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Abfallvermeidung

Abfallvermeidung fängt bereits bei der Herstellung von Produkten an. Sie fängt aber auch bei jedem von uns an - tagtäglich konsumieren wir irgendwelche Dinge. Deshalb lohnt es sich, darüber nachzudenken, was wir überhaupt benötigen und wie wir konsumieren. Nehmen wir den Kaffee als Beispiel: Trinken wir ihn genüsslich am Tisch aus einer schönen Tasse  oder holen wir uns einen schnellen "Coffee-to-go" auf dem Weg ins Büro? 
 
Wir Deutschen verbrauchen stündlich 320.000 Kaffeebecher! Nach ca. 15 Minuten werden diese zu Abfall und landen bestenfalls im Abfallbehälter. Mittlerweile vermüllen sie oft auch Straßen und Landschaften.
Fragen Sie doch in Ihrer Bäckerei nach einer Alternative zu den Pappbechern. Viele Cafés oder Shops geben bereits einen Rabatt für mitgebrachte Behälter. Abfallvermeidung bedeutet eben auch: Mehrweg statt mehr weg.

Unser Verschenken-und-mehr-Markt unterstützt die Weiterverwendung noch gebrauchsfähiger Gegenstände, anstatt sie wegzuwerfen. Reinschauen lohnt sich.

Die femos-Möbelhalle im Industriegebiet Böblingen-Hulb bietet Gebrauchtes zu kleinen Preisen an, außerdem einen Zuliefer- und Abholservice. Sie holt noch gebrauchsfähige Möbel bei Ihnen zu Hause ab und verkauft diese sowie Haushaltsgegenstände und Bücher Second-Hand. Telefon: 07031 4622-0.

Vermeidung von Plastiktüten

Körbe oder Stofftaschen sind die bessere Alternative. Papiertüten kann man nach dem Einkauf noch für biologische Küchenabfälle verwenden, um sie darin in die Biotonne zu geben. Papiertüten für Backwaren eignen sich ebenfalls für Biomüll - wenn sie kein Sichtfenster haben.

"Nachhaltigkeit auf Schwäbisch"

Beitrag des SWR in seiner Sendung "natürlich!" vom 28.11.2017.

Weitere Tipps zur Abfallvermeidung

Beim täglichen Einkauf können Sie Abfälle vermeiden, wenn  Sie unverpackt angebotene Waren, langlebige oder reparaturfreundliche Produkte, Mehrwegverpackungen oder größere Gebinde auswählen. Damit schonen Sie wertvolle Ressourcen wie Rohstoffe, Wasser und Energie. Der AWB hat die Abfallvermeidung im Interesse der Umwelt als oberstes Ziel vor Verwertung und Entsorgung fest verankert.

Schulbrote und Vesper abfallarm verpacken.

Hätten Sie es gewusst? Wenn das Schulbrot oder Vesper in einem Jahr 200mal in Alufolie gepackt wird, dann sind das ungefähr 60 Meter Alufolie. Aluminium muss aber aufwändig unter großem Energieverbrauch hergestellt werden und ist daher nur für langlebige Produkte sinnvoll. Die Vesperdose ist eine gute Alternative, auch gegenüber Frischhaltefolie und Butterbrotpapier, denn diese Verpackungen wandern nach Gebrauch ebenso in den Restmüll. Zudem schützen Dosen vor zermatschtem Brot oder Obst. Auch bei Getränken für unterwegs oder am Arbeitsplatz raten wir zu wiederbefüllbaren Flaschen oder Pfandflaschen.

Kleinvieh macht auch Mist!

Ohne großen Aufwand Müll vermeiden - das fängt schon bei kleinen Dingen an!

  • für Schleckermäuler: offenes Eis in der Waffel statt im Becher
  • Rote Wurst: gleich ins Brötchen gelegt spart den Pappteller
  • Garantie unbegrenzt: Thermoskanne aus Metall ohne Glaseinsatz
  • Backen: Silikonunterlagen und -formen statt Backpapier verwenden
  • falsch gewickelt: Brot in der Vesperdose statt in Alufolie
  • spart Batterien: netz- oder akkubetriebene Elektrogeräte
  • Gemüse und Obst: offen einkaufen - nicht verpackt oder eingeschweißt
  • Mehrweg- statt Einwegflaschen: Sprudelflaschen aus Glas sind bis zu 50 mal wiederbefüllbar

Feste feiern - ohne Reste

Mit der warmen Jahreszeit beginnt auch die Grillsaison und die Zeit der Feste. Damit Feiern nicht zu Lasten der Umwelt geht, rät der AWB auf Einweggeschirr aus Plastik oder Pappe zu verzichten. Wenn das eigene Geschirr nicht ausreicht, kann man es bei Freunden ausleihen oder das Angebot von Partyservicefirmen nutzen, die oftmals Geschirr und Besteck mit anbieten und dieses sogar schmutzig wieder zurückgegeben werden darf. Für Kindergeburtstage oder Picknicks im Grünen lohnt sich die Anschaffung von stabilem Plastikgeschirr: es ist günstig zu haben und darf in die Spülmaschine. Für große Vereins- oder Schulfeste kann man gegen Gebühr auch ein Geschirrmobil von der Gemeinde ausleihen.

Das kommt nicht in die Tüte!

Die Verwendung von Kunststofftüten beim Einkaufen ist in mehrfacher Hinsicht nachteilig: Sowohl die Herstellung als auch der Vertrieb dieser kurzlebigen Tüten erfordern den Einsatz von Erdöl und wertvoller Energie. Im Sinne der Nachhaltigkeit gilt es, fossile Rohstoffe zu schonen und damit auch die Produktion von klimaschädlichem Kohlendioxid zu verringern. Die Alternative: Einfach Klappbox, Korb oder Tasche für den geplanten oder spontanen Einkauf ins Auto legen.
Und wer die Brezel vom Bäcker gleich essen möchte, kann sich die Verpackung sparen: "Nein danke, ich brauche keine Tüte!".
Viele Supermarktketten und Händler lassen sich die Plastiktüten vom Kunden mittlerweile bezahlen.

Unnötige Ausdrucke? Den Computer trifft keine Schuld!

Der Computer druckt nur das, was von ihm verlangt wird. Ist das manchmal viel und die Datei recht umfangreich, dann hilft das Druckmenü, in dem man einzelne Seiten zum Druck auswählen kann. Wer mit der Druckvorschau arbeitet, überblickt, ob nicht der letzte Satz eines Textes auf eine neue Seite rutscht und kann dann den Text platzsparend anordnen. Unnötig ausgedruckte Papiere können immer noch als Notizzettel verwendet werden. Doppelseitiges Drucken oder Verkleinern von zwei Seiten auf eine ist außerdem möglich. Das Vermeiden unnötiger Ausdrucke hilft auch, Druckfarbe zu sparen; das kommt auch dem Geldbeutel zugute! Außerdem spart das Ausschalten des nicht benutzten Bildschirms Strom, selbst Bildschirmschoner oder Standby-Funktionen für Drucker oder Kopierer benötigen unnötig Energie.

Statt doppelt gemoppelt lieber verpackungsarm einkaufen.

Überflüssige Verpackungen - wer kennt das nicht? In einer Tüte oder einem Karton noch einmal einzeln eingepackte Minischokoladen oder andere Süßigkeite, nach deren Verzehr ein großer Berg ultraleichter Folien übrig bleibt, Portionspackungen für Kondensmilch oder Zucker, Bananen und Gurken in Kunststoff eingeschweißt, das sind nur einige Beispiele aus der immensen Warenvielfalt. In den meisten Fällen sind diese zusätzlichen Verpackungen unnötig. Man sollte deshalb besser Alternativprodukte mit weniger Verpackung kaufen. In jedem Supermarkt müssen übrigens Behälter für die Rücknahme von Verkaufsverpackungen vorhanden sein.

Papier ist nicht gleich Papier!

Voraussetzung für eine optimale Wiederverwertung ist die richtige Zusammensetzung der beiden gesammelten Fraktionen Altpapier und Kartonagen. Zum Altpapier darf nur Papier, das weder beschichtet noch reißfest oder verschmutzt ist. Verschmutzte Papiere wie Küchentücher und Servietten, Papiertaschentücher und Einweghandtücher gehören in den Restmüll. Backpapier, Fotos, Tapetenreste (auch unbenutzte) sind ebenfalls Restmüll. Getränkekartons und Suppenpäckchen gehören nicht ins Altpapier; diese werden auf den Wertstoffhöfen separat gesammelt. Um den Gedanken der Abfallvermeidung nicht aus den Augen zu verlieren: Sammeln Sie nicht nur Altpapier und Kartonagen - kaufen Sie auch Produkte aus Recyclingpapier; das spart viel Wasser, Energie und Holzfasern gegenüber der Papierproduktion aus Holz. Beispiele: Toilettenpapier, Taschentücher, Schulhefte und Blöcke.

Geschenke kreativ und abfallarm verpacken

Ein ausgefallenes Geschenk zu finden, ist gar nicht so leicht. Wie wäre es mit einem Gutschein fürs Theater oder Konzert, für eine Massage oder einen Besuch im Mineralbad? Noch schöner, wenn der Schenkende selbst mitgeht und seine "Zeit" verschenkt. Ein gemeinsamer Abend ist in unserem hektischen Alltag zu einem wertvollen Gut geworden. Solche Geschenke werden kein tristes Dasein in irgendeinem Regal fristen und verstauben, bis sie dann weggeworfen werden! Wenn es dann ans Einpacken geht, sollte man bedenken, dass Geschenkpapier und Glitzerfolie nach dem Auspacken zu Müll werden. Deshalb lieber kreativ sein und mehrfach nutzbare Verpackungen wie Dosen, Tücher oder Körbchen verwenden oder alte Kalenderblätter oder gesammelte Verpackungen einsetzen. So bekommt Ihr Geschenk oder Gutschein eine ganz persönliche Note!

Weitere Möglichkeiten

Repair-Cafés

Caritas Umsonst-Laden

Wohin damit?

  • Bei "Wohin damit?" finden Sie soziale Einrichtungen, denen Sie gut erhaltene Dinge (Möbel, Kleidung, Bücher, usw.) spenden können.
  • Als soziale Einrichtung können Sie sich hier auch ganz bequem eintragen und werden von den Suchenden gefunden.