Wilde Kräuter fördern für blühende Felderlandschaften

Mehr extensiv bewirtschaftete Ackerflächen fördern gefährdete Ackerwildkräuter

Seit Beginn des Jahres 2021 sind im Landkreis Böblingen mehr als 4 Hektar Ackerflächen bei Weil der Stadt in der Bewirtschaftung umgestellt worden. Es wird wenig gedüngt und Herbizide oder Pestizide kommen nicht zum Einsatz. So können sich selten gewordene Wildpflanzen wieder ansiedeln. Neben Pflanzenarten wie z. B. Acker-Rittersporn, Sommer-Adonisröschen oder Blauer Gauchheil profitieren viele Vogelarten, Insekten und andere Tiere von diesen Maßnahmen.

Weitere rd. 8 Hektar Ackerland in Renningen, Weil der Stadt und Aidlingen werden aktuell über die Landschaftspflegerichtlinie (LPR) gefördert, um Ackerwildkräuter zu erhalten und wieder anzusiedeln. Dort werden die Ackerkulturen in größeren Saatreihenabständen ausgebracht und auf den Einsatz von Herbiziden und Pestiziden verzichtet. Weil das zu geringeren Erträgen führt, gibt es über die LPR eine Förderung von bis zu 930 Euro je Hektar. Am besten gedeihen die Ackerwildkräuter in Kulturen wie Weizen, Dinkel, Roggen, Hafer oder Gerste. Die Maßnahmen sind ein schönes Beispiel dafür, wie sich Nutzung und Naturschutz auf der landwirtschaftlichen Fläche kombinieren lassen.

Rd. 200 Arten zählen baden-württembergweit zu den Ackerwildkräutern. Diese Wildpflanzen kommen teils seit Jahrtausenden in Ackerkulturen vor. Heute sind sie jedoch die am stärksten bedrohte Pflanzengruppe. Das liegt insbesondere an der chemischen Unkrautbekämpfung und generell dem technischen Fortschritt in der Landwirtschaft. Der Landschaftserhaltungsverband des Landkreises Böblingen (LEV) arbeitet in Kooperation mit der Landwirtschaft, der Naturschutzbehörde und –vereinen daran, die biologische Vielfalt auf Ackerflächen zu erhalten. Für Rückfragen kann man sich an den LEV wenden, telefonisch unter Tel. 07031 663-2385 oder per Mail an info@levbb.de.

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