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Kampagne „Kein Raum für Missbrauch“

Kampagne zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexueller Gewalt

Heranwachsende Generationen besser vor sexuellem Missbrauch zu schützen, ist eine ge­samtgesellschaftliche Aufgabe, der sich Politik und Gesellschaft, letztlich jede und jeder Ein­zelne, stellen müssen. Kaum etwas kann das Leben und die Entwicklung eines Menschen so schwer belasten, wie sexueller Missbrauch in der Kindheit. Oft sind es nahestehende Perso­nen, die diese zutiefst verletzenden Taten begehen, Personen, zu denen das Kind Vertrauen hat. Kinder und Jugendliche müssen daher an allen Orten vor sexuellem Missbrauch ge­schützt sein. Dies gilt für Orte, an denen sich Kinder und Jugendliche aufhalten ebenso wie für das familiäre Umfeld.
 
Der Unabhängige Beauftragte der Bundesregierung für Fragen des sexuellen Kindesmiss­brauchs, Johannes-Wilhelm Rörig, hat Anfang 2013 die bundesweite Kampagne „Kein Raum für Missbrauch“ gestartet. Mit ihr soll die Öffentlichkeit stärker für das Thema sensibilisiert werden. Kitas, Schulen, Heime, Sport- und Freizeiteinrichtungen, Kirchengemeinden und viele weitere Einrichtungen, in denen Mädchen und Jungs Erwachsenen anvertraut sind, sollen aktiviert werden, Schutzkonzepte einzuführen und konsequent anzuwenden. Gleich­zeitig sollen Mütter, Väter und Fachkräfte ermutigt werden, Konzepte zur Prävention und Intervention in den Einrichtungen ihrer Kinder aktiv nachzufragen. Orte, an denen sich Kinder und Jugendliche aufhalten, dürfen keinen Raum für Missbrauch bieten.
 
Die Kampagne strebt ein gesamtgesellschaftliches Bündnis zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexueller Gewalt an. Für die bundesweite Kampagne wurde ein einpräg­sames Symbol in Form eines weißen „X“ entwickelt. Das Zeichen steht einerseits für Sicher­heit und Schutz, andererseits auch als Warnsignal für das Ausschließen von Tätern und Täterinnen aus dem Umfeld von Kindern und Jugendlichen. Wer die Plakate mit diesem Symbol aufhängt oder die weißen Pins trägt, unterstützt sichtbar das Anliegen „Kein Raum für Missbrauch“. Ähnlich der AIDS-Schleife soll dadurch signalisiert werden: „ Ich teile die Ziele der Kampagne. Ich engagiere mich für den Schutz der Kinder! Ich will sichere Orte für Kinder und Jugendliche!“

Warum ein Aktionsbündnis im Landkreis Böblingen?

Im Landkreis Böblingen hat sich ein breites Aktionsbündnis gebildet, um diese Kampagne vor Ort bekannt zu machen, um für das Thema „Sexuelle Gewalt“ zu sensibilisieren und Institutionen anzuregen, geeignete Präventions- und Schutzkonzepte zu entwickeln und anzuwenden.
 
Im Zuge der Kampagne sind weitere Institutionen eingeladen, sich dem Aktionsbündnis anzuschließen. Die beteiligten Institutionen signalisieren, dass sie sich mit den Zielen der Kampagne identifizieren und sich selbst aktiv um den Schutz der ihnen anvertrauten Kinder und Jugendlichen vor sexueller Gewalt bemühen und Konzepte zum Schutz der Kinder entwickeln und anwenden.
 
Machen Sie mit! Setzen auch Sie ein sichtbares Zeichen gegen sexuelle Gewalt!

Informationen zu Veranstaltungen

3. Fachtag am 17.11.2015

2. Fachtag am 11.11.2014

1. Fachtag am 19.11.2013​