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Partnerschaftliche Beziehungen des Landkreises Böblingen

Kreis Temesch / Rumänien

Entstehung der Kreispartnerschaft

Angebahnt wurde die Aufnahme partnerschaftlicher Beziehungen zwischen den Kreisen bereits im September 1997, als der damalige Ministerpräsident Erwin Teufel Rumänien besuchte. Der Kreis Temesch strebte die Kontaktaufnahme mit einem baden-württembergischen Landkreis an, mit dem Wunsch, eine Kreispartnerschaft einzugehen. Über das Staatsministerium und den Landkreistag Baden-Württemberg liefen die Kontakte zum Kreis Böblingen, der wegen des Hauses der Donauschwaben in Sindelfingen und der vielen Banater Schwaben, die hier leben, für eine Partnerschaft besonders geeignet erschien.

Im September 1998 unterzeichneten die Landräte beider Kreise ein "Freundschaftsversprechen", das die gegenseitige Zusammenarbeit untermauern und die künftige Kreispartnerschaft auf ein solides Fundament aufbauen sollte. Eckpfeiler der künftigen Beziehungen sollten das Zusammenwirken im humanitären, sozialen, kulturellen, wirtschaftlichen und verwaltungstechnischen Bereich sein. Die Zusammenarbeit sollte weiter dazu beitragen, Kontakte in den verschiedensten Bereichen des gesellschaftlichen Lebens herzustellen und die freundschaftlichen Beziehungen zwischen den Menschen beider Kreise zu fördern, um die Freiheit und den dauerhaften Frieden in Europa zu bewahren. Offiziell begründet wurde die Kreispartnerschaft Böblingen - Temesch dann im Mai 2000 mit der Unterzeichnung des Partnerschaftsabkommens. Schwerpunkt der Partnerschaftsprojekte soll vor allem der Erfahrungsaustausch und die Kooperation im Bereich Verwaltung, Wissenschaft, Gesundheit und Soziales sein. Weiterhin sollte aber auch das Zusammenwirken im Bereich von Kultur und Bildung eine große Rolle spielen, insbesondere durch Vermittlung von kulturellen Austauschprogrammen sowie durch die Förderung des Schüler- und Jugendaustauschs.

Temesch - Zahlen und Fakten

Der Kreis Temesch (rumän.: Timis) ist mit 8.697 Quadratkilometern der flächenmäßig größte Kreis in Rumänien und hat ca. 700.000 Einwohner. Fast 350.000 leben in der Kreishauptstadt Temeswar (rumän.: Timisoara), in der 1989 die Revolution ausbrach. Der Kreis Temesch zählt zu den wirtschaftsstärksten Regionen Rumäniens und spielt in Politik, Wissenschaft, Kunst und Kultur des Landes eine bedeutende Rolle. Die gute geographische Lage im Westen Rumäniens, eine verhältnismäßig gut entwickelte Infrastruktur, gut ausgebildete Arbeitskräfte, viele mit deutschen Sprachkenntnissen und einer ausgeprägt westlichen Mentalität, eine kooperative Verwaltung und ein vielfältiges wirtschaftliches Umfeld kennzeichnen den Standort Temesch. Informationen zum Kreis Temesch finden Sie auf der offiziellen Internetseite des Kreises Temesch unter www.cjtimis.ro.

Förderverein Kreispartnerschaft Böblingen - Temesch

Im Mai 2000 wurde der Förderverein Kreispartnerschaft Böblingen - Temesch gegründet. Hauptziel des Vereins ist es, den Austausch im humanitären, sozialen, kulturellen, wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Bereich zu fördern. Der Förderverein hat derzeit 35 Mitglieder. Erster Vorsitzender ist Martin Häge, Geschäftsführerin ist Dr. Helga Hager, Kreisarchivarin im Landratsamt Böblingen. Wer Interesse hat, im Partnerschaftsverein mitzuarbeiten, ist dazu herzlich eingeladen. Spenden zur Unterstützung der Vereinsaktivitäten werden gerne entgegen genommen. Spenden-Konto 3289550 bei der Kreissparkasse Böblingen, BLZ 603 501 30. Informationen zum Förderverein erteilt Frau Dr. Hager unter Tel. 07031 / 663 - 1902.

Kaunas / Litauen

Entstehung der Partnerschaft

Seit 1994 gab es enge Kontakte zwischen dem damaligen Kreiskrankenhaus Böblingen und litauischen Ärzten aus Kaunas. Initiator und Motor dieser Partnerschaft war Dr. Ulrich Pflieger, damals Oberarzt an der Allgemeinchirurgischen Klinik am Kreiskrankenhaus Böblingen. Aus dieser "Krankenhaus-Partnerschaft" wurde mehr und mehr auch ein Ausbau der Beziehungen auf anderen Ebenen. Zehn Jahre nach der Aufnahme der Beziehungen unterschrieben der damalige Landrat Bernhard Maier und der damalige Vorsitzende der Kreisverwaltung Kaunas, Gouverneur Valentinas Kalinauskas, im Jahr 2004 das Freundschaftsversprechen. Damit wurde der Wille dokumentiert, die langjährige Zusammenarbeit der beiden Kreiskrankenhäuser nun auch auf die Landkreisverwaltung auszudehnen.

Zwischenzeitlich ist ein weiterer Schwerpunkt der partnerschaftlichen Beziehungen die Kooperation im Sozialbereich. Die Beziehungen weiter ausbauen über Patenschaften zwischen vergleichbaren Einrichtungen - so lautet die Devise zwischen den beiden Partnerkreisen. Unterstützt wird diese Partnerschaft auch vom DRK-Kreisverband Böblingen e.V. (www.drk-kv-boeblingen.de).

Kaunas - Zahlen und Fakten

Der Bezirk Kaunas wird auch als Herz von Litauen bezeichnet. Mit 8.060 Quadratkilometern Größe und fast 70.000 Einwohnern ist es die drittgrößte Region des Landes. Im Zentrum gelegen ist die gleichnamige Stadt Kaunas mit rd. 364.000 Einwohnern die zweitgrößte litauische Stadt. Die Infrastruktur ist gut entwickelt. Gut ausgebaute Straßen und Schienenwege, ein Binnenhafen sowie ein internationaler Flughafen machen die Region zu einem attraktiven Standort - für die Wirtschaft gleichermaßen wie für den Tourismus.

Kaunas war zwischen 1920 und 1940 die provisorische Hauptstadt Litauens. Heute ist es ein aufstrebender Industrie-, Bildungs- und Wissenschaftsstandort und der wichtigste Verkehrsknotenpunkt Litauens. Mit einem attraktiven Stadtzentrum mit Fußgängerzone und einer mittelalterlichen Altstadt mit vielen gut erhaltenen Bauwerken heißt Kaunas aber auch Urlauber und Reisende herzlich willkommen.
Informationen zum Bezirk Kaunas finden Sie auf der offiziellen Internetseite der Bezirksverwaltung, www.kaunas.aps.lt.

Nordsachsen (Torgau)

Entstehung der Patenschaft

Anfang der 1990er Jahre entwickelte sich eine partnerschaftliche Zusammenarbeit mit Torgau und Hohenstein-Ernstthal in Sachsen. Ziel in dieser Aufbauphase war der Austausch von "Verwaltungs-Know-how". Die partnerschaftlichen Beziehungen zwischen Torgau und Böblingen wirken fort und werden gepflegt.

Nordsachsen - Zahlen und Fakten

Der Landkreis Nordsachsen nimmt eine Fläche von 2.019,8 km² ein, dies entspricht einem Anteil von 11 Prozent des Freistaates Sachsen. Mit 214.184 Einwohnern ist er der am dünnsten besiedelte Landkreis Sachsens. Mit rund zwei Drittel der Gesamtfläche des Kreises hat er einen sehr hohen Anteil an Landwirtschaftsfläche und liegt deutlich über dem Durchschnitt von 56 Prozent. Die flächenmäßig kleinste Gemeinde ist Zinna mit 12 km² und die größte Gemeinde mit 115 km² ist Mockrehna. Mit 27.181 Einwohnern ist die Stadt Delitzsch bevölkerungsmäßig die größte Kommune, gefolgt von Schkeuditz mit 18.150 und Torgau mit 17.837 Einwohnern. Der Landkreis liegt im Norden des Freistaates Sachsen und grenzt an die Bundesländer Sachsen-Anhalt und Brandenburg.

Mit der am 22. und 23. Januar 2008 im Sächsischen Landtag verabschiedeten Gesetzgebung zur Funktional- und Kreisreform im Freistaat Sachsen wurden aus den beiden Landkreisen Delitzsch und Torgau-Oschatz der neue Landkreis Nordsachsen gebildet. Die Geschichte des neuen Landkreises ist daher noch nicht sehr alt.

Da der Landkreis überwiegend ländlich geprägt ist, wird auf die Erhaltung des dörflichen Charakters der kleineren Orte besonders Wert gelegt. Die gute Wohnqualität des Landkreises zeichnet sich auch durch seine Nähe zu sozialen, kulturellen und sportlichen Einrichtungen aus. Die relativ kurze Entfernung zu den Kulturzentren Sachsens, wie Leipzig, Meißen und Dresden sowie Wittenberg in Sachsen-Anhalt, macht unseren Kreis auch aus dieser Sicht interessant.
Informationen zum Kreis Nordsachsen finden Sie auf der offiziellen Internetseite des Landkreises unter www.landkreis-nordsachsen.de.