Corona-Problematik in der Abfallwirtschaft

Priorität haben Restmüll- und Biomüllabfuhren

Der Abfallwirtschaftsbetrieb hat seit Beginn der Corona-Pandemie gut vorgesorgt und frühzeitig Redundanzen bei der Müllabfuhr geschaffen. Dazu gehören die Aufteilung der Einsatzteams auf vier verschiedene Standorte, ein ausgeklügeltes Hygienekonzept für Standorte und Fahrzeuge (Desinfektions- und Maskenpflicht im Führerhaus) sowie die Entzerrung der Arbeitszeiten. Auf diese Weise konnte bislang die Leerung aller bereitgestellten Müllbehälter im Landkreis gesichert werden. Vollständig verhindern lassen sich Ansteckungen angesichts der erhöhten Fallzahlen jedoch nicht.

„Seit Beginn der Pandemie im März konnten wir unseren Bürgerinnen und Bürgern das gesamte Leistungsspektrum bieten, doch Corona rückt jetzt auch bei uns immer näher“, zeigt sich der Erste Werkleiter des Abfallwirtschaftsbetriebs, Martin Wuttke besorgt. Man habe nun auch vermehrt Fälle und Quarantänesituationen im Betrieb – zusätzlich zu den in dieser Jahreszeit normalen Infektionen mit Erkältungsviren. „Absolute Priorität haben für uns die Restmüll- und Biomüllabfuhren. Um diese Grundversorgung gewährleisten können, müssen wir eventuell an anderer Stelle einsparen, wenn wir nicht mehr genügend Personal zur Verfügung haben“, erklärt Martin Wuttke. Dies gelinge am einfachsten bei der Leerung der Papiertonnen, weil Altpapier auf den Wertstoffhöfen abgegeben und außerdem hygienisch völlig unbedenklich auch längere Zeit im Haushalt zwischengelagert werden kann.

„Sollte trotz aller getroffenen Vorsichtsmaßnahmen im Betrieb der Fall eintreten, dass mehrere LKW-Besatzungen ausfallen, müssen wir uns vorbehalten, die Altpapierabfuhren zeitweise einzustellen“, so der Erste Werkleiter und appelliert schon jetzt an das Verständnis der Bürgerinnen und Bürger. „Wir denken dabei nicht nur an die Gesundheit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sondern auch der Mitglieder der örtlichen Vereine, die uns seit Jahren bei der Altpapierabfuhr tatkräftig unterstützen.“ Diese seien bei den samstäglichen Abfuhren zwangsläufig durch die Kontakte mit den AWB-Mitarbeitern einem erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt.

Gegebenenfalls müssten Altpapier und Kartonagen vorübergehend  auf den örtlichen Wertstoffhöfen entsorgt werden. Bislang sind alle 31 Wertstoffhöfe im Landkreis zu den gewohnten Zeiten geöffnet.

Gleiches gilt für die mögliche vorübergehende Einstellung der Leerung der Alttextilcontainer. In diesem Fall wird der Einwurfschacht verschlossen und die Bürgerinnen und Bürger werden gebeten, Alttextilien noch etwas länger bei sich aufzubewahren. Dadurch kann dort eingesetztes Personal bei der Rest- und Biomüllabfuhr aushelfen.

(Erstellt am 20. November 2020)

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