Wilder Müll kann nix. Du kannst es besser.

Landkreisweite Sensibilisierungskampagne startet mit Webseite und Großplakaten

Teilnehmer des Arbeitskreises vor der Plakatwand auf dem Wertstoffhof Böblingen-Hulb: v.l.n.r. Martin Killinger (Erster Beigeordneter Rutesheim), Melanie Hagen (Ordnungsamt Schönaich), Katharina Schaible (Haupt- und Personalamt Weil der Stadt), Daniel Gött (Bürgermeister Deckenpfronn), Annika Bender (Öffentlichkeitsarbeit AWB), und Martin Wuttke (Erster Werkleiter AWB). Es fehlen: Wolfgang Hörmann (Werkleiter AWB), Kerstin Höchst (Leitung Öffentlichkeitsarbeit AWB), Josefa Schmid (Erste Bürgermeisterin Leonberg) und Torsten Melzer (Haupt- und Ordnungsamt Mötzingen)

Auf die Straße geworfener Müll in Innenstädten, Hausmüllentsorgung über öffentliche Abfallbehälter, wilder Müll auf Freizeitgeländen, an Straßenböschungen oder auf Waldparkplätzen – leider sind all diese Dinge auch im Landkreis Böblingen ein großes Übel und ein Ärgernis für Alle. Beim Abfallwirtschaftsbetrieb Böblingen (AWB) schlägt der illegal abgelagerte Müll vor allem an den Containerstandorten und auf den Häckselplätzen auf. Die insgesamt erfassten Mengen haben sich von 2012 bis 2021 von 334 auf 666 Tonnen verdoppelt – das entspricht beispielsweise einer 600 Meter langen Schlange voller Müllfahrzeuge.

Diese gewaltige Müllmenge verursacht, neben dem zeitlichen Aufwand für Einsammeln und Transportieren insbesondere auch erhebliche Entsorgungskosten – im vergangenen Jahr rd. eine halbe Million Euro, die letztlich die Allgemeinheit über die Müllgebühren tragen muss.

Um dem entgegenzuwirken, hat der AWB mit sechs Kommunen im Landkreis die Sensibilisierungskampagne „Wilder Müll kann nix“ gestartet. Großplakate, Social Media-Beiträge und eine eigene Webseite sollen das Thema ins Bewusstsein der Menschen rücken. Auf den Wertstoffhöfen im Landkreis und an vielen öffentlichkeitswirksamen Plätzen sollen die Plakate mit auffälligen Farben und markanten Sprüchen offensiv gegen das Problem mit dem Wilden Müll angehen.

„Wir hoffen, dass sich auch die anderen Städte und Gemeinden anschließen“, so Martin Wuttke, Erster Werkleiter des AWB und stellvertretender Landrat. „Die Kampagne wurde im Rahmen eines Arbeitskreis mit den bisher Beteiligten entworfen. Aber natürlich kann man jederzeit einsteigen und Infomaterial ordern, um mitzumachen.“

Vier verschiedene Motive sollen das Unverständnis zum Ausdruck bringen, wenn Müll achtlos einfach in die Landschaft geworfen wird. Jeweils verbunden mit der Botschaft, dass jeder etwas dagegen tun kann: „Wilder Müll kann nix.“ - „Du kannst mehr.“ Die Webseite www.wildermuellkannnix.de fordert zur Teilnahme an verschiedenen Aktionen gegen den wilden Müll auf – beispielsweise an „Müll-Putzeten“ oder auch einem Fotowettbewerb.

Wer sich für die Kampagne interessiert und Plakate anfordern möchte, kann sich per Mail an a.bender@lrabb.de wenden. Der AWB jedenfalls hofft auf viel weitere Beteiligung, damit das Thema landkreisweit sichtbar wird.

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