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Großbrand in der Vergärungsanlage Leonberg

In der Nacht vom 11. auf den 12. September zerstörte ein verheerender Brand fast die gesamte Anlage auf der ehemaligen Erddeponie an der A 8. Der Schaden wird auf 15 – 20 Millionen Euro geschätzt. Die Abfälle aus den grünen Tonnen können bis auf weiteres dort nicht mehr verarbeitet und daraus kein Biogas zur Erzeugung von Strom und Wärme erzeugt werden.

Erst im Juni wurde die bestehende Kooperation der Landkreise Böblingen und Esslingen bei der gemeinsamen Verwertung des Biomülls erweitert und die Bioabfallverwertung GmbH Leonberg gegründet. Die Vergärungsanlage wurde in die GmbH eingebracht und hätte um eine zweite Vergärungsstufe erweitert werden sollen, damit künftig auch Bioabfälle aus Esslingen hochwertig am Standort Leonberg verwertet werden können. An der Erweiterung der Kooperation soll trotz des Brandes festgehalten werden, nun müssen die beiden Landkreise die Planung für den Wiederaufbau der Anlage voranbringen.

Die Biomüllabfuhr ist trotz fehlender Vergärungsanlage gesichert: Die Biotonnen werden weiterhin zu den bekannten Leerungsterminen abgefahren. Ca. 35.000 Tonnen organische Abfälle sammelt der AWB jährlich über die Biotonnen ein. Bisher erzeugte die Vergärungsanlage Biogas, das zur Energiegewinnung genutzt wurde; aus den Gärresten wurde im Kompostwerk Kirchheim u. T. Kompost hergestellt. Nun gehen die Böblinger Bioabfälle zunächst direkt ins Kompostwerk Kirchheim u. T. zur Gewinnung von Qualitätskompost mit RAL-Gütesiegel, der als Dünger und Bodenverbesserer natürliche Ressourcen wie Mineraldünger und Torf ersetzen kann.

Weitere Entsorgungspartner stehen bereit, wenn das mögliche Anlieferungskontingent für Bioabfälle in Kirchheim erschöpft ist.