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Pirschgänge im Böblinger Stadtwald werden saniert

Förderzusage der Denkmalstiftung Baden-Württemberg

Landrat Roland Bernhard und Oberbürgermeister Wolfgang Lützner sind erfreut

Die Denkmalstiftung Baden-Württemberg fördert die Sanierung der Pirschgänge im Böblinger Stadtwald mit 30.000 Euro.

Dies gaben das Landratsamt Böblingen und die Stadt Böblingen in einer gemeinsamen Pressemitteilung bekannt. Die Sanierungsmaßnahmen sind dringend erforderlich, um die Pirschgänge zu erhalten. Von den ehemals circa 635 Meter langen Pirschgängen sind noch circa 130 Meter in ihrem ursprünglichen Zustand erkennbar vorhanden. Dieser noch vorhandene Abschnitt ist zum Großteil sanierungsfähig und zunehmend vom Verfall bedroht.

Der Oberbürgermeister der Stadt Böblingen Wolfgang Lützner erklärt: „Die Stadtverwaltung Böblingen hat sich sehr dafür eingesetzt, dass Gelder für die Sanierung der Pirschgänge bewilligt werden. Die Förderzusage ist ein großartiger Erfolg. Dafür danke ich meinen Mitarbeitern und insbesondere dem Leiter des Baurechts- und Bauverwaltungsamts Andreas Böhm“. Landrat Roland Bernhard betont: „Die ehemaligen herzoglichen Pirschgänge dürfen nicht dem Verfall überlassen werden. Ich freue mich, dass mit der Förderzusage der Denkmalstiftung Baden-Württemberg zur Sanierung der Pirschgänge ein in Süddeutschland einzigartiges Bodendenkmal erhalten werden kann“.

Die Mittel der Denkmalstiftung sind ein wichtiger Baustein im Sanierungskonzept. Neben den Stiftungsmitteln wurden auch Gelder über die Denkmalförderung des Landes
Baden-Württemberg angefragt. Weitere Mittel kommen vom Bund, vertreten durch die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA), sowie der Stadt, die zudem die Trägerschaft übernimmt, und dem Landkreis Böblingen. Die Sanierung selbst wird durch eine konzertierte Aktion vieler Stellen möglich. Beteiligt sind neben den genannten Institutionen auch das Staatliche Hochbauamt Reutlingen, das die Sanierungsmaßnahmen planen und durchführen wird. Für eine Sanierung der Pirschgänge haben sich in den letzten Jahren der Leiter des Landesamts für Denkmalpflege Prof. Dr. Claus Wolf und Reinhard Wolf vom Schwäbischen Heimatbund besonders engagiert.

Die größtenteils unterirdischen Pirschgänge ließ der württembergische Herzog Carl Alexander in den Jahren 1733 bis 1737 errichten. Die Pirschgänge dienten herzoglichen Jagdgesellschaften dazu, sich besser an das Wild heranpirschen zu können. Eine vergleichbare Anlage gibt es in Deutschland nur noch in Thüringen.

(Erstellt am 14. Dezember 2017)