schon impfen können und sie sei zuversichtlich, dass die Quote weiter steige. „Auch wer keinen eigenen Hausarzt hat, hat die Möglichkeit, in den Corona-Schwerpunktpraxen oder jeder Praxis, die Impfungen anbietet, einen Termin zu bekommen.“

Ein niederschwelliges Angebot als Ergänzung zum Regelangebot der Arztpraxen begrüßten die Beteiligten beim Impfgipfel. Nach der Schließung des Impfzentrums haben sich einige der dort beschäftigten Mediziner, die bereits im Ruhestand sind bzw. keinen eigenen Praxisbetrieb haben, bereit erklärt, das Impfen in den Schnelltestzentren im Landkreis Böblingen fortzusetzen. Das Impfangebot in den Testzentren ist eine Ergänzung zu den Hausärzten und ohne Termin möglich. Man kann aber auch online einen Termin vereinbaren. Für die Initiative dankte der Landrat der ärztlichen Leiterin des nun geschlossenen Kreisimpfzentrums, Dr. Martina Burchert-Graeve, dem Holzgerlinger Apotheker Dr. Björn Schittenhelm und alle weiteren Beteiligten. Innerhalb der ersten Aktionswoche seien über 1.000 Impfungen verabreicht worden.

„Es ist schwieriger geworden als zu Beginn und wir werden noch einen langen Atem brauchen, aber wir dürfen nicht nachlassen im Bemühen, die Impfquote immer weiter zu steigern“, ermutigte der Landrat alle Beteiligten. An die Ärzteschaft richtete der Landrat einen herzlichen Dank. Deren unermüdlicher Einsatz, ob im Kreisimpfzentrums, bei den Mobilen Teams, im Rahmen der vielen Aktionen oder natürlich in den eigenen Praxen könne nicht genügend betont werden. „Die Ärzteschaft war seit ihrer Einbeziehung in die Impfstrategie die bedeutendste Säule im Impfgeschehen und ich bin zuversichtlich, sie wird das in der Zukunft stemmen“, so Bernhard.

Unterstützend werden landesweit 30 Mobile Impfteams an verschiedene Krankenhäuser bis Ende des Jahres angedockt, deren Schwerpunkt auf Impfungen in Heimen und Einrichtungen liegt. Der Landkreis Böblingen wird diesbezüglich der Uniklinik Tübingen zugeordnet, von wo aus die Teams durch das DRK Tübingen gesteuert werden. Daneben wird es als Ergänzung zum Regelangebot weitere Impfaktionen vor Ort in den Städten und Gemeinden geben, die man auf der Homepage der Kampagne „dran bleiben bw“ einsehen kann (www.dranbleiben-bw.de). Die Teilnehmer wünschten hierzu einen engen Informationsaustausch mit dem Land, sodass der Landkreis eine koordinierende Rolle einnehmen könne.

Ebenfalls einen herzlichen Dank richtete der Landrat an die vielen anderen ehrenamtlich Engagierten, die sich in Hilfsorganisationen wie dem DRK oder einfach privat unermüdlich mit engagiert haben. „Es hat viele Hände gebraucht, um immer wieder neue Infostände oder Impfaktionen an Abenden und Wochenenden aufzubauen und zu besetzen.“

(Erstellt am 14. Oktober 2021)

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