Landkreise starten gemeinsam in die digitale Zukunft

Fünf Landkreise unterzeichnen Konsortialvertrag zur „Digitale Zukunftskommune@bw

Böblingen bearbeitet Thema Mobilität

sad

Fünf Landräte aus Baden-Württemberg unterzeichneten am vergangenen Donnerstag (9. Mai) in Stuttgart im Beisein des Stellvertretenden Ministerpräsidenten und Digitalisierungsministers Thomas Strobl sowie des Präsidenten des Landkreistages Baden-Württemberg Landrat Joachim Walter (Tübingen) einen Konsortialvertrag. Anlass ist die Umsetzung des Modellvorhabens „Vernetzung digitaler Zukunftsvorhaben in Modelllandkreisen“.

Im vergangenen Jahr gingen die fünf Landkreise Karlsruhe, Biberach, Böblingen, Konstanz und Tuttlingen als Sieger aus dem landesweiten Wettbewerb „Digitale Zukunftskommune@bw“ hervor. Ziel des Konsortiums unter dem Namen „Digitale Landkreise@bw“ ist es, gemeinschaftlich und arbeitsteilig die Digitalisierung in ländlich geprägten Räumen voranzutreiben. In den Bereichen Bildung, Mobilität, Gesundheit und Soziales sollen digitale Lösungen entwickelt werden, durch die Bewohner ländlicher Gebiete schneller und einfacher Zugang zu Leistungen der Daseinsvorsorge erhalten können.

Jeder Landkreis setzt eine einzelne Projektidee in einem der genannten Themenbereiche um. Das Innenministerium Baden-Württemberg fördert diese fünf Projektideen mit insgesamt 880.000 Euro. Mit dem heute unterzeichneten Vertrag regeln die fünf Landkreise unter anderem die konkrete Aufgabenverteilung im Konsortium, die Einbindung weiterer Partner, das Fördermittelmanagement und die gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit.

Das Projekt des Landkreises Böblingen fokussiert sich auf das Thema Mobilität und wird gemeinsam mit dem Herman-Hollerith-Zentrum der Hochschule Reutlingen, Kommunen und mit Unterstützung lokaler Unternehmen umgesetzt. Kern des Projekts ist die Entwicklung rechtlich zulässiger Konzepte für die Erfassung, Integration und Nutzung von Mobilitätsdaten für einen sicheren Datenzugriff sowie für die Datenverwertung in Form innovative Mobilitätsservices für den Bürger. Konkrete Anwendungen im Mobilitätsbereich sind prädestiniert für den Landkreis Böblingen.

„Der Landkreis Böblingen ist stark durch die Automobil- und IT-Branche geprägt. Zwei Industrien, die bei der Weiterentwicklung von Mobilitätskonzepten auf Basis von Daten und künstlicher Intelligenz eine wesentliche Rolle spielen. Wir freuen uns auf die Pilotierung innovativer und wegweisender Mobilitätskonzepte im Rahmen der Digitalen Zukunftskommune im Landkreis Böblingen“, betont Landrat Roland Bernhard, Landratsamt Böblingen.

„Jeder Landkreis wird einen Baustein auf dem Weg ins digitale Zeitalter ganz gezielt voranbringen – E-Akte (BC), digitale KFZ-Zulassung (KN), Telemedizin (TUT), interaktive und digitale Lerntische an Schulen (KA) oder intelligente Mobilität (BB) – und den Wissenstransfer, also die Übertragbarkeit auf andere Landkreise und Kommunen sicherstellen. Das ist ein absolutes Vorbildprojekt in Baden-Württemberg!“, betonte Thomas Strobl, Stellvertretender Ministerpräsident und Minister für Inneres, Digitalisierung und Migration, bei der Vertragsunterzeichnung.

„Die Teilprojekte sind allesamt so aufgebaut, dass sie nach erfolgreicher Umsetzung in ihrem Pilotlandkreis in weiteren Landratsämtern im ganzen Land ausgerollt werden können“, erklärte Landkreistagspräsident Joachim Walter. Der Landkreistag unterstützt das Modellvorhaben, indem er beispielsweise eine digitale Plattform zur Vernetzung bereitstellt.

„Mit Hilfe des Förderprogramms „Digitale Zukunftskommune@bw“ entwickelt jeder Kreis ein Anwendungsmuster auf einem ganz unterschiedlichen digitalen Feld. Die Ergebnisse werden ausgetauscht und somit können alle Landkreise profitieren“, resümiert Dr. Christoph Schnaudigel, Landrat des Landkreises Karlsruhe und Konsortialführer.

Mit dem Landeswettbewerb „Digitale Zukunftskommune@bw“ unterstützt die Landesregierung 55 Gewinnerkommunen mit insgesamt 7,6 Millionen Euro bei der Digitalisierung. Die Städte Heidelberg, Karlsruhe, Ludwigsburg, Heidelberg, Ulm sowie das Konsortium „Digitale Landkreise@bw“ der fünf Landkreise werden zu Schrittmachern des digitalen Wandels und realisieren konkrete Digitalisierungsprojekte. Dafür erhalten sie jeweils 880.000 Euro Fördermittel vom Land. Darüber hinaus erhalten 50 Kommunen eine Förderung von bis zu 45.000 Euro, um eine Digitalisierungsstrategie zu entwickeln. Alle Lösungen sollen auf die Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger vor Ort zugeschnitten sein. Alle Kommunen werden durch das Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO in Kooperation mit dem bwcon-Netzwerk begleitet und unterstützt. Das Ziel: Die Best Practices aus den Modellkommunen sollen auf andere Kommunen in Baden-Württemberg übertragen werden – und damit in der Fläche ausgerollt werden können.

Zugeordnete Tags

Kontakt

Benjamin Lutsch
Dez 3 Verkehr und Ordnung, AWB, Restmüllheizkraftwerk
Tel: 0 70 31 / 663 - 16 19
E-Mail: B.Lutsch@lrabb.de

Simone Hotz
Dez 4 Bauen und Umwelt, Regionalentwicklung
Tel: 0 70 31 / 663 - 12 04,
E-Mail: S.Hotz@lrabb.de

Rebecca Kottmann
Dez 1 Steuerung und Service, Dez 2 Bildung und Soziales
Tel: 0 70 31 / 663 - 14 82
E-Mail: R.Kottmann@lrabb.de

Melitta Thies
Gleichstellung
Tel: 0 70 31 / 663 - 12 22,
E-Mail: M.Thies@lrabb.de

Bild-Portal
für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
www.skyfish.com/p/lrabb

Bürgeranfragen
Bürgerreferent
Tel: 0 70 31 / 663 - 12 29
E-Mail: buergerreferent@lrabb.de

Praktikant/in gesucht
Lust auf ein Praktikum in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit?
Weitere Infos