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Europäischer Sozialfonds (ESF)

Allgemeines

Der Europäische Sozialfonds wurde 1957 gegründet. Der ESF bildet das zentrale Förderinstrument der Europäischen Union für die Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik. Unter dem Motto "Chancen fördern" unterstützt der ESF in Baden-Württemberg die Entwicklung von Menschen und Unternehmen, um diese in Zeiten sich wandelnder Anforderungen auf dem Arbeitsmarkt fit für die Zukunft zu machen. Insgesamt stehen dem Landkreis Böblingen 420.000,- € an Fördermittel zur Verfügung. Im Jahr 2017 stehen sogar zusätzlich 111.000,- € zur Verfügung. Die Grundlage für die neue Förderperiode  2014 - 2020 ist im Operationellen Programm (OP) des Landes Baden-Württemberg festgelegt.

Prioritätenachsen des Operationellen Programms (OP)

Das OP baut auf den aktuellen sozioökonomischen Gegebenheiten in Baden-Württemberg auf und umfasst drei Prioritätenachsen (A,B,C):

Prioritätenachse A:

Förderung nachhaltiger und hochwertiger Beschäftigung und Unterstützung der Mobilität der Arbeitskräfte.

Prioritätenachse B:

Förderung der sozialen Inklusion und Bekämpfung von Armut und jeglicher Diskriminierung.

Im Rahmen dieser Prioritätsachse wird die Integration von Menschen gefördert werden, die sich in sehr heterogenen, insgesamt jedoch besonders problematischen Lebenssituationen befinden, in denen sich Benachteiligungen insbesondere aufgrund von Schichtzugehörigkeit, Geschlecht und ethnischer Zugehörigkeit zumeist überlagern. Angesichts dieser Problem-konstellation, die durch Diversität, Migration und soziale Ausgrenzung charakterisiert ist, sollen in besonderem Maße Ansätze berücksichtigt werden, die den Anforderungen sozialer Innovationen entsprechen. Das betrifft hier hauptsächlich innovative Kooperationsformen auf lokaler Ebene zwischen zivilgesellschaftlichen Akteuren, einschließlich Migranten-organisationen, Familien bzw. Haushalten und Einrichtungen der Regeldienste. Die über-wiegend regionale Förderung in dieser Prioritätsachse ermöglicht die Erprobung bedarfsnaher innovativer Konzepte auf kommunaler Ebene.

Prioritätenachse C:

Investitionen in Bildung, Ausbildung und Berufsbildung für Kompetenzen und lebenslanges Lernen.
Verringerung und Verhütung des vorzeitigen Schulabbruchs und Förderung des gleichen Zugangs zu einer hochwertigen Früherziehung und einer hochwertigen Grund- und Sekundar-bildung, darunter (formale, nicht formale und informale) Bildungswege, mit denen eine Rück-kehr in die allgemeine und berufliche Bildung ermöglicht wird.

Querschnittziele

Die Querschnittziele Gleichstellung von Frauen und Männern, Transnationale Kooperation und Nachhaltige Entwicklung sind in allen Prioritätsachsen und spezifischen Zielen zu beachten.

Ziele des ESF innerhalb der Regionalen Arbeitskreise

Die Regionalisierung des ESF in Baden-Württemberg erfolgt ausschließlich für den Bereich Arbeit und Soziales und nur in den Prioritätenachsen B und C des OP. Innerhalb dieser Prioritätenachsen können folgende Ziele durch die Regionalen Arbeitskreise umgesetzt werden. Im Einzelnen sind dies die Ziele:

  • B 1.1: Verbesserung der Beschäftigungsfähigkeit und der Teilhabechancen von Menschen, die besonders von Armut und Ausgrenzung bedroht sind.
  • C 1.1:  Vermeidung von Schulabbruch und Verbesserung der Ausbildungsfähigkeit.

Unter der Gesamtverantwortung des Ministeriums für Arbeit und Sozialordnung, Familien und Senioren als zuständiger Verwaltungsbehörde erfolgt die Umsetzung auf regionaler Ebene durch die Regionalen ESF-Arbeitskreise.

Aufgaben des Regionalen Arbeitskreises:

  • Erstellung und Veröffentlichung einer regionalen Arbeitsmarkstrategie ausgerichtet an den regionalen Bedarfen und am Operationellen Programm von Baden-Württemberg
  • Inhaltliche Bewertung regionaler Projektanträge hinsichtlich der Übereinstimmung mit der Strategie des  Arbeitskreises und Erstellung einer Vorschlagsliste
  • Weiterleitung der Vorschlagsliste an die Landeskreditbank Baden-Württemberg Förderbank
  • Ergebnissicherung und inhaltliche Prüfung der Verwendungsnachweise im Rahmen der von der Landeskreditbank Baden-Württemberg bewilligten regionalen Projekte im jeweiligen regionalen Wirkungskreis
  • Öffentlichkeitsarbeit
  • Netzwerkarbeit

Mitglieder des ESF-Arbeitskreises

Mitglieder des ESF-Arbeitskreises sind Vertreter des/der

  • Stadt- oder Landkreises
  • Agentur für Arbeit
  • Arge/Optionskommune
  • Arbeitnehmervertretung bzw. Gewerkschaft
  • Arbeitgebervertretung
  • Industrie- und Handelskammer
  • Handwerkskammer
  • Frauen- oder Gleichstellungsbeauftragten
  • Freien Wohlfahrtspflege
  • Schulen
  • Weiterbildungsträger
  • Außerschulische Jugendbildung

Vorsitzender: Herr Schmid, Sozialdezernent
Leitung ESF-Geschäftsstelle: Herr Nothacker

Wer kann gefördert werden?

  • Wohlfahrtsverbände
  • Öffentliche und private Träger
  • Kirchliche und karitative Einrichtungen
  • Sozialpartner, aus dem Bereich Beschäftigung/soz. Eingliederung
  • Kommunen
  • Kommunale Verbände
  • Bildungs- und Selbsthilfeeinrichtungen

Weiterführende Informationen

ESF im  Landkreis Böblingen:

Arbeitsmarktstrategie für das Jahr 2018 (570,6 KiB)

Ausschreibung für das Jahr 2018 (205,5 KiB)

ESF in Baden-Württemberg:

Informationen der Landesregierung zum Europäischen Sozialfonds erhalten Sie über folgenden Link www.esf-bw.de. Das Antragsformular sowie weitere Informationen finden Sie  im Download-Center unter der Rubrik „Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familien und Senioren“ – Regionale Förderung“