AWB unterstützt Initiative „Weiler Cleanup Days 2020“

Freiwillige in Weil der Stadt sammeln 5 Wochen lang Müll von anderen ein

Die Initiative „Weiler Cleanup Days 2020“ hat im Rahmen des weltweiten „World Cleanup Day“ mit vielen Helfern vom 19. September bis 24. Oktober wilden Müll in Weil der Stadt und seinen vier Teilorten eingesammelt. Alle Teilnehmenden – inklusive des Waldkindergartens - haben insgesamt rund 500 Kilogramm Müll aufgelesen. Der Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises Böblingen hatte zur Unterstützung der Aktion auf den Wertstoffhöfen in Weil der Stadt und Renningen-Malmsheim speziell gekennzeichnete Mulden und am Kindergarten einen 1100-Liter Müllcontainer aufgestellt. Die Initiative hatte extra Müllsäcke aus Recyclingkunststoff mit einem entsprechenden Aufdruck zum Müllsammeln produzieren lassen. Diese Säcke konnten die freiwilligen Einzelpersonen oder Gruppen in bestimmten Geschäften abholen und dann – gefüllt mit eingesammelten Abfällen – kostenlos an den Abgabestellen einwerfen.

Das Projekt „Weiler Cleanup Days 2020“ wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und vom Verein für Jugendhilfe e.V. Böblingen gefördert. „Das war eine tolle Aktion in Weil der Stadt, die wir gerne mit unterstützt haben“, freut sich Martin Wuttke, Erster Werkleiter des Abfallwirtschaftsbetriebs. Um eine halbe Tonne wilden Müll aufzulesen, benötige es viel Engagement und Zeit. „Viel besser wäre natürlich, wenn gar nicht so viel Müll achtlos weggeworfen würde“, ärgert sich Wuttke über die Müllfrevler, deren Zahl auch im Landkreis seit einiger Zeit wieder zunehme.

Ute Wolfangel aus Weil der Stadt, eine der Initiatoren der Weiler Cleanup Days 2020, erklärt das Ziel der Kampagne: „Es geht uns nicht nur darum, unsere Stadt und Umgebung sauber zu halten. Wir möchten auch das Bewusstsein für Natur, Umwelt und im weiteren Sinne für den Klimaschutz schärfen. Dazu gehört ein achtsamer Umgang mit der Natur und unseren Ressourcen und natürlich die Vermeidung von Müll. Vor allem bei vielen Kindern und Jugendlichen ist unsere Aktion auf große Resonanz gestoßen, was uns sehr freut. Denn sie sind unsere Zukunft.“ Weitere Informationen dazu findet man unter www.weiler-cleanup.de.

Einwegverpackungen, aber auch Sperrmüll und alte Elektrogeräte finden sich illegal in der Landschaft, am Straßenrand und an Waldparkplätzen. Die Corona-Pandemie hat mit den Beschränkungen für die Gaststätten und Kantinen den Verbrauch von Einwegverpackungen verstärkt: Vermehrt liegen daher weggeworfene leere oder halbvolle Verpackungen von Speisen und Getränken und neuerdings viele Einwegmasken auf den Gehwegen und Straßenböschungen.

Hinzu kommen illegal abgelagerte größere Bauschuttmengen - häufig am Waldrand oder  auf den Häckselplätzen im Landkreis. „Verstehen können wir das nicht, der Müll ist nicht einfach ‚weg‘, nur weil man ihn irgendwo hingeworfen hat“, erklärt der Erste Werkleiter. Jeder private Haushalt und jede Firma habe ihre Müllbehälter, Wertstoffe wie Verpackungen, Holz, Metalle und Elektrogeräte können kostenlos auf den Wertstoffhöfen abgegeben werden.

Die wilden Müllablagerungen führen zu hohem Arbeitsaufwand und Kosten für den Abfallwirtschaftsbetrieb. Die Allgemeinheit muss die Entsorgungskosten für den Abtransport und die Verbrennung des illegalen Mülls bezahlen. Ein Trennen in Wertstoffe und Restmüll ist beim Einsammeln nicht leistbar.

Auch zukünftig will der Abfallwirtschaftsbetrieb solch vorbildliche Initiativen zur Beseitigung von illegalem Müll pressemäßig unterstützen. Noch wichtiger ist für den Abfallwirtschaftsbetrieb eine wirksame Aufklärung über ein nachhaltigeres Einkaufs- und Konsumverhalten, beispielsweise die Investition in langlebige Produkte und die Verwendung von Mehrwegbehältnissen. Informationen zur Abfallvermeidung gibt es unter www.awb-bb.de oder in der Abfall-App.

(Erstellt am 20. November 2020)

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