Sie befinden sich: Service & Verwaltung · Dezernate, Ämter & Beauftragte · Bildung und Soziales · Soziales · Eingliederungshilfe · Begleitetes Wohnen

Begleitetes Wohnen für behinderte Menschen in Familien

Beim begleiteten Wohnen für erwachsene behinderte Menschen in Familien leben die behinderten Menschen in einer fremden Familie. Die Betreuung erfolgt durch die Gastfamilie, die hierfür ein Betreuungsentgelt erhält. Die fachliche Unterstützung erfolgt durch den Träger des begleiteten Wohnens für erwachsene behinderte Menschen in Familien.

Antragsverfahren

Die Antragstellung erfolgt beim Landratsamt Böblingen, Amt für Soziales - Sachgebiet „Hilfen für Behinderte Menschen“, Parkstraße 16, 71034 Böblingen, mit den unten aufgeführten Unterlagen.
Vom Landratsamt Böblingen wird nach Prüfung der Unterlagen ein Auftrag an das Gesundheitsamt zur Feststellung der „wesentlichen Behinderung“ erteilt. Unter Umständen wird ergänzend der Medizinisch Pädagogische Fachdienst des Kommunalverbandes für Jugend und Soziales Baden-Württemberg (MPD) um eine Stellungnahme zum Hilfebedarf gebeten. Bei Menschen mit einer psychischen Einschränkung ist zusätzlich noch eine Vorstellung in der Hilfeplankonferenz des Landkreises Böblingen erforderlich. Erst wenn alle erforderlichen Unterlagen vorliegen, kann eine Entscheidung über die beantragte Maßnahme erfolgen.

Was Sie vor Antragstellung abklären sollten

Vor Antragsstellung sollten Sie abklären, ob der Hilfebedarf ggf. durch Leistungen vorrangig verpflichteter Reha-Träger (z.B. Krankenkasse, Pflegekasse, Rentenversicherungsträger,...) oder anderweitig gedeckt werden kann.
In Frage kommen z.B.: Soziotherapie, Leistungen der Pflegekasse für Menschen mit eingeschränkten Alltagskompetenzen, Nachbarschaftshilfe, Leistungen der Krankenkasse für die Rehabilitation psychisch Kranker Menschen (RPK-Maßnahmen),...

Bitte beachten Sie

Das Begleitete Wohnen für erwachsene behinderte Menschen in Familien kann nicht bei nahen Angehörigen (Eltern und Kinder) erfolgen. Einkommens- und Vermögensgrenzen sind zu beachten und können im Einzelfall bei Ihrem persönlichen Ansprechpartner in Team der Eingliederungshilfe beim Amt für Soziales – Sachgebiet „Hilfen für Behinderte Menschen“ erfragt werden. Eventuelle Unterhaltsansprüche werden geprüft und ggf. geltend gemacht.

Antragsunterlagen

  • Sozialhilfeantrag mit entsprechenden Nachweisen (Kopie Personalausweis / Reisepass, Kopie Schwerbehindertenausweis, Nachweis der Pflegestufe, Einkommensnachweise der letzten 3 Monate,...)
  • Vermögenserklärung mit den entsprechenden Nachweisen (Kopien Kontoauszüge der letzten 3 Monate, Kopien Sparbücher,...)
  • Einwilligungserklärung Formblatt HB
  • Einwilligung zur Übermittlung personenbezogener Daten
  • Fragebogen Entschädigungsleistungen
  • Bereits vorhandene Sozialberichte / IBRP
  • Bereits vorhandene ärztliche Berichte und Atteste zur Behinderung/Erkrankung

Im Einzelfall können darüber hinaus noch weitere Angaben angefordert werden.

Bei Rückfragen zu den einzelnen Antragsunterlagen können Sie sich auch gerne an Ihren persönlichen Ansprechpartner im Team der Eingliederungshilfe wenden.

Zu den Antragsformularen