Ausbildung zum/zur Vermessungstechniker/in

Azubi

Sie suchen einen Ausbildungsplatz für einen zukunftsorientierten Beruf? Dann ist eine Ausbildung zum/zur Vermessungstechniker/in genau das Richtige. Sie führen Katastervermessungen und Grenzfeststellungen aus. Die Messergebnisse werden in das Liegenschaftskataster übernommen und sind wichtige Ausgangsdaten für viele verschiedene Informationssysteme in Verwaltung und Wirtschaft. Sie sind kompetenter Ansprechpartner für Bürger/innen und Kunden. Für die Außendiensttätigkeit dieses Berufes werden vor allem Freude an der Arbeit im Freien und körperliche Belastbarkeit vorausgesetzt.

Einstellungsvoraussetzungen

  • Mittlere Reife oder sehr guter Hauptschulabschluss
  • Gutes Verständnis für Technik
  • Gute Mathematikkenntnisse

Dauer der Ausbildung

Die Ausbildung dauert 3 Jahre und besteht aus praktischen und theoretischen Ausbildungsabschnitten. Bei guten Leistungen in der Berufsschule, bei der Zwischenprüfung und an der Ausbildungsstelle kann die Ausbildungsdauer auf 2 1/2 Jahre verkürzt werden.

Beginn der Ausbildung

Ausbildungsbeginn ist immer der 01. September eines Jahres

Ablauf der Ausbildung

Die praktische Ausbildung erfolgt beim Landratsamt Böblingen, Vermessung und Flurneuordnung. Während der Ausbildung lernen Sie im Laufe der Zeit die verschiedenen Aufgaben des/der Vermessungstechniker/in kennen.
Sie führen Vermessungen durch, wenn z. B.

  • Flurstücke zerlegt,
  • Gebäude errichtet,
  • Planungen, wie z. B. Bauvorhaben, in die Örtlichkeit übertragen oder
  • Karten eines Gebiets erstellt oder aktualisiert werden müssen.

Weitere Aufgabengebiete sind

  • Anfertigen, Erneuern und Fortführen großmaßstäbiger Karten, Pläne und Risse
  • Ausführen vermessungstechnischer Berechnungen
  • Durchführen von Lage- und Höhenvermessungen
  • Karten und Luftbilder
  • Arbeitsschutz, Arbeitssicherheit, Umweltschutz und rationelle Verwendung von  Energie und Material
  • Erfassen, Verwalten und Weiterverarbeiten von Daten
  • Anwenden berufsbezogener Rechts- und Verwaltungsvorschriften

Die theoretische Ausbildung erfolgt im Blockunterricht, 2 Mal jährlich für sechs Wochen an der Berufsschule in Stuttgart. Die Zwischenprüfung wird mit landesweit gleichen Aufgaben beim Landratsamt, Vermessung und Flurneuordnung, durchgeführt. Die Ausbildung endet mit den schriftlichen und mündlichen Abschlussprüfungen an der Berufsschule und beim Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung (LGL) Baden-Württemberg in Stuttgart.

Zusatzqualifikation Fachhochschulreife (FH)

Parallel zur Berufsausbildung kann an der Steinbeisschule Stuttgart, Gewerbliche Berufsschule, die Zusatzqualifikation Fachhochschulreife erworben werden. Weitere Informationen dazu gibt es unter www.stb.s.bw.schule.de. Damit besteht die Möglichkeit, im Anschluss an die Berufsausbildung an einer Fachhochschule zu studieren.

Ausbildungswege Vermessung (81,2 KiB)

Ausbildungsvergütung

  • 1. Ausbildungsjahr ca. 755 € monatlich
  • 2. Ausbildungsjahr ca. 805 € monatlich
  • 3. Ausbildungsjahr ca. 850 € monatlich (jeweils brutto, Stand 01.03.2012)

Und wie geht es nach der Ausbildung weiter?

Nach der abgeschlossenen Ausbildung als Vermessungstechniker/in kann man in verschiedenen Bereichen tätig werden:

  • im öffentlichen Dienst
  • bei öffentlich bestellten Vermessungsingenieuren
  • bei Baufirmen und Ingenieurbüros
  • bei Verkehrs- und Versorgungsunternehmen

Das Landratsamt Böblingen, Vermessung und Flurneuordnung, ist bestrebt, seine Auszubildenden in ein festes Arbeitsverhältnis zu übernehmen. Voraussetzung hierfür ist vor allem eine mit gutem Erfolg abgeschlossene Ausbildung.

Aufstiegschancen und Weiterbildungsmöglichkeiten

  • FH-Reife entweder während (s. o.) oder nach der Ausbildung
  • Einstellung in den Vorbereitungsdienst zum mittleren vermessungstechnischen Verwaltungsdienst (bei Abschluss ab 74 Punkten, Note "befriedigend")
  • Studium im gehobenen vermessungstechnischen Verwaltungsdienst

Infos zur Bewerbung und Ausbildung