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Abfallvermeidung

Oberstes Gebot in der Abfallwirtschaft ist die Vermeidung von Abfällen: Abfall, der erst gar nicht entsteht, muss nicht verwertet oder entsorgt werden. Deshalb hat der Abfallwirtschaftsbetrieb die Abfallvermeidung im Interesse der Umwelt vor jeglicher Verwertung und letztendlicher Entsorgung als oberstes Ziel fest verankert. 

Bewusste Abfallvermeidung fängt bereits bei der Herstellung von Produkten an. 

Langlebigkeit und Einsatz umweltschonender Rohstoffe bzw. Sekundärrohstoffe sind wichtige Kriterien: Beim täglichen Einkauf können beispielsweise Abfälle vermieden werden, wenn  unverpackt angebotene Waren, langlebige oder reparaturfreundliche Produkte, Mehrwegverpackungen oder größere Gebinde gewählt werden.

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Tipps zur Abfallvermeidung

Mit den folgenden Tipps will der Abfallwirtschaftsbetrieb auf das Thema Müllvermeidung aufmerksam machen und Privathaushalte für den Umweltschutz und das Einsparen von wertvollen Ressourcen sensibilisieren.

Coffee to go: aber bitte im Mehrwegbecher!

Schnell noch einen Kaffee - aber muss es Coffee "to go" im Pappbecher sein? Wir meinen, der Pappbecher muss gehen. Machen Sie mit und vermeiden Sie Abfall.
Alleine wir Deutschen verbrauchen stündlich 320.000 Kaffeebecher! Ihre Herstellung verbraucht wertvolle Ressourcen wie Holz, Wasser und kostet Energie. Nach ca. 15 Minuten sind sie zu Abfall geworden und verunreinigen zunehmend Straßen und Landschaft.
Nehmen Sie Mehrweg to go, greifen Sie zu Thermosbecher oder Thermoskanne. In vielen Cafés oder Shops gibt es bereits einen Rabatt auf mitgebrachte Behälter. Übrigens: Kaffee aus der Porzellantasse im Sitzen ist gemütlicher, umweltfreundlich und schmeckt besser!
 

Schulbrote und Vesper abfallarm verpacken.

Hätten Sie es gewusst? Wenn das Schulbrot oder Vesper in einem Jahr 200mal in Alufolie gepackt wird, dann sind das ungefähr 60 Meter Alufolie. Aluminium muss aber aufwändig unter großem Energieverbrauch hergestellt werden und ist daher nur für langlebige Produkte sinnvoll. Die Vesperdose ist eine gute Alternative, auch gegenüber Frischhaltefolie und Butterbrotpapier, denn diese Verpackungen wandern nach Gebrauch ebenso in den Restmüll. Zudem schützen Dosen vor zermatschtem Brot oder Obst. Auch bei Getränken für unterwegs oder am Arbeitsplatz rät die Abfallberatung zu wiederbefüllbaren Flaschen oder Pfandflaschen. In der Schule oder im Büro wandern Einwegverpackungen wie Geränkekartons oder Flaschen mitunter noch in den Restmüll, statt als Wertstoff gesammelt zu werden. Und wer nimmt schon seinen tropfenden Getränkekarton oder die zerknüllte Alufolie mit nach Hause, um sie als Wertstoff zu entsorgen?

Kleinvieh macht auch Mist!

Ohne großen Aufwand Müll vermeiden - das fängt schon bei kleinen Dingen an!
Haben Sie daran schon gedacht?

  • für Schleckermäuler: offenes Eis in der Waffel statt im Becher
  • Rote Wurst: gleich ins Brötchen gelegt spart den Pappteller
  • Garantie unbegrenzt: Thermoskanne aus Metall ohne Glaseinsatz
  • Backen: Silikonunterlagen und -formen statt Backpapier verwenden
  • falsch gewickelt: Brot in der Vesperdose statt in Alufolie
  • spart Batterien: netz- oder akkubetriebene Elektrogeräte
  • Gemüse und Obst: offen einkaufen - nicht verpackt oder eingeschweißt
  • Mehrweg- statt Einwegflaschen: Mehrwegsprudelflaschen bis zu 50mal wiederbefüllbar
  • Zähneputzen ganz schlau: Zahnbürsten mit - auswechselbarem - Köpfchen benutzen

Feste feiern - ohne Reste

Mit der warmen Jahreszeit beginnt auch die Grillsaison und die Zeit der Feste. Damit Feiern nicht zu Lasten der Umwelt geht, rät der AWB auf Einweggeschirr aus Plastik oder Pappe zu verzichten. Wenn das eigene Geschirr nicht ausreicht, kann man es bei Freunden ausleihen oder das Angebot von Partyservicefirmen nutzen, die oftmals Geschirr und Besteck mit anbieten und dieses sogar schmutzig wieder zurückgegeben werden darf. Für Kindergeburtstage oder Picknicks im Grünen lohnt sich die Anschaffung von stabilem Plastikgeschirr: es ist günstig zu haben und darf in die Spülmaschine. Für große Vereins- oder Schulfeste kann man gegen Gebühr auch ein Geschirrmobil von der Gemeinde ausleihen.

Das kommt nicht in die Tüte!

Die Verwendung von Kunststofftüten beim Einkaufen ist in mehrfacher Hinsicht nachteilig: Sowohl die Herstellung als auch der Vertrieb dieser kurzlebigen Tüten erfordern den Einsatz von Erdöl und wertvoller Energie. Im Sinne der Nachhaltigkeit gilt es, fossile Rohstoffe zu schonen und damit auch die Produktion von klimaschädlichem Kohlendioxid zu verringern. Die Alternative: Einfach Klappbox, Korb oder Tasche für den geplanten oder überraschenden Einkauf ins Auto legen.
Und wer die Brezel vom Bäcker gleich essen möchte, kann sich die Verpackung sparen: "Nein danke, ich brauche keine Tüte!".
Viele Supermarktketten und Händler lassen sich die Plastiktüten vom Kunden mittlerweile bezahlen.

Unnötige Ausdrucke? Den Computer trifft keine Schuld!

Der Computer druckt nur das, was von ihm verlangt wird. Ist das manchmal viel und die Datei recht umfangreich, dann hilft das Druckmenü, in dem man einzelne Seiten zum Druck auswählen kann. Wer mit der Druckvorschau arbeitet, überblickt, ob nicht der letzte Satz eines Textes auf eine neue Seite rutscht und kann dann den Text platzsparend anordnen. Probeausdrucke kann man auf schon einseitig bedrucktem Papier vornehmen. Oder andersherum: Unnötig ausgedruckte Papiere können immer noch als Notizzettel verwendet werden. Doppelseitiges Drucken oder Verkleinern von zwei Seiten auf eine ist außerdem möglich. Das Vermeiden unnötiger Ausdrucke hilft auch, Druckfarbe zu sparen; das kommt auch dem Geldbeutel zugute! Außerdem spart das Ausschalten des nicht benutzten Bildschirms Strom, selbst Bildschirmschoner oder Standby-Funktionen für Drucker oder Kopierer benötigen unnötig Energie.

Statt doppelt gemoppelt lieber verpackungsarm einkaufen.

Überflüssige Verpackungen - wer kennt das nicht? In einer Tüte oder einem Karton noch einmal einzeln eingepackte Minischokoladen oder andere Süßigkeite, nach deren Verzehr ein großer Berg ultraleichter Folien übrig bleibt, Portionspackungen für Kondensmilch oder Zucker, Bananen und Gurken in Kunststoff eingeschweißt, das sind nur einige Beispiele aus der immensen Warenvielfalt. In EInzwlfälen mag ein solcher Schutz sinnvoll sein, für eine Reise oder einen Kindergburtstag. Doch in den meisten Fällen sind diese zusätzlichen Verpackungen unnötig. Man sollte deshalb besser Alternativprodukte mit weniger Verpackung kaufen oder die überflüssigen zusätzlichen Verpackungen im Laden lassen. In jedem Supermarkt müssen Behälter für die Rücknahme solcher überflüssiger Verpackungen vorhanden sein.

Papier ist nicht gleich Papier!

Voraussetzung für eine optimale Wiederverwertung ist die richtige Zusammensetzung der beiden gesammelten Fraktionen Altpapier und Kartonagen. Zum Altpapier darf nur Papier, das weder beschichtet noch reißfest oder verschmutzt ist. Verschmutzte Papiere wie Küchentücher und Servietten, Papiertaschentücher und Einweghandtücher gehören in den Restmüll, denn im Recyclingprozess ist beim Aufweichen des Altpapiers zum Abtöten von Keimen nicht hoch genug. Außerdem reicht die Einwirkzeit zum Auflösen dieser speziell behandelten und dadurch nassfesten Papiere nicht aus. Backpapier, Fotos, Tapetenreste (auch unbenutzte) sind ebenfalls Restmüll. Getränkekartons und Suppenpäckchen gehören nicht ins Altpapier; diese werden auf den Wertstoffhöfen separat gesammelt. Um den Gedanken der Abfallvermeidung nicht aus den Augen zu verlieren: Sammeln Sie nicht nur Altpapier und Kartonagen - kaufen Sie auch Produkte aus Recyclingpapier; das spart viel Wasser, Energie und Holzfasern gegenüber der Papierproduktion aus Holz. Beispiele: Toilettenpapier, Taschentücher, Schulhefte und Blöcke.

Ob Geburtstag oder Weihnachten: Ausgefallene Geschenke abfallarm verpacken

Ein ausgefallenes Geschenk zu finden, ist gar nicht so leicht. Wie wäre es mit einem Gutschein fürs Theater oder Konzert, für eine Massage oder einen Besuch im Mineralbad? Noch schöner, wenn der Schenkende selbst mitgeht und seine "Zeit" verschenkt. Ein gemeinsamer Abend ist in unserem hektischen Alltag zu einem wertvollen Gut geworden. Solche Geschenke werden kein tristes Dasein in irgendeinem Regal fristen und verstauben, bis sie dann weggeworfen werden! Wenn es dann ans Einpacken geht, sollte man bedenken, dass Geschenkpapier und Glitzerfolie - und wenn sie noch so schön ist - nach dem Auspacken ein Überbleibsel sind. Außer, man ist kreativ und verwendet mehrfach nutzbare Verpackungen wie Dosen oder Körbchen, ein schönes Geschirrhandtuch oder recycelt alte Kalenderblätter. So bekommt ein Geschenk oder Gutschein eine ganz persönliche Note!