Projekte aus dem Gleichstellungsbüro

Hinsehen würde helfen

hinsehenwürdehelfen

Prävention gegen sexuelle Gewalt im Vorschulalter Kompetenzbausteine für Erzieherinnen (hinsehen - würde - helfen)

Seit 2004 haben wir bereits 115 Erzieherinnen in 6 Kursen je 9 Nachmittage schulen können. Jeder einzelne Kurs wurde aufgrund der Rückmeldungen der Erzieherinnen ausgewertet. Die Resultate zeigen, dass die Erzieherinnen aus den Modulen einen hohen praktischen Nutzen für die Kindergartenarbeit ziehen. Beteiligt an dem Projekt sind die Psychologischen Beratungsstellen Böblingen und Sindelfingen, die Polizei, das Kreisjugendamt, das Gesundheitsamt, Pro Familia, Fit for Family. Die inhaltliche Federführung liegt bei THAMAR. Das Gleichstellungsbüro war bei der Konzeption beteiligt und koordiniert das Projekt. Das gemeinsame Ziel ist eine kreisweite Vernetzung und Vermittlung von Wissen in Bezug auf Verdachtsfälle sexuellen Missbrauchs bzw. Präventionsarbeit gegen Missbrauch im Vorschulalter. Ausschlaggebend für dieses Projekt ist die Tatsache, dass rund 25 % aller Missbrauchstaten bereits im Vorschulalter beginnen. Auch in diesem Projekt wird darauf geachtet, dass es betroffene Jungs und betroffene Mädchen gibt. Die Maßnahmen müssen entsprechend angepasst sein.

Platzverweis und Infotelefon häusliche Gewalt

mamapapa

Mitarbeit am Runden Tisch Platzverweis mit der Aufgabe verstärkter Öffentlichkeitsarbeit. Entstanden sind drei verschiedene Plakate mit den betroffenen Zielgruppen. Auch im Kontext des Platzverweises wurde darauf geachtet, dass die "klassischen Opfer", die Frauen und die "klassischen Täter", die Männer, aus einer erweiterten Perspektive gesehen und dargestellt wurden. Schläger, Bedroher, Vergewaltiger machen sich strafbar. Gewalt in Familie und Partnerschaft ist strafbar! Dennoch gilt es die Seite des Straftäters, aber auch diejenige des mit der Situation Überforderten und des Verzweifelten wahrzunehmen. Frauen als Opfer sind in erster Linie Geschädigte, aber auch Frauen, die in eigene Verantwortung kommen müssen und lernen müssen zu deeskalieren und sich und die Kinder zu schützen. Bei den Kindern ist die Situation klar: sie sind die Opfer der Auseinandersetzung und Gewalt zwischen Erwachsenen bzw. Eltern.
Im Auftrag des Runden Tisches hat das Gleichstellungsbüro eine Karte für Opfer und Täter entwickelt mit wesentlichen Interventions-, Beratungs- und Präventionsmöglichkeiten, welche die Polizeibeamten während ihrer Einsätze verteilen.