Fahrradfreundliche Mobilität der Zukunft erringt den 1. Platz

Radkongress PEDELEC-Land Baden-Württemberg - Verleihung des Landespreises „Neue Wege schaffen“ am Montag, 25.11.2019, in Kornwestheim

Landrat Roland Bernhard: „Herausragender Preis für die Radschnellverbindung von Böblingen/Sindelfingen nach Stuttgart!“

Am Montag, 25. November 2019, fand in Kornwestheim der Radkongress PEDELEC-Land Baden-Württemberg statt. Höhepunkt der Veranstaltung war die Verleihung des Landespreises „Neue Wege schaffen“ durch Verkehrsminister Winfried Hermann (MdL). Mit der damals landesweit ersten fertiggestellten Radschnellverbindung (RSV) von Böblingen/Sindelfingen nach Stuttgart erreichte der Landkreis Böblingen den ersten Platz. Landrat Roland Bernhard bekam vom Minister persönlich den Preis, ein Lasten-Pedelec, überreicht. Den 2. und 3. Platz belegte die Stadt Mannheim mit ihrem Projekt Bismarckstraße bzw. die Stadt Neckartenzlingen mit einer neuen Fahrradbrücke. Eine Fachjury aus Vertretern des Ministeriums, der Regierungspräsidien und kommunalen Verwaltungen sowie weiteren Akteuren hatte die Preisträger unter insgesamt 26 eingereichten Projekten ausgewählt.

„Das ist eine ganz besondere Auszeichnung und ich freue mich riesig, dass der Landkreis Böblingen mit der Radschnellverbindung von Böblingen/Sindelfingen nach Stuttgart den ersten Platz erringen konnte“, so Landrat Roland Bernhard im Rahmen der Preisverleihung. „Diese Baumaßnahme war ein wichtiges Zeichen in Richtung Mobilität der Zukunft. Und es war nur die erste – aktuell bauen wir schon am nächsten Teilstück, der Verbindung von Böblingen nach Ehningen, die im Frühjahr nächsten Jahres fertig sein wird.“ Man meine es ernst im Landkreis Böblingen mit dem Radverkehr als zentralem Bestandteil einer nachhaltigen Mobilität; dazu gehe man auch gern voran, so der Landrat.

Mit dem Landespreis sollen erfolgreiche Maßnahmen zur Verbesserung des Radverkehrs ins Bewusstsein gerückt werden, „beispielgebende Infrastrukturprojekte“, wie es in der Ausschreibung hieß – von klassischen Radwegen bis hin zu Schutz- und Radfahrstreifen, Sicherheitsmaßnahmen, Fahrradparkhäuser, Fahrradstraßen, Brückenbauwerke oder Querungshilfen. Die ausgezeichnete RSV des Landkreises Böblingen verbindet auf einer rd. 7,7 Kilometer langen Trasse die beiden Mittelzentren Böblingen und Sindelfingen mit der Landeshauptstadt Stuttgart. Dabei wurden bestehende Wegstrukturen ausgebaut und optimiert. Aus den Städten Böblingen und Sindelfingen führt jeweils eine Wegverbindung, die sich im Wald zwischen dem Landkreis Böblingen und der Stadt Stuttgart zu einer Trasse verbinden. Eine schnelle und schöne Route für Berufspendler und Freizeitradler und ein Pilotprojekt des Landes, das Strahlkraft auch für andere, ähnliche Projekte hat.

„Satteln Sie um - so lautet unser Slogan, der für diese Verbindung gut passt“, betont Landrat Bernhard. „Auf dem neuen Radschnellweg ist es möglich, emissionsfrei und gesundheitsfördernd, und entspannt am Stau vorbei zur Arbeit zu fahren.“ Die Frequentierung der Strecke wurde sowohl vor also auch nach der Umsetzung der Baumaßnahme gemessen. Demnach könne eine eindeutige Steigerung des Radverkehrsaufkommens verzeichnet werden, so der Landrat.

Die Radschnellverbindung (RSV) zwischen Böblingen/Sindelfingen und Stuttgart, Kooperationsprojekt des Landkreises Böblingen mit Städten Böblingen und Sindelfingen, wurde im Mai 2019 mit einem Festakt ihrer Bestimmung übergeben, auch damals im Beisein von Verkehrsminister Winfried Hermann. Der Spatenstich war im September 2018 erfolgt. Nach rd. 7monatiger Bauzeit konnte die Maßnahme, im Zeit- und Kostenrahmen fertiggestellt werden.
Die Gesamtkosten beliefen sich auf rd. 3 Mio. Euro, ein großer Teil davon, rd. 800.000 Euro für die Beleuchtung. Letztere wurden vom Land komplett übernommen, die übrigen Investitionskosten wurden nach Landesgemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (LGVFG)-Förderrichtlinie mit 50 % vom Land gefördert. Herzstück und lang diskutierter Streitpunkt ist die Römerstraße. Sie wurde in den 1930er Jahren mit Pflastersteinen befestigt, damit die Panzer zwischen den Kasernen in Böblingen und Stuttgart fahren konnten. Durch den erfolgten Umbau dient die „Panzerstraße“, wie sie im Volksmund genannt wird, heute friedlichen Zwecken und einer umweltfreundlichen Mobilität.

(Erstellt am 01. Dezember 2019)

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