Abfallentsorgung in Zeiten der Corona-Pandemie

Mitarbeiter des Abfallwirtschaftsbetriebs verarbeitet Corona-Krise künstlerisch

v. l. n. r.: Betriebshofleiter Joachim Predl und der Erste Werkleiter Martin Wuttke nehmen das Bild von Mitarbeiter und Künstler Simon Odischo entgegen.

Seit über einem Jahr befindet sich die ganze Welt in der Pandemie, Corona hat unser gesamtes Leben gehörig durcheinandergebracht. Auch die kommunalen Unternehmen hat die Corona-Krise vor große Herausforderungen gestellt. Abfallentsorgung zählt zur Daseinsvorsorge, die kommunalen Entsorgungsbetriebe sind somit Teil der systemrelevanten Infrastruktur. Über 400 Mitarbeiter des Abfallwirtschaftsbetriebs Böblingen (AWB) haben es in den vergangenen anderthalb Jahren mit viel Engagement und Einsatzbereitschaft unter teilweise schwierigen Bedingungen geschafft, den Müll der Kreisbevölkerung gewohnt zuverlässig zu entsorgen.

Die Pandemiebedingungen erforderten einige organisatorische Umstellungen. Um das Ansteckungsrisiko zu minimieren, wurde beispielsweise die Mannschaft der Müllabfuhr in Abfuhrteams auf verschiedene Standorte verteilt, ebenso die Teams des Containerdienstes, die für eine reibungslose Abfuhr der Wertstoffe von den Wertstoffhöfen sorgen. Die Wertstoffhöfe standen von Beginn an im Fokus: Als Orte mit größeren Menschenansammlungen mussten hier sehr frühzeitig Maßnahmen ergriffen werden, um den Schutz der Kunden, aber auch der Mitarbeiter, zu gewährleisten, wie zum Beispiel die Einführung der Maskenpflicht oder die Beschränkung der maximal zulässigen Kundenanzahl auf dem Hofgelände. Räumliche Trennungen erfolgten auch in der Verwaltung. So war das gesamte Kundencenter im Homeoffice, um die permanente Erreichbarkeit des Abfallwirtschaftsbetriebs sicherzustellen. „Mein Dank gilt daher allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unseres Betriebs für ihre große Einsatzbereitschaft zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger“, erklärt der erste Werkeiter des AWB, Martin Wuttke. Nur durch das große Verständnis für die umfangreichen Sicherheits- und Hygienemaßnahmen sowie das herausragende Engagement konnte es gelingen, die Dienstleistungen in bewährter Manier zu gewährleisten. Trotz der Entspannung der Corona-Lage ist es aber noch zu früh, schon jetzt zum Normalbetrieb zurückzukehren. „Wir wollen zunächst das Ende der Reisezeit nach den Sommerferien und die weitere Entwicklung des pandemischen Geschehens abwarten, um unsere Betriebsbereitschaft nicht unnötig durch ein erhöhtes Ansteckungsrisiko zu gefährden“, so der Erste Werkleiter.

Die Corona-Krise bewegt die Menschen auf unterschiedliche Weise. Ein Umgang mit den Belastungen der letzten Monate ist auch die künstlerische Aufarbeitung. So präsentierte Martin Wuttke das Gemälde von Simon Odischo, einem langjährigen Mitarbeiter des AWB, der als Fahrer beim Betriebshof arbeitet. Für Odischo ist die Malerei sein Leben. „Ohne Malen geht bei mir gar nichts“, sagt er. Mit einem Bild, hergestellt in Kratztechnik, verarbeitet Odischo auf seine ganz persönliche Weise die Corona-Krise. Das Gemälde zeigt ein kleines Kind, das eine Tafel beschriftet mit dem Satz „Bitte verlass uns Corona“.

„Herr Odischo bringt damit genau das zum Ausdruck, was wir uns alle sehnlichst wünschen: Dass die Pandemie möglichst bald verschwindet und wir unser normales Leben wieder zurückerhalten“, freut sich Martin Wuttke über das Kunstwerk seines Mitarbeiters.

„Corona ist ein richtig großes Thema“, sagt Simon Odischo, „und manchmal lösen die Kleinen diese Themen. Erwachsene diskutieren oft, aber ein Erwachsener würde nie sagen: ‚Bitte verlass uns Corona.‘“ Und auch Dankbarkeit hat er auf seinem Bild zum Ausdruck gebracht. Auf die Tafel hat das Kind auch ein Mädchen gemalt, das einer Krankenschwester eine Blume gibt – und ein Müllauto samt Müllmann. „Ich finde“, sagt Odischo, „Krankenschwestern und Müllmänner sind auch Helden“. Denn sie alle haben während der Pandemie die ganze Zeit weitergearbeitet. Das Bild von Simon Odischo wird künftig eine Wand im Verwaltungsgebäude des AWB auf der Hulb zieren.

Simon Odischo malt seit seiner Kindheit, hat eine Zeit lang Kunst studiert und ein eigenes Atelier in Sindelfingen. Seine Bilder hat er bereits fast überall in Europa ausgestellt – auch in Miami und New York war seine Kunst schon zu sehen. Vom 27. bis 31. Oktober 2021 wird Simon Odischo einige seiner Werke auf der ART Innsbruck zeigen.

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