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Neues vom Rebhuhn-Schutzprojekt im Oberen Gäu

Landwirte sind aufgerufen, sich für konkrete Maßnahmen zu melden

Das einst in ganz Europa heimische Rebhuhn ist auch im Landkreis Böblingen selten geworden und kommt nur noch in wenigen Gemarkungen vor. Deshalb wurde im Landkreis Böblingen im Jahr 2016 von engagierten Landwirten, Naturschützern und Jägern sowie den Kommunen Jettingen, Bondorf, Mötzingen und Gäufelden ein Rebhuhn-Schutzprojekt ins Leben gerufen. Die Koordination hat der Landschaftserhaltungsverband des Landkreises Böblingen (LEV) übernommen.

Nach der Erfassung des Bestands im vergangenen Jahr geht es nun um konkrete Maßnahmen, mit denen die noch vorhandenen Tiere geschützt und die Population wieder vergrößert werden kann. Die Anlage von Blühstreifen ist eine solche erste Maßnahme, die im Frühjahr 2017 umgesetzt werden soll. Dazu sind nun Landwirte in und um die genannten vier Kommunen im Oberen Gäu, die sich an Maßnahmen im Rahmen des Projekts beteiligen möchten, aufgerufen, sich zu melden. Beim LEV, steht die Geschäftsführerin Barbara Truckses für Rückfragen bereit, Tel. 07031 / 663-2385 oder Mail an b.truckses@lrabb.de
 
Im Oktober 2016 hatte in Bondorf eine Informationsveranstaltung zum Rebhuhn-Schutzprojekt stattgefunden. Es gab Information zur Bestandsaufnahme und zu einem ähnlichen Projekt in der Filderebene. Anschließend wurde diskutiert, wie ein solches Projekt im Oberen Gäu umgesetzt werden kann. Konkrete Ideen waren die Anlage von Blühstreifen am Feldrand oder ein längeres Stehenlassen eines Stoppelackers in den Herbst- und Wintermonaten. Das Rebhuhn-Schutzprojekt, das durch die Förderprogramme PLENUM und LEADER gefördert wird, hat das Potential, sich auf die ganze LEADER Gebietskulisse auszuweiten. Es verläuft über kommunale Grenzen hinweg und vernetzt Bürgerschaft, Kommunen sowie Akteure aus Landwirtschaft, Jagd, Naturschutz. Mit der Umsetzung erster Maßnahmen können schon in der anstehenden Vegetationsperiode bessere Lebensraumbedingungen für das Rebhuhn und andere Tiere geschaffen werden.

Text als Pressemeldung im PDF-Format (33,3 KiB)

(Erstellt am 05. Januar 2017)