Geplanter Neubau eines Lebensmittelmarktes (Commissary) der US-Gaststreitkräfte in der Panzerkaserne Böblingen

Landrat Roland Bernhard möchte den Baubeginn im Herbst 2018 verschieben

„Ohne eine geeignete Verkehrsinfrastruktur droht ein Zusammenbruch des Verkehrs auf der K1057“

In einem Schreiben hat sich Landrat Roland Bernhard an die Finanzministerin des Landes Baden-Württemberg Edith Sitzmann gewandt. Darin bittet er die Ministerin sich dafür einzusetzen den für dieses Jahr geplanten Neubau eines Lebensmittelmarktes der US-Gaststreitkräfte – eines sogenannten Commissary - mit 3.500 Quadratmetern in der Panzerkaserne Böblingen aufzuschieben, bis dafür frühestens in fünf Jahren eine geeignete Infrastruktur vor Ort geschaffen werden kann.

Das Landratsamt befürchtet laut einer Pressemitteilung einen Verkehrskollaps auf der Kreisstraße K1057 zwischen Thermalbadkreuzung und Panzerkaserne.
 
„Eine geeignete Verkehrsinfrastruktur ist nicht nur für die Menschen vor Ort von größter Bedeutung. Auch für den Erfolg des geplanten US-Lebensmittelmarktes ist es maßgeblich, dass die Kunden diesen gut erreichen können“, ist Landrat Bernhard überzeugt. Zuvor hatte das für den Bau zuständige staatliche Hochbauamt in Reutlingen dem Landkreis und der Stadt Böblingen die Ergebnisse einer Verkehrsuntersuchung für den Neubau vorgestellt. Die zur Panzerkaserne führende Kreisstraße 1057 ist in diesem Abschnitt „bereits heute mit 26.400 Fahrzeugen pro Tag außergewöhnlich hoch belastet“, heißt es in dem Schreiben an die Finanzministerin.
 
Laut der Untersuchung werde im Jahr 2020 der stark befahrene Streckenabschnitt durch das vom Neubau des Commissary zusätzlich verursachte Verkehrsaufkommen unmittelbar und empfindlich beeinträchtigt. Die Prognose geht von einem Verkehrsaufkommen nach der Inbetriebnahme von 28.700 Fahrzeugen pro Tag aus. „Das würde die heute schon angespannte Situation zu den Hauptverkehrszeiten zwischen Thermalbadkreuzung und Panzerkaserne nochmals deutlich verschlechtern“, befürchtet der Landrat. Die Hochrechnung für das Jahr 2030 geht sogar davon aus, dass es mit dann 30.800 Fahrzeugen pro Tag zu einem Zusammenbruch des Verkehrs kommen wird, sofern bis dahin keine geeignete Verkehrsinfrastruktur zur Verfügung steht. Abhilfe könnte nur durch Ausbau der Kreisstraße im größeren Umfang geschaffen werden. „So eine mächtige Maßnahme können und wollen wir aber nicht einfach so planen und bauen“, sagt der Landrat. Deshalb habe er sein Schreiben an die Ministerin auch den Bundes- und Landtagsabgeordneten im Kreis mit der Bitte um Unterstützung in der Sache zur Verfügung gestellt.

Anlass für die nun vorliegende Verkehrsuntersuchung war der Beginn der Planung eines neuen Commissary mit 3.500 Quadratmetern Verkaufsfläche und 299 Kunden- und Mitarbeiterparkplätzen auf dem Gelände der Panzerkaserne in Böblingen im Januar 2017. Beauftragt wird die Planung von den US-Streitkräften, die dann federführend bei der staatlichen Hochbauverwaltung in Reutlingen liegt. Commissaries sind Geschäfte, die dazu dienen, die Versorgung der Gaststreitkräfte mit typischen Supermarktwaren, vornehmlich aus dem Lebensmittelsektor, sicherzustellen. Der neue Commissary soll als zentrales Lebensmittelgeschäft für alle Standorte der U.S. Army Garrison Stuttgart dienen. Die in den weiteren Standorten bestehenden Commissaries sollen nach Inbetriebnahme des Neubaus geschlossen werden. Die Bauausführung ist zwischen Herbst 2018 und Frühjahr 2020 vorgesehen.

(Erstellt am 06. März 2018)

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