Nutzerzahlen der Radschnellwege steigen

Landrat Roland Bernhard: „Die Nutzerzahlen spiegeln den Erfolg wider!“

Glückwunsch zum ersten Jahrestag - die Radschnellverbindung (RSV) zwischen Böblingen/Sindelfingen und Stuttgart wird am 31. Mai 2020 genau ein Jahr alt. Am 31. Mai 2019 waren Verkehrsminister Winfried Hermann (MdL), Landrat Roland Bernhard, die Oberbürgermeister von Böblingen und Sindelfingen, Dr. Stefan Belz und Dr. Bernd Vöhringer, sowie Peter Grotz, Vorsitzender des ADFC Kreisverbands Böblingen, zum ersten Mal darauf gefahren und hatten den Weg damit offiziell in Betrieb genommen.

„Diese Radschnellverbindung war schon in ihrer Entstehung eine Erfolgsgeschichte“, so Landrat Roland Bernhard. „Nach einer knapp 7monatigen Bauphase war der Weg als erster seiner Art landesweit fertiggestellt worden. Und das Schönste ist – die Nutzerzahlen belegen, er ist ein Baustein für ein zukunftsfähiges Mobilitätskonzept.“

Die Gesamtlänge der gegabelten Strecke von Böblingen nach Stuttgart bzw. von Sindelfingen nach Stuttgart beträgt rd. acht Kilometer. Eine schnelle und schöne Route für Pendler, aber auch für den Freizeitradverkehr. „Im Rahmen der Machbarkeitsstudie haben wir auch die Verlängerung dieses Wegs und weitere Korridore im Blick, denn der Radverkehr ist auch im Landkreis Böblingen zentraler Bestandteil einer nachhaltigen Mobilität“, betonte Roland Bernhard.

Im Verbund mit den Städten und Gemeinden entlang der Radschnellverbindungs-achse Herrenberg–Böblingen/Sindelfingen–Stuttgart sollen die Planungen weiter gehen. Für die Bereiche Ehningen und Gärtringen sind sie bereits beauftragt. „Mit der Weiterführung von Böblingen nach Ehningen haben wir diese Woche einen nächsten Bauabschnitt eröffnen können“, freut sich Bernhard.

Von Beginn an wurden die Radfahrten über die neue RSV gezählt. Zwischen Kampfmittelbeseitigungsdienst und Brücke über die Autobahn ist eine Zählstelle mit Infrarotsensor und Kontaktschleife eingerichtet. Seit wenigen Tagen ist diese ergänzt um ein für alle sichtbares Anzeigendisplay, das nun direkt zeigt, die wievielte Fahrt aktuell gezählt wird. Auch online wird man die Zahl mitverfolgen können, auf der Website des Landkreises Böblingen (Regionalentwicklung). Der Wert von 200.000 war schon nach rd. 11 Monaten überschritten, in Kürze wird die 250.000 Marke geknackt.

„Ich freue mich, dass bald eine Viertelmillion Radfahrerinnen und Radfahrer den Radschnellweg von und nach Stuttgart genutzt haben – ein klares Erfolgssignal für zukunftsfähige Mobilität. Mit unserem Radverkehrskonzept, dessen detaillierte Planung wir in der aktuellen Sitzungsrunde beschließen konnten, und der Entwicklung der Mahdental-Achse als erster Strecke, führen wir den Radverkehr auch innerhalb Sindelfingens zukünftig auf einem neuen Radwegenetz und werden so noch fahrradfreundlicher“, so der Sindelfinger Oberbürgermeister Dr. Bernd Vöhringer.

Böblingens Oberbürgermeister Dr. Stefan Belz betont: „Seit einem Jahr nutzen unsere Bürgerinnen und Bürger rege die neue klima- und umweltfreundliche Alternative. Wir haben mit dem Radschnellweg eine sichere und schnelle Verbindung zwischen Böblingen und Stuttgart geschaffen – und einen wichtigen Baustein für die Mobilität der Zukunft. Auch mit der aktuellen Erweiterung zwischen Böblingen und Ehningen fördern wir das Radfahren weiter. Satteln Sie jetzt um und haben Sie viel Freude auf unseren Radschnellwegen!“

"Die Zahlen sprechen für sich, und das im ersten Jahr - ein sehr gutes Ergebnis, das zeigt, dass sich die Investition in den Radschnellweg gelohnt hat“, so Peter Grotz, Vorsitzender des ADFC-Kreisverbands Böblingen. „Uns vom ADFC freut es sehr, dass der Landkreis dieses Projekt so entschieden unterstützt und bereit ist, Verbesserungen auf den Weg zu bringen. So wird beispielsweise die geplante Brücke über die Panzerstraße zu einer weiteren Optimierung der Streckenführung führen."

„Die Nutzerzahlen sind für uns sehr wichtig für die bedarfsorientierte Planung weiterer Radverkehrsverbindungen“, erklärt Landrat Bernhard. „Und ich freue mich angesichts der tollen Zahlen, dass hier auch das Prinzip der Mischnutzung offenbar gut angenommen wird. Wir wollten den Weg für Spaziergänger und Radler gleichermaßen attraktiv halten, und das scheint gelungen zu sein.“ Die RSV wird von Fußgängern und Radfahrern im Verhältnis 1/3 zu 2/3 genutzt. An den Wochenenden ist ein deutlicher Freizeitverkehr beider Nutzergruppen und an Werktagen die typischen Pendlerbewegungen bei den Radfahrern zu erkennen. „Mit guter Radverkehrsinfrastruktur und der Unterstützung der Radfahrer schaffen wir das Zie, den Radverkehrsanteil bis 2025 auf 20% zu erhöhen.“

Die RSV BB/Sifi-Stuttgart beginnt aus Richtung Stuttgart hinter der Brücke über die Autobahn A 8 bei Stuttgart-Rohr und verläuft anschließend auf der neu ausgebauten und asphaltierten Römerstraße beziehungsweise dem Musberger Sträßle bis nach Böblingen und Sindelfingen. Aus Gründen des Denkmalschutzes wurde ein ca. 80 Meter langer Abschnitt unmittelbar an der Fußgängerbrücke über die A 8 im alten Zustand mit Pflasterbelag beibehalten. Auch der bisher schon asphaltierte Abschnitt der Römerstraße wurde saniert und im Kreuzungsbereich Römerstraße/Waldburgstraße/K1057 eine neue Querungshilfe gebaut.

Um während der dunklen Jahreszeit den Pendlerinnen und Pendlern im Wald eine sichere Verbindung zu gewährleisten, wurde eine durchgehende Beleuchtung installiert; zur Reduktion der Lichtemissionen und des Strombedarfs schaltet sich diese dynamisch mittels Bewegungssensoren je nach Bedarf ein und aus.

Radschnellwege sind qualitativ hochwertige, direkt geführte und leistungsstarke Rad-verkehrsverbindungen zwischen Kreisen und Kommunen. Radschnellverbindungen zeichnen sich aus durch:

  • Gesamtstrecke: mind. 5,0 km
  • Verbindung zwischen großen Kommunen
  • bedeutende Verbindung für Alltagsradverkehr (durchschnittlich mehr als 2.000 Radfahrende in 24h auf überwiegendem Teil der Gesamtstrecke)

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