Das Landratsamt Böblingen feiert sein 60-jähriges Jubiläum

Einweihung des Gebäudes am 7. Oktober 1960

Das Landratsamt Böblingen befindet sich seit 7. Oktober 1960 in der Parkstraße 16. Landrat Roland Bernhard erklärt: „Das Landratsamt deckt ein breites Aufgabenspektrum als Dienstleister für die Bürgerinnen und Bürger ab. Ich freue mich, dass wir nun das 60-jährige Jubiläum am Standort in der Parkstraße 16 feiern können“.

15 Jahre nach Kriegsende bezog die Kreisverwaltung ein neues, modernes Verwaltungsgebäude an der Parkstraße. Stolz stellte Landrat Karl Heß bei der Einweihung am 7. Oktober 1960 fest, dass nun das „jahrelange […] Wanderdasein der Kreisverwaltung beendet [sei]“. Nach der kriegsbedingten Zerstörung des Domizils am Postplatz war das Landratsamt in der Goldbergschule untergebracht, im alten Kameralamt in Sindelfingen, auf der Waldburg in der Villa Sussmann und im ehemaligen Finanzamt. Mit den wachsenden Aufgaben der Kreisverwaltung in der Nachkriegszeit und der stark steigenden Bevölkerungszahl hatte auch die Anzahl der Bediensteten zugenommen. Dies führte zu sehr beengten Verhältnissen, die auch für die Bürger und Besucher der Verwaltungsgebäude beschwerlich waren.

1957 erwarb der Landkreis von der Stadt Böblingen das Gelände am Unteren See mit der Absicht, dort einen Neubau zu erstellen. Das Gelände bot die Möglichkeit, einen modernen, 4-geschossigen Zweckbau mit Querflügel und einem eingeschossigen Gebäudeteil an der Steinbeisstraße zu errichten. Die Bauzeit dauerte von März 1959 bis September 1960. Landrat Heß wies bei der Einweihung darauf hin, dass dies nach 280 Jahren – der Erbauung der Oberamtei auf dem Marktplatz 1680– der zweite Neubau für die Verwaltung sei. 

Mit dem Neubau wurde städtebaulich intendiert, eine Beziehung zum Unteren See und der historischen Kulisse des Stadtkerns aufzunehmen. „An den Formen und Farben des Bauwerks wurde bewußt äußerste Zurückhaltung geübt“, so der Stuttgarter Architekt Dipl.-Ing. Hans-Joachim Welz, um so dem „Bau eine würdige und strenge Note“ zu verleihen. Sein Entwurf gewann 1957 den ausgeschriebenen Architekturwettbewerb.

1964 wurde die erste Erweiterung fertiggestellt und dadurch ein Verbindungsgang zwischen der Kfz-Zulassungsstelle und dem Gebäudeteil an der Parkstraße geschaffen. Mit der Kreisreform 1973 wurde mehr Platz gebraucht. Dies resultierte in einem Erweiterungsbau, der schließlich 1976 bezogen werden konnte. Zehn Jahre später kam ein dritter Ausbau hinzu: Der an das Parkdeck angrenzende Eingangsbereich wurde vergrößert und das Gebäude um zwei Achsen bis zum 5. Obergeschoss erweitert. 1992 und schließlich 2006 – nach der Verwaltungsreform 2005 – schlossen sich zwei weitere Erweiterungen an. „So spiegelt die Baugeschichte des Landratsamtes auch die Entwicklung der Kreisverwaltung mit einer stetigen Ausweitung der Aufgaben und Kompetenzen wider“, zieht Landrat Roland Bernhard ein Fazit.

(Erstellt am 06. Oktober 2020)

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