Die ganze Vielfalt der Streuobstwiese lernen und erleben

Neuer Ausbildungslehrgang zur/zum Streuobst-Pädagogin/en

Für das Projekt „Die Streuobstwiese – Unser Klassenzimmer im Grünen“, ein ganzjähriges unterrichtsbegleitendes Streuobst-Unterrichtsmodul für Grundschul-kinder, startet auch 2020 wieder ein Ausbildungslehrgang zur/zum Streuobst-Pädagoge/in. Anbieter ist die Böblinger Streuobstschule in Kooperation mit dem Landkreis Böblingen. Der Unterricht findet überwiegend im oder bei der Gemeinschaftsschule in Weil im Schönbuch statt. Die Teilnahmegebühr beträgt 650 Euro zuzüglich Fachliteratur (250 Euro) sowie Verpflegungs- und eventuell Übernachtungskosten.

Die Streuobstschule, geleitet von Beate Holderied, ist anerkannter Träger von Bildungsmaßnahmen im ehrenamtlichen Bereich nach § 5 Absatz 3 des Bildungszeitgesetzes. Dort Lernende sind berechtigt, Bildungsurlaub hierfür zu beantragen. Außerdem ist die Streuobstschule, das Projekt „Die Streuobstwiese – Unser Klassenzimmer im Grünen“ sowie der Verein Streuobst-Pädagogen e.V. als UN-Dekade Projekt Biologische Vielfalt ausgezeichnet worden.

Die Ausbildung ist über ein ganzes Jahr in fünf Blöcke aufgeteilt und umfasst zwei 4-tägige, zwei 2-tägige und einen 1-tägigen Block mit insgesamt 89 Unterrichtsstunden. (Termine: 9.-12. März, 24. April, 19./20. Juni, 15.-18. Juli und 16./17. Oktober. Die Prüfung findet am 21. November statt und beinhaltet einen schriftlichen und praktischen Teil. Die erfolgreichen Teilnehmer erhalten eine Urkunde. Mit der Ausbildung können auf selbständiger Basis ganzjährige Streuobstprojekte oder auch einzelne Aktionen an Grund- und weiterführenden Schulen, in Kindergärten oder auch mit anderen Gruppen von Kindern, Jugendlichen oder Erwachsenen durchgeführt werden.

Die Ausbildungsinhalte sind über das ganze Jahr verteilt, um das Thema Streuobstwiese in seiner Ganzheit und im Lauf der Jahreszeiten beleuchten zu können. Es geht um die Historie und die Tierwelt im Ökosystem Streuobstwiese, aber auch über Baumschnitt und verschiedenste Sorten. Nisthilfen für Vögel werden genauso beleuchtet, wie die Spuren im Schnee, die Bienen oder Fledermäuse, die gern in alten Streuobstbäumen wohnen. Selbstverständlich ist die Streuobsternte und die Verwertung der Früchte ein großes Thema, genauso wie die Bestimmung der vielen essbaren Kräuter, die in der Wiese wachsen. Das Thema ist so vielseitig wie die Streuobstwiesen selbst – und genau darin liegt auch der Reiz für die Kinder, Jugendlichen und vielleicht auch Erwachsenen, die den ausgebildeten Streuobst-Pädagoginnen und –Pädagogen später lauschen.

Für Fragen rund um die Ausbildung stehen Beate Holderied (Tel. 07157/5272798) und Manfred Nuber, Landratsamt Böblingen, (Tel. 07031 663-1000) zur Verfügung. Die Teilnehmerzahl ist auf 25 begrenzt. Infos und ein Bewerbungsformular gibt es online auf www.streuobst-paedagogen.de. Bewerbungen sind bis 30. Januar 2020 an das Landratsamt Böblingen, Manfred Nuber, Parkstraße 16, 71034 Böblingen oder per Mail an m.nuber@lrabb.de zu richten.

Die Streuobstschule wurde 2011 als Kooperation des Landkreis Böblingen mit Beate Holderied gegründet. Seither wurden an verschiedenen Lernorten in ganz Deutschland rd. 600 Streuobst-Pädagogen ausgebildet. Im laufenden Schuljahr kommen dadurch fast 350 Schulklassen in mehreren Bundesländern in den Genuss dieses ganzjährigen unterrichtsbegleitenden Streuobstprojekts.

Das Projekt wurde im Landkreis Böblingen konzipiert und wird inzwischen in vielen Landkreisen in Baden-Württemberg sowie in Niedersachsen und in Nordrhein-Westfalen angeboten und gefördert. In 10 von 16 Bundesländern begeistern die Streuobst-Pädagogen an Grund- sowie weiterführenden Schulen, in Vereinen oder auf selbständiger Basis Kinder, Jugendliche, aber auch Erwachsene für das Thema Streuobst. Dabei wird Bewusstsein für das Ökosystem Streuobstwiese geschaffen.

(Erstellt am 06. November 2019)

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