Menschen mit Sehbehinderung in der Corona-Zeit

Der Beauftragte für Menschen mit Behinderung informiert:

Aufruf zu Hilfe und mehr Verständnis für Menschen mit Sehbehinderung in der Corona-Zeit

Der Beauftragte für Menschen mit Behinderung Reinhard Hackl ruft zu mehr Verständnis für sehbehinderte Menschen auf: „Die Corona-Pandemie erschwert es Menschen mit Sehbehinderung, alleine im öffentlichen Raum zurechtzukommen. Ich rufe die Mitmenschen dazu auf, Hilfe anzubieten“.

Es sei beispielsweise hilfreich, mit sehbehinderten Menschen zu sprechen. „Dies kann zum Beispiel sein, dass man mitteilt, wo der Spender für Desinfektionsmittel ist oder wo eine Warteschlange beginnt und sie an der Reihe sind“, so Reinhard Hackl.

Ob auf dem Bürgersteig oder in der Straßenbahn  -  viele Menschen mit Seheinschränkung bekommen nicht früh genug mit, wenn ein zu geringer Abstand droht. Deshalb sind sie darauf angewiesen, dass man ihnen ausweicht. Sollte das nicht möglich sein, weil man im wahrsten Sinne des Wortes mit dem Rücken zur Wand steht: Einfach etwas sagen!

An Bushaltestellen sei es hilfreich, sehbehinderten Menschen anzubieten, die an der Haltestelle ankommenden Buslinien anzusagen und bei der Suche nach Bustür und Sitzplatz behilflich zu sein, da sie nicht wie gewohnt den Busfahrer fragen können.

„Beim Einkaufen wäre mehr Gelassenheit von den Beschäftigten und den Mitmenschen gegenüber Menschen mit Sehbehinderung hilfreich“, erläutert der Beauftragte für Menschen mit Behinderung. Seit März werden vielerorts Zettel ausgehängt, um die Zahl der Kunden zu beschränken, Eingang und Ausgang zu trennen oder das Hygiene-Konzept vorzustellen. Sehbehinderte Menschen würden diese neuen Regeln gerne beachten, können die Zettel aber nicht lesen und benötigen deshalb Unterstützung. Hinweise könnten beispielsweise in großer Schrift oder als E-Mail angeboten, im Internet veröffentlicht oder vom Personal und anderen Kunden vorgelesen werden.

Beim Einsatz von transparenten Plexiglasscheiben solle daran gedacht werden, die Ränder der Scheiben mit kontrastreichem Klebeband zu markieren. Auch der Kontrast von Markierungsstreifen zum Fußboden könne oft optimiert werden.

Zum Thema Masken führt Reinhard Hackl aus: „An alle Träger von Mund-Nasen-Bedeckungen geht die Bitte, besonders klar und deutlich zu sprechen, weil viele sehbehinderte Menschen nicht in der Lage sind, sprachbegleitende Gesten wahrzunehmen“.

Der Beauftragte für Menschen mit Behinderung wirbt für Unterstützung: „Zahlreiche Menschen mit Sehbehinderung trauen sich kaum noch aus dem Haus aus Sorge, etwas falsch zu machen. Sie wünschen sich weniger Bemerkungen wie "Steht doch da" und "Warum nehmen Sie sich keine Begleitung mit?". Stattdessen wünschen sie sich mehr Gelassenheit, mehr Hilfsbereitschaft, mehr Kommunikation und mehr Verständnis für ihre Situation“.

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Dez 3 Verkehr und Ordnung, AWB, Restmüllheizkraftwerk
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Dez 4 Bauen und Umwelt, Regionalentwicklung
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