Im Hintergrund läuft eine große Softwareumstellung

Dashboard spätestens ab 23.11. wieder mit allen Zahlen

Im Gesundheitsamt des Landkreises Böblingen arbeitet man mit Hochdruck an der Umstellung einer äußerst wichtigen Software. Es handelt sich um das Programm zur Erfassung aller Corona-Daten und zur Weiterleitung an alle Stellen, die mit den Daten arbeiten müssen. Das sind insbesondere die Ortspolizeibehörden, die die Isolation anordnen, und das Landesgesundheitsamt (LGA). Eine Folge dieser Arbeiten ist, dass aktuell auf dem Dashboard des Landkreises nur die Gesamtzahlen ablesbar sind; die Zahlen für die einzelnen 26 Städte und Gemeinden werden aktuell nicht abgebildet.

„Uns erreichen viele Nachfragen dazu und ich weiß, dass die Menschen sich diese täglich aktualisierten Informationen wünschen“, so Landrat Roland Bernhard. „Wir wollen aber genaue Zahlen liefern und benötigen dazu die aktuelle Umstellung. Zuletzt haben Diskrepanzen immer wieder für Nachfragen und Unverständnis gesorgt.“

Die Softwareumstellung läuft seit einigen Wochen im Hintergrund – neben Mitarbeiterschulungen wurden Prozesse neu strukturiert und die Infrastruktur sichergestellt. Seit gestrigem Montag, (9.11.), ist das Programm im Einsatz. Derzeit werden noch frühere Datensätze überprüft und die komplexen Auswertungsroutinen für die statistische Auswertung (z.B. für das Dashboard) und die grafischen Darstellungen umprogrammiert. Ab nächster Woche (16.11.) werden alle Daten inkl. der Fälle der Vergangenheit auf die neue Datengrundlage umgestellt. Voraussichtlich in KW48, also ab dem 23.11., werden die Programmierarbeiten abgeschlossen sein. Dann werden auch wieder alle Daten, inkl. der Zahlen für die einzelnen Städte und Gemeinden, sowie Kartendarstellungen im Dashboard dargestellt.

In Baden-Württemberg werden von den Gesundheitsämtern entweder die Meldesoftware Octoware oder SurvNet verwendet. Das Böblinger Gesundheitsamt arbeitet mit Octoware. In diesem Programm konnten zu Beginn der Pandemie nicht alle relevanten Informationen erfasst bzw. konnte es nicht für die Kontaktpersonennachverfolgung genutzt werden. Deshalb wurde im Frühjahr eine eigene Datenbank für die Pflege der Falldaten aufgebaut. Es fehlte eine Schnittstelle zwischen der Dateneingabe für die tägliche Übermittlung an das LGA bzw. das Robert-Koch-Institut (RKI) einerseits und für die Übermittlung der Daten an die Kommunen, (zur Anordnung der Isolation), andererseits. Das Dashboard des Landkreises speiste sich zusätzlich aus einer weiteren Datenbank. In der Folge bedeutete das, dass der gleiche Datensatz an mehreren Stellen eingegeben werden musste. Dies wird mit der ganzheitlichen Umstellung auf das zwischenzeitlich weiter entwickelte Octoware nun abgestellt. Alle Daten müssen dann nur noch in dieses Programm eingegeben werden und können von dort über softwareinterne Schnittstellen an die anderen Programme (Datenübermittlung an Kommunen, Dashboard) weitergegeben werden.

Landrat Bernhard wirbt um Verständnis: „Uns ist bewusst, dass wir mit dieser Softwareumstellung in einer sehr schwierigen Phase eine weitere große Baustelle haben. Der kurzfristige Kraftakt lohnt sich aber, weil künftig die doppelte Eingabe von Daten vermieden wird und so Kapazitäten für andere Aufgaben frei werden.“ Und – natürlich fallen auch Fehlerquellen weg, wenn ein Datensatz nur einmal eingegeben werden muss.

Künftig ist also die Datengrundlage für das Dashboard des Landkreises und für die tägliche Berichterstattung an das LGA bzw. das RKI dieselbe. Lediglich die unterschiedlichen Berichtszeitpunkte werden dann noch für Abweichungen sorgen – während das Dashboard des Landkreises jeden Morgen aktualisiert wird, werden die Daten an das Landesgesundheitsamt erst um 15.30 Uhr übermittelt.

„Die Situation ist aktuell unbefriedigend, aber die Umstellung auf eine einheitliche Software war zuletzt unumgänglich geworden.“ Selbstverständlich bildet das Dashboard die Faktenlage im Landkreis dennoch ab. Es fehlt lediglich die Aufspaltung auf die einzelnen Kommunen. „Für die Bekämpfung der Pandemie spielt es aktuell bei uns keine Rolle, in welcher Gemeinde wie viele Fälle aktiv sind“, so Bernhard. „Das Ausbruchsgeschehen ist nach wie vor diffus.“ Dennoch wolle man so schnell wie möglich zur gewohnten Transparenz zurückkehren und auch gemeindescharf zuverlässige Daten darstellen.

(Erstellt am 12. November 2020)

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