Rebhuhn-Schutzprojekt Oberes Gäu

Hecken als Lebensräume für die vom Aussterben bedrohten Feldvögel

In Jettingen werden derzeit Lebensräume für Rebhühner geschaffen. Der Bauhof setzt nördlich und östlich von Jettingen Abschnitte überalterter Hecken auf Stock. Ab dem Frühjahr 2023 wird das Gehölz wieder ausschlagen und eine wertvolle Niederhecke entwickeln. Als Bödenbrüter sind Rebhühner auf diese niederen Gehölze angewiesen. Sie finden dort nicht nur einen Ort für den Nestbau, sie können sich dort auch vor Fressfeinden schützen.

Das Rebhuhn bekommt man bei uns nur noch selten zu Gesicht. Bundesweit sind die Bestände um 90 % eingebrochen. Einer der Hauptgründe ist der Verlust von Strukturvielfalt in unserer Kulturlandschaft. Die Rebhuhnbestände im Oberen Gäu sind etwas Besonderes; seit 2016 setzen sich, koordiniert vom Landschaftserhaltungsverband Landkreis Böblingen (LEV), Landwirte und Naturschützer, die Jägerschaft sowie die Kommunen Gäufelden, Jettingen, Bondorf und Mötzingen im Rahmen des Rebhuhn-Schutzprojekts gemeinsam für den Schutz der bedrohten Feldvogelart ein. Die Maßnahmenfläche ist auf mehr als 22 Hektar angewachsen. Im vergangenen Jahr wurden an zwei Zählabenden 32 Rebhühner gezählt, was einem Tier pro Quadratkilometer entspricht.

Mit Blühflächen und Altgrasstreifen werden Rückzugsmöglichkeiten geschaffen, auf die das Rebhuhn insbesondere während der Brutzeit und der Aufzucht der Jungtiere angewiesen ist. Diese Flächen fördern aber auch weitere Arten wie Feldlerche, Feldhase und Co und auch viele Insektenarten. Die genannten Akteure sind dabei wichtige Partner. Es gibt aber auch Dinge, die Jede und Jeder tun kann: Die regionale Landwirtschaft durch den Kauf regionaler Produkte zu unterstützen, ist eins davon. Denn sie setzt sich für das Rebhuhn und generell die Artenvielfalt ein. Ein weiterer Aspekt ist, bei Spaziergängen auf den Wegen zu bleiben. Wenn Menschen die Wege verlassen, kann dies Rebhühner aufscheuchen. Und natürlich sollten Hunde grundsätzlich an der Leine geführt werden, da sie freilaufend eine Bedrohung für die Rebhühner darstellen.

Weitere Informationen gibt es unter www.rebhuhnoberesgaeu.de oder beim LEV über E-Mail an v.lorenz@lrabb.de.

(Erstellt am 02. November 2022)

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