Wilder Müll an Containerstandorten des AWB

Allgemeinheit trägt die Kosten

Der wilde Müll, der neben den Containern für Altkleider und Altglas unerlaubt abgelagert wird, hat in den letzten Monaten stark zugenommen. Nicht nur Altkleidersäcke, sondern auch Restmüll, Sperrmüll und sogar Biomüll sind hier zu finden.

„Die allermeisten Bürgerinnen und Bürger nutzen die kreisweit an über 300 Standorten aufgestellten Container bestimmungsgemäß. Ärgerlich, dass einige Wenige diese Standorte zur illegalen Ablagerung unterschiedlichster Abfallarten nutzen, und das leider in immer stärkerem Ausmaß. Denn das ist nicht nur kein schöner Anblick, es ist häufig auch wegen der Entstehung übler Gerüche Anliegern kaum zuzumuten.“

Der Abfallwirtschaftsbetrieb beobachtet ganz allgemein eine Zunahme von unerlaubten Ablagerungen innerhalb und außerhalb unserer Städte und Gemeinden im Landkreis, auch ganze Ladungen von LKWs. Betroffen sind zumeist Containerstandorte, aber auch Häckselplätze. „Das muss aufwändig entsorgt werden: Die Gesamtheit der Abfallgebührenzahler muss die Kosten für den Arbeits- und Transportaufwand sowie für die Kosten bei der Anlieferung des Mülls im Restmüllheizkraftwerk Böblingen bezahlen“, erläutert Thomas Koch, Werkleiter des Abfallwirtschaftsbetriebs (AWB), die unerfreuliche Entwicklung. Im Jahr 2020 sind hierfür bereits Kosten von mehr als 100.000 Euro angefallen.

Die neuesten Fotos von wild entsorgtem Müll an den vom AWB aufgestellten Alttextilien-Containern hätten ihn geschockt. Dreist wurden hier nicht nur mit Altkleidern gefüllte Säcke, sondern auch Restmüll und Sperrmüll und sogar gefährliche Gegenstände wie benutzte Einwegspritzen abgelagert. „Unsere Müllwerker kommen derzeit fast nicht mehr hinterher, die wüsten Ansammlungen auf Kosten der Allgemeinheit wegzuräumen, und sobald ein Müllhaufen daliegt, zieht er immer noch mehr Müll an. Wir werden das Personal kurzfristig verstärken müssen.“

Die Auflösung von Containerstandorten ist für den AWB die allerletzte Option, denn in enger Absprache mit den Städten und Gemeinden gilt es, eine flächendeckende, wohnungsnahe Entsorgung von Alttextilien und Altglas zu gewährleisten.

Auch für Hinweise von Nachbarn oder Passanten ist der AWB dankbar. Unter der Telefonnummer 07031/663-1550 können entsprechende Beobachtungen gemeldet werden. „Nur mit konkreten Hinweisen können wir gegen die Verursacher vorgehen“, so Koch.

(Erstellt am 11. September 2020)

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