Kooperation Kreistierheim und Tierschutzverein

Landrat Bernhard: „Gewinner sind die Tiere“

Vereinbarung regelt neue Aufgabenverteilung mit künftig nur noch einem Tierheim und einem Tierschutzheim

Auf dem Foto sehen Sie: Landrat Roland Bernhard (vordere Reihe Mitte), Britta Leins (vordere Reihe links) und Anna Faix (vordere Reihe rechts) vom Vorstand des Tierschutzvereins Böblingen sowie Björn Hinck (hintere Reihe links) und Wolf Eisenmann (hintere Reihe rechts)

Wer von Ehningen nach Böblingen fährt oder in die umgekehrte Richtung, erkennt den Baufortschritt beim Kreistierheim, das mit seiner Infrastruktur zu den modernsten Tierheimen in Deutschland zählen wird. Wo früher die Kreisautoverwertung alte Karossen ausgeschlachtet hat, ist ein großes Gebäude entstanden, in dem der Innenausbau auf Hochtouren läuft.

Während die Inbetriebnahme für das Frühjahr 2019 geplant ist, haben die für den Landkreis Böblingen zuständige Kommunalanstalt und der Tierschutzverein am 28. November 2018 eine Vereinbarung über die zukünftige Aufgabenverteilung getroffen. Hintergrund ist, dass der Verein in seinem Tierheim bislang gegen Entgelt auch Fundtiere für die Kommunalanstalt versorgte, die Anstalt diese Aufgabe aber mit Fertigstellung selber übernimmt.

Da das neue Kreistierheim auch alle anderen Aufgaben des operativen Tierheimbetriebes in optimaler Weise mit übernehmen kann, wird sich der Tierschutzverein künftig in seinem Tierschutzheim wieder mehr seinen Kernkompetenzen widmen. Er wird sich vor allem der Versorgung besonders hilfsbedürftiger Tiere, die besonderer Aufmerksamkeit und Pflege bedürfen, nachkommen und den Tierschutzgedanken in allen gesellschaftlichen Bereichen propagieren. Auch die 2017 neu gebaute Hundetagesstätte, in der die Vierbeiner der arbeitenden Bevölkerung täglich liebevoll betreut und beschäftigt werden, wird weiter betrieben.

„In den Verhandlungen mit dem Tierschutzverein stand für uns alle das Tierwohl an erster Stelle. Die Tiere im Kreis Böblingen sind die Gewinner, wie es sich für unseren reichen Landkreis gehört“, freut sich Landrat Roland Bernhard, der zugleich Verwaltungsratsvorsitzender der Kommunalanstalt ist.

Die beiden Vorstände der Kommunalanstalt, der Finanzdezernent im Landratsamt Björn Hinck und Wolf Eisenmann, ehemaliger Erster Landesbeamter, erläutern dazu näher: „In dem Kooperationsvertrag regeln die beiden Parteien, dass wir im Kreistierheim alle kostenintensiven Leistungen für die von uns aufgenommenen Tiere tragen, was neben den Fundtieren auch die hauptsächliche Unterbringung von abgegebenen Tieren und deren tierärztliche Versorgung betrifft.“ Mit dem Neubau können auch kranke Tiere unter Quarantäne gestellt werden, um eine Ansteckung zu verhindern, weil sie eine engmaschige Vernetzung zur bestmöglichen Versorgung bietet.

„Mit dieser Vereinbarung entlasten wir unseren Tierschutzverein von hohen Kosten. Getreu dem Motto ‚Ein Tierschutzheim: klein aber fein‘ können wir uns konzeptionell neu ausrichten und uns auch auf Aufgaben konzentrieren, die im Tierheimbetrieb in der bisherigen Größenordnung oft zu kurz kommen und uns stärker um besondere Tierschicksale und präventive Jugend- und Aufklärungsarbeit kümmern. Zudem sind die Einrichtung einer Tiertafel und ein Projekt zur Unterstützung von Senioren mit Tieren sowie diverse regionale Naturschutzprojekte im Gespräch.
Über weitere Ideen von unseren Mitgliedern zu neuen Tätigkeitsfeldern freuen wir uns, denn ein Verein lebt vom Mitwirken aller“, so die beiden Vereinsvorstände Anna Faix und Britta Leins. Auch die Mitwirkung bei der Kastration und der medizinischen Versorgung von wildlebenden Katzen und die Unterhaltung diverser Futterstellen wird weiterhin der Verein durchführen.

„Der neue Geist, mit dem wir unsere Kooperation angehen, entspringt dem guten Verhältnis seit der Trennung im Jahr 2017. Auf dieser Basis können wir einen Beziehungsneustart mit klar definierten Aufgabenfeldern wagen. Das ist uns endlich gelungen“, so sehen es alle Beteiligten gleich.

(Erstellt am 04. Dezember 2018)

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