Corona-Pandemie: Eine Impfpflicht im Gesundheitswesen

Landrat Roland Bernhard: „Wir haben es hier mit den vulnerabelsten Personengruppen zu tun; ungeimpfte Mitarbeitende gefährden sich und andere.“

Landrat Roland Bernhard richtet sich erneut mit einem Schreiben an den Bundesgesundheitsminister. Sein Anliegen: Die Einführung einer Impfpflicht im Gesundheitswesen. In den Kliniken, aber auch in Pflegeeinrichtungen, habe man es mit der wohl vulnerabelsten Gruppe unserer Bevölkerung zu tun. Ausbrüche in diesen Einrichtungen könnten verheerende Folgen haben. „Mir ist bewusst, dass diese Forderung nicht überall beliebt ist und eine solche Entscheidung in Teilen der Bevölkerung auf vehemente Kritik stoßen wird. Ich versichere Ihnen aber, dass Sie in mir einen lautstarken Verbündeten haben, der Sie in dieser Sache voll und ganz unterstützen würde“, so der Landrat in dem Schreiben.

Die Tatsache, dass man bei den Beschäftigten in Kliniken teils mit Impfquoten von rd. 60% konfrontiert ist, sei untragbar. Die Frauen und Männer gefährdeten sich und die, die ihnen anvertraut sind. Schon zwei Befragungen fanden seitens des RKI in diese Richtung statt, das Ergebnis ist weiterhin nicht zufriedenstellend. „Ein Beschwören von Solidarität und Verantwortung ist aus meiner Sicht nicht länger ausreichend“, so Bernhard. „Angesichts von rd. 5,7 Mio Menschen im Gesundheitswesen (über 3,6 Mio davon im direkten Patientenkontakt) brauchen wir für bestimmte Bereiche eine Pflicht zur Impfung.“

Der Landrat richtet die Bitte an den Minister, das Thema auf bundespolitischer Ebene anzuschieben. Man beobachte überall eine gewisse Impfmüdigkeit. Alle seien wohl etwas enttäuscht, wie die anfängliche Nachfrage nach der Corona-Impfung nachgelassen hat. Jedoch seien manche Bereiche dabei noch wichtiger als andere.

Zuletzt hatte sich auch die Evangelischen Heimstiftung (EHS) offen dafür ausgesprochen, die Corona-Schutz­impfung für Pflegekräfte verpflichtend zu machen. Aufklärung, Beratung und viele freundliche Appelle hätten bislang nicht den notwendigen Erfolg gebracht, hieß es dazu von der Stiftung. Der EHS zufolge liegt die Impfquote bei den Bewohnern der Pflegeheime bei nahezu 100 Prozent – bei Mitarbeitenden jedoch nur durchschnittlich unter 70 Prozent. Das Gesundheitsrisiko, das davon ausgeht, müsse minimiert und dafür gesorgt werden, dass die Impfquoten unter den Mitarbeitenden nochmals steigen. Da Beratung, Information und niederschwellige Impfangebote offenbar ausgereizt sind, müsse der Gesetzgeber für eine Impfpflicht sorgen.

(Erstellt am 23. September 2021)

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