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Erhebungsstelle

Im Jahr 2022 findet bundesweit ein Zensus, eine Bevölkerungs-, Gebäude- und Wohnungszählung, statt. Damit nimmt Deutschland an der EU-weiten Zensusrunde teil, die verpflichtend festgeschrieben ist. Die Erhebung wird durch die Statistischen Ämter des Bundes und der Länder gemeinsam durchgeführt. Für Städte und Gemeinden mit einer Einwohnerzahl unter 30.000 wurde daher beim Landratsamt Böblingen eine Erhebungsstelle zur Durchführung des Zensus eingerichtet. 

Wofür benötigt man den Zensus?

Wofür benötigt man den Zensus?

Mit dieser statistischen Erhebung wird ermittelt, wie viele Menschen in Deutschland leben, wie sie wohnen und arbeiten. Durch den Zensus stehen verlässliche Einwohnerzahlen der Gemeinden, der Länder und der Bundesrepublik zur Verfügung. Viele Entscheidungen in Bund, Ländern und Gemeinden beruhen auf Bevölkerungs- und Wohnungszahlen. Die amtliche Einwohnerzahl ist eine wichtige Grundlage für zahlreiche rechtliche Regelungen: Zum Beispiel werden auf dieser Basis Wahlkreise eingeteilt und auch die Stimmenverteilung im Bundesrat orientiert sich an den Einwohnerzahlen. Zudem werden Ausgleichszahlungen wie der Länderfinanzausgleich und der kommunale Finanzausgleich sowie EU-Fördermittel pro Kopf berechnet.

Volkszählungen in Form einer Vollerhebung fanden zuletzt 1987 im früheren Bundesgebiet und 1981 in der ehemaligen DDR statt. 2011 folgte dann der erste EU-weite Zensus. In erster Linie werden für den Zensus Daten aus Verwaltungsregistern genutzt, sodass die Mehrheit der Bevölkerung keine Auskunft leisten muss. In Deutschland ist der Zensus 2022 eine registergestützte Bevölkerungszählung, die durch eine Stichprobe ergänzt und mit einer Gebäude- und Wohnungszählung kombiniert wird. Mit dem Zensus 2022 nimmt Deutschland an einer EU-weiten Zensusrunde teil, die in einer entsprechenden EU-Verordnung für alle Mitgliedstaaten verpflichtend festgeschrieben ist. Aufgrund der Corona-Pandemie wurde der anstehende Zensus von 2021 in das Jahr 2022 verschoben.

Wer führt den Zensus durch?

Wer führt den Zensus durch?

Die Erhebung wird durch die Statistischen Ämter des Bundes und der Länder gemeinsam durchgeführt. Sie bereiten die Befragung vor, koordinieren eine einheitliche und termingerechte Durchführung und sichern die Einhaltung der Qualitätsstandards.

Für Städte und Gemeinden mit einer Einwohnerzahl unter 30.000 wurde beim Landratsamt Böblingen eine Erhebungsstelle eingerichtet. Die Erhebungsstelle wird die Befragungen koordinieren und zusammen mit ehrenamtlich bestellten Erhebungsbeauftragten durchführen.

Erhebungsbeauftragte führen die Befragungen vor Ort durch. Sie besuchen die in der Stichprobe ausgewählten Auskunftspflichtigen und erfassen die Daten mit einem (Online-) Fragebogen. Die Voraussetzungen für den Einsatz als Erhebungsbeauftragter sind gesetzlich festgelegt. Alle Bewerber werden von den Erhebungsstellen in den Kommunen nach den festgelegten Auswahlkriterien geprüft und im Zweifel auch abgelehnt. Vor ihrem Einsatz müssen sie sich gesetzlich auf die Wahrung des Statistikgeheimnisses und zur Geheimhaltung der Erkenntnisse, die sie während und nach ihrer Tätigkeit gewonnen haben, schriftlich verpflichten. Ab dem Zensusstichtag beginnen die Erhebungsbeauftragten mit den persönlichen Befragungen in Haushalten und Wohnheimen aus der Stichprobe. Ein spezieller Ausweis bestätigt die Rechtmäßigkeit ihrer Arbeit.

Wer wird befragt?

Wer wird befragt?

Anders als bei einer traditionellen Volkszählung, bei der alle Bürger*innen direkt befragt werden, stützt sich der Zensus 2022 auf bereits bestehende Verwaltungsregister. Grundlage sind die Melderegister der Kommunen, die in erster Linie die Ausgangsdaten liefern. Um Über- und Untererfassungen in den Melderegistern zu erkennen, wird in der Haushaltebefragung auf Stichprobenbasis ein Teil der Bevölkerung zusätzlich direkt befragt. Für die in der Stichprobe ausgewählten Haushalte besteht dabei gesetzliche Auskunftsplicht.

Personen, die in Wohnheimen oder Gemeinschaftsunterkünften wohnen, sind über die Melderegister nicht vollständig zu erfassen. Deshalb wird bei allen Bewohner*innen in Wohnheimen, wie z. B. Studierenden- oder Arbeiterwohnheimen, eine Vollerhebung durchgeführt. In Gemeinschaftsunterkünften, wie Alten- und Pflegeheimen, Gemeinschaftsunterkünften von Flüchtlingen oder psychiatrischen Einrichtungen, ist die Einrichtungsleitung stellvertretend auskunftspflichtig. 

Für die Gebäude- und Wohnungszählung (GWZ) im Zensus 2022 werden alle privaten Eigentümer von Wohnungen oder Gebäuden mit Wohnraum befragt, ebenso gewerblich tätige Mehrfacheigentümer und Verwalter, sowie sonstige Verfügungs- und Nutzungsberechtigte von Gebäuden oder Wohnungen.

Zuständigkeit der Erhebungsstelle

Zuständigkeit der Erhebungsstelle

Die Erhebungsstelle des Landkreises Böblingen ist für folgende Städte und Gemeinden zuständig:

  • Aidlingen
  • Altdorf
  • Bondorf
  • Deckenpfronn
  • Ehningen
  • Gärtringen
  • Gäufelden
  • Grafenau
  • Hildrizhausen
  • Holzgerlingen
  • Jettingen
  • Magstadt
  • Mötzingen
  • Nufringen
  • Renningen
  • Rutesheim
  • Schönaich
  • Steinenbronn
  • Waldenbuch
  • Weil der Stadt
  • Weil im Schönbuch
  • Weissach

In den Großen Kreisstädten Böblingen, Herrenberg, Leonberg und Sindelfingen wurden zuständigkeitshalber eigene Erhebungsstellen eingerichtet.

Wo finden Sie die Erhebungsstelle?

Wo finden Sie die Erhebungsstelle?

Die gesetzlichen Vorgaben für den Zensus sind streng geregelt. Da die räumliche Trennung und Abschottung der Erhebungsstelle von anderen Verwaltungsstellen eine gesetzliche Vorgabe zur Durchführung des Zensus ist, wurde diese in Bürocontainern im Außenbereich des Landratsamtes errichtet.

Den Standort sowie die Wegbeschreibung der Erhebungsstelle erhalten Sie hier.

Hinweis: Bitte beachten Sie, dass Termine nur mit vorheriger Terminvereinbarung sowie der Zutritt zu den Räumlichkeiten der Erhebungsstelle nur mit medizinischem Mund-Nasen-Schutz (OP-Maske oder Schutzmaske der Klasse FFP2) möglich ist. Der Zugang zur Erhebungsstelle ist nur eingeschränkt barrierefrei. Gerne unterstützen wir Sie im Bedarfsfall oder ermöglichen Ihnen einen Termin in barrierefreien Räumlichkeiten des Landratsamtes. 

Erhebungsbeauftragte*r werden!

Sie möchten sich aktiv beim Zensus einbringen? 

Kontaktieren Sie uns gerne oder lassen Sie sich jetzt hier als Erhebungsbeauftragte*r vormerken. Wir werden uns dann mit Ihnen in Verbindung setzten.

Ihre Aufgaben

Als Erhebungsbeauftragte oder Erhebungsbeauftragter werden Sie im Rahmen der Haushaltebefragung und der Befragung in Wohnheimen und Gemeinschaftsunterkünften eingesetzt. Dazu wird Ihnen ein möglichst ortsnaher Arbeitsbezirk mit bis zu 150 zu erhebenden Personen im Landkreis Böblingen zugeteilt.

Vor Ort stellen Sie die Existenz der dort wohnenden Personen fest und übergeben ihnen ein Schreiben mit Zugangsdaten zu einem Online‐Fragebogen. Zum Teil müssen Sie auch zusammen mit den Einwohnerinnen und Einwohnern Papierfragebogen ausfüllen. Für die Befragten besteht dabei Auskunftspflicht.

Welche Voraussetzungen sollten Sie erfüllen?

  • Volljährigkeit
  • Gute Deutschkenntnisse (weitere Sprachkenntnisse sind von Vorteil)
  • Zuverlässigkeit und Genauigkeit
  • Verschwiegenheit
  • Zeitliche Flexibilität und Mobilität
  • Sympathisches und freundliches Auftreten

Die Voraussetzungen für den Einsatz als Erhebungsbeauftragter sind gesetzlich festgelegt. Alle Bewerber werden von den Erhebungsstellen nach den festgelegten Auswahlkriterien geprüft und im Zweifel auch abgelehnt. Vor dem Einsatz müssen sie sich gesetzlich auf die Wahrung des Statistikgeheimnisses und zur Geheimhaltung der Erkenntnisse, die sie während und nach ihrer Tätigkeit gewonnen haben, schriftlich verpflichten.

Die Rahmenbedingungen

Die Befragungen erfolgen im Zeitraum vom 15. Mai 2022 bis Ende Juli 2022. In der Zeiteinteilung sind Sie frei. Sie können beispielsweise auch nach Feierabend oder am Wochenende Interviews durchführen. 

Vor Beginn Ihrer Tätigkeit erhalten Sie im Frühjahr 2022 eine eintägige Schulung und werden auf Ihre Aufgaben vorbereitet.

Für die ehrenamtliche Tätigkeit erhalten Sie eine angemessene steuerfreie Aufwandsentschädigung von bis zu 850,00 €.